[gelesen] Die Totenbändiger Band 16. Samhain von Nadine Erdmann

Rezensions/-Testleseexemplar

©Greenlight Press
Samhain

Die Totenbändiger 16
Band 8 Staffel 2
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Autorin: Nadine Erdmann
erschienen heute, 7. Juni 2021
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Nadine Erdmann
Greenlight Press
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gelungenes Finale von Staffel 2

Achtung: 16. Band! Meine Rezension kann kleine Spoiler in Bezug auf die Vorgänger enthalten.

Die dritte Unheilige Nacht des Jahres steht an, eine, auf unterschiedliche Weise, ganz besondere Nacht. Nicht nur für Cam bringt diese eine Herausforderung mit sich, sollte er an seinem Entschluss festhalten, ein weiteres Ritual vollziehen zu wollen. Auch einige andere Mitglieder aus der Familie stehen vor einer schwierigen Aufgabe, bei der es schnell gefährlich werden kann. Kann es gelingen ihren Gegnern in die Parade zu fahren und zu verhindern, was diese für Samhain planen?

Im Verlauf der zweiten Staffel der Totenbändiger ist so enorm viel passiert, das kann man sich rückblickend eigentlich fast gar nicht vorstellen, wie viel die Charaktere durchstehen und aushalten mussten, wie oft sie sich stützen und gegenseitig aufbauen mussten, wie viel es gleichzeitig aber auch zu freuen gab und wie oft die Momente einfach ans Herz gingen und der Gedanke aufkam, wie wundervoll die Familie Hunt und ihre Freunde miteinander sind. Wer wenn nicht sie könnten all die Dinge bewältigen und gleichzeitig auch noch Kraft und Hoffnung daraus schöpfen? Schön fand ich auch, dass besonders in den letzten Bänden der Staffel immer wieder mit eingeflochten wurde, was alles passiert ist. Das gibt nicht nur einen Rückblick auf die Ereignisse, es macht einfach auch deutlich, wie turbulent und alles verändernd die letzten Wochen gewesen sind und warum manche Figuren sich zu der einen oder anderen Reaktionen haben hinreißen lassen oder hinreißen lassen werden.
Band 16 war für mich ein würdiges und gelungenes Finale der zweiten Staffel, in dem von all den unterschiedlichen Aspekten, die im Verlauf der Serie eine Rolle spielen, etwas enthalten war. Es gab Herzchenaugen-Momente – ich habe einige Male vor dem Buch gesessen und mich gefreut, wie unglaublich süß oder einfach ergreifend und berührend es ist-, Spannung, kribbelige Nervosität, unheimliche Geisterbegegnungen, intensive Gespräche, Einblicke ins feindliche Lager,  Erfolge, kleine Misserfolge und Enthüllungen.

Autorin Nadine Erdmann packt mich jedes Mal wieder mit ihrem unglaublich mitreißenden, gleichzeitig aber auch gefühlvollen Schreibstil. Nach wie vor ist jeder Band ein kleines -öfter auch mal düsteres oder turbulentes- Überraschungspaket. Selbst wenn man weiß oder ahnt, was als nächstes anstehen könnte oder müsste, weil die Entwicklungen in eine entsprechende Richtung deuten, weiß man doch nie so ganz genau, was einen erwarten wird. Von irgendwoher kommt immer noch mal eine kleine Katastrophe, Wendung oder Überraschung (die durchaus auch mal positiv sein kann).
Obwohl es einen personalen Erzähler gibt, fühle ich mich den Figuren stark verbunden, was dafür spricht, wie geschickt die Autorin einen mitnimmt und wie intensiv die Einblicke sind, die man von den Charakteren, ihren Entwicklungen und Schicksalen sind. Für mich ist es immer, als wäre man mittendrin, ich kann mit den Figuren leiden, mich mit ihnen freuen, für sie die Daumen drücken, hoffen und bangen, mit ihnen lachen und weinen. Und das alles geschieht während die Handlung Stück für Stück komplexer wird, Puzzelteile an ihren Platz fallen und sich Zusammenhänge und Verstrickungen ergeben. Die Perspektivwechsel ermöglichen es immer wieder einen umfassenden Blick auf unterschiedliche Geschehnisse an verschiedenen Orten zu bekommen, was in diesem Band dazu führt, dass die Spannung und auch Anspannung noch zusätzlich gesteigert werden kann. Da die Charaktere an unterschiedlichen Fronten für ihre Ziele arbeiten und dabei teilweise ganz schön an ihre Grenzen gehen müssen, kann man als Leser überall dabei sein – wird manchmal aber auch in Momenten weggeschickt, an denen man eigentlich gern geblieben wäre. So erhöht sich das Tempo und die Dynamik im Verlauf des Buches und man kann kaum aufhören zu lesen, bis man weiß, wie alles ausgeht.

Fazit

Ein richtig tolles, abwechslungsreiches Finale der zweiten Staffel, das beim Lesen wieder unglaublich viel Spaß gemacht hat. Besonders gelungen finde ich die Mischung in der Handlung, die nicht nur für ein Wechselbad der Gefühle sorgt, sondern mich auch sehr intensiv in den Band hat eintauchen lassen. Man fiebert mit den Figuren mit, drückt ihnen die Daumen, fühlt mit ihnen die Genugtuung und Erleichterung, möchte sie aber gleichzeitig auch in den Arm nehmen, wenn etwas misslingt oder es ihnen schlecht geht. Es gab so viele Passagen, die ich aus den unterschiedlichsten Gründen gefeiert habe und ich freue mich schon jetzt riesig auf die nächste Staffel.

Ich danke der Autorin für das bereitgestellte Testleseexemplar.

Staffel 1:

Staffel 2:

2 Gedanken zu „[gelesen] Die Totenbändiger Band 16. Samhain von Nadine Erdmann“

    1. Hallo Elena,
      es ist immer schön, wenn man die Begeisterung für ein Buch mit anderen teilen kann! 🙂 Gerade bei den Totenbändigern könnten noch so viele mehr mit uns feiern 😉
      Liebe Grüße
      Dana

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