[gelesen] Die Totenbändiger Band 18. Zwillingskräfte von Nadine Erdmann

Rezensions/-Testleseexemplar

©Greenlight Press
Zwillingskräfte

Die Totenbändiger 18
Band 2 Staffel 3
.
Autorin: Nadine Erdmann
erschienen heute, 2021
.
hier geht’s zur Autorin
Nadine Erdmann
Greenlight Press
.

tolle Fortsetzung, neue Einblicke

Achtung: 18. Band! Meine Rezension kann kleine Spoiler in Bezug auf die Vorgänger enthalten.

Die ersten nebelverhangenen Tage des Novembers liegen hinter den Hunts. Ausgebremst durch die Wetterlage konnte Cam bisher nicht so aktiv mit seinen Kräften trainieren, wie er es eigentlich gern gewollt hätte. Umso gespannter ist er nun, als sich endlich die Möglichkeit bietet, den Zwilling nicht nur zu rufen, sondern auch einzusetzen. Es gibt viel zu lernen und zu erleben, aber auch offene Fragen, Bedenken und Zweifel. Wir die zusätzliche Kraft in ihm wirklich funktionieren? Kann er sie kontrollieren und gezielt einsetzen oder wird sie ungestüm und zu wild für ihn sein? Und was macht zur gleichen Zeit womöglich der andere potenzielle Geminusträger? Wird es Cam gelingen stärker zu sein als er oder sie? Und als wären das noch nicht genug Sorgen, gibt es da ja noch mehr Gegenspieler, die im Auge behalten werden müssen…

Auf jeden Band der Reihe bin ich gespannt, denn auch wenn man durch Andeutungen und Hinweise teilweise weiß, was als nächstes ansteht oder kommen könnte, gibt es darüber hinaus auch immer wieder Szenen, mit denen man nicht rechnet, Entwicklungen, die überraschen, schockieren, begeistern und in ihrer Vielfältigkeit jedes Mal wieder fesseln und staunen lassen. Ich mag die facettenreiche Mischung aus actionreichen Momenten, gefühlvollen Gesprächen oder Gesten, dem Zusammenhalt zwischen den Familienmitgliedern, aus dem so viele tolle Augenblicke heraus entstehen und den fiesen, unberechenbaren Gegenspielern.
Der Schreibstil von Nadine Erdmann ist wie gewohnt flüssig und durchweg mitnehmend. Jedes Eintauchen in die Welt der Totenbändiger macht unglaublich viel Spaß und bringt immer wieder einen wahren Gefühlscocktail mit sich. Besonders die Familienmomente zaubern mir wahlweise in Lächeln ins Gesicht oder rühren mich zu Tränen (+alles was dazwischen liegt 😉 ), je nachdem worum es in diesen Augenblicken geht. Die Minis mischen die Familie zusätzlich auf, sind so unglaublich niedlich, müssen aber auch noch viel lernen und sich erst mal mit ihrer neuen Situation anfreunden und zurechtfinden.
Nach wie vor gibt es verschiedene Baustellen, an denen die Handlung vorangeht. Stück für Stück ergeben sich weitere Zusammenhänge, man bekommt zusätzliche Informationen, die die Komplexität der Geschichte noch greifbarer und sichtbarer machen und man spürt auch immer mehr, wie auf beiden Seiten der Druck steigt, Fortschritte machen zu wollen und zu müssen. Auch die Ereignisse aus Band 17 tragen ihren Teil dazu bei, dass es andere Aufgaben gibt, als für einige der Charaktere ursprünglich auf dem Plan gestanden hätten. So baut die Handlung stetig aufeinander auf und obwohl schon so wahnsinnig viel geschehen ist, ist auch klar, dass wir noch lange nicht am Ende der Ereignisse angekommen sind.

Die Passagen rund um den Geminus haben mir richtig gut gefallen. Gemeinsam mit Cam können die Leser entdecken, was der Zwillings alles so kann und was eben auch nicht. Das Training ist geprägt von austesten und probieren, erfühlen, erspüren, zögern und hadern, aber auch von erkennen und sich aufeinander einspielen. So gab es das Geisterbändigen auch noch mal auf eine ganz andere Art und Weise, was toll zu verfolgen war- auch wenn mir die anderen Szenen des Geistervernichtens nach wie vor genauso gefallen. Trotzdem ist es schön, auch in Band 18 noch neue Dinge zu erfahren und zu sehen, wie Cam an den Aufgaben wächst, wie er sich den Herausforderungen stellt, was dabei gelingt und woran sie eventuell noch arbeiten müssen. Es werden einige Fragen zum Geminus beantwortet und gleichzeitig weitere aufgeworfen, wodurch die Neugier auf die nächsten Bände hoch gehalten wird.

Neben den Einblicken rund um die Hunts, gibt es auch Szenen in denen die Carltons in den Fokus des Geschehens rücken. So furchtbar ich Vater und Sohn auch finde, so genial funktionieren sie eben auch als Bösewichte in der Geschichte und sind trotz ihrer grausamen Machenschaften, Taten und Gedanken nur bedingt miteinander vergleichbar. Cornelius und Blaine sind in ihrer Art und Weise, wie sie vorgehen, planen und sich auf die Zukunft vorbereiten doch sehr verschieden. Und auch hier bleibt abzuwarten, wohin der weitere Weg sie führen wird.

Fazit

Eine tolle Fortsetzung, die wieder neue Informationen liefert, einige Fragen klärt, neue aufwirft, Hinweise auf den möglichen Fortgang der Handlung liefert und gleichzeitig nicht zu viel verrät. Durch das bessere Kennenlernen des Geminus ergeben sich neue Möglichkeiten, es wird jedoch auch deutlich, dass es eine beängstigende Waffe sein kann, gerät er in die falschen Hände. Eine schöne Mischung aus geisterhaften Szenen, Familienmomenten und den durchtriebenen Gegenspielern, die leider immer noch ein (großes) Wörtchen mitzureden haben.

Ich danke der Autorin für das bereitgestellte Testleseexemplar.

Staffel 1:

Staffel 2:


Staffel 3:

Schreibe einen Kommentar

(Kommentare werden von uns freigeschaltet.)

Mit dem Absenden des Formulars werden deine Nachricht sowie dein Name und deine Webseite (freiwillige Angaben) gespeichert. Weitere Informationen findest du in der Datenschutzerklärung.