[gelesen] Die Totenbändiger Band 17. Neue Zeiten von Nadine Erdmann

Rezensions/-Testleseexemplar

©Greenlight Press
Neue Zeiten

Die Totenbändiger 17
Band 1 Staffel 3
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Autorin: Nadine Erdmann
erschienen heute, 31. Oktober 2021
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Nadine Erdmann
Greenlight Press
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abwechslungsreicher, neugierigmachender Start in Staffel 3

Achtung: 17. Band! Auftakt der dritten Staffel. Meine Rezension kann kleine Spoiler in Bezug auf die ersten beiden Staffeln enthalten.

Die dritte Unheilige Nacht liegt hinter London und die Karten wurden neu gemischt. Es ist längst nicht alles gewonnen, aber ebenso wenig verloren. Die Machtverhältnisse haben sich verschoben, es wurden sich Vorteile erarbeitet und damit gleichzeitig Niederlagen im gegnerischen Lager erzielt. Das sorgt aber selbstverständlich nicht auf allen Seiten für Erleichterung und Freude. So wichtig es auch war, was die Hunts an Samhain erreicht haben, so sicher sind sie sich auch, dass ihre Gegenspieler sich neu formieren, sortieren und dann zurückschlagen werden. Eine ungewisse Zeit voller neuer Herausforderungen kommt auf alle Beteiligten zu.

Das Staffelfinale von Staffel zwei hatte es ganz schön in sich. Es war mega spannend und turbulent, vieles ist passiert, was großen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Handlung hat. In einem  „Kurz und Knapp“ werden die wichtigsten Geschehnisse und Erkenntnisse aus der zweiten Staffel bündig zusammengefasst und bieten, gemeinsam mit den kleinen Rückblicken und Hinweisen innerhalb des Bandes selbst, eine gute Möglichkeit seine Erinnerungen aufzufrischen, sollte man in der Pause zwischen den Staffeln ein bisschen was vergessen haben. Man sollte Staffel eins und zwei aber auf jeden Fall kennen, damit man den Entwicklungen wirklich folgen kann und auch versteht, was bei den Figuren bisher passiert ist, wie sie sich entwickelt haben und wie sie miteinander verbunden sind.

Mir hat der Auftakt in die dritte Staffel richtig gut gefallen. Es gibt Updates an allen Fronten, so dass man weiß, wie es den Charakteren in der den Tagen seit Samhain ergangen ist, ob was Wichtiges vorgefallen ist, was sie planen bzw. von welchen Planungen sie bisher aus welchen Gründen abgehalten worden sind. So erhält man wieder einen schönen Rundumblick auf die einzelnen Elemente der Geschichte, die für den weiteren Verlauf wichtig sind. Diese Ein- und Rückblicke sind schön eingebunden in den Fortgang der Handlung, so dass man neben den Zusammenfassungen auch neue Dinge erfährt und einen Eindruck davon bekommt, was die einzelnen Parteien aus den erhaltenden Informationen bzw. den Geschehnissen für den weiteren Verlauf für Konsequenzen ziehen wollen oder werden. Das macht neugierig auf die weiteren Ereignisse, die uns in der dritten Staffel noch so erwarten werden.

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, abwechslungsreich und mitnehmend. Es fiel mir sehr leicht wieder in die Handlung einzutauchen und mich durch die Ereignisse tragen zu lassen. Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken und zu erfahren, es werden weitere Andeutungen gemacht und auch einige Dinge aufgelöst. Obwohl man es nach 16 Bänden natürlich bereits wissen sollte, bin ich jedes Mal nach dem Beendigen eines weiteren Bandes wieder erstaunt, wie die Autorin es schafft, mich von Neuem mitzureißen und zu begeistern und vor allem auch immer wieder zu überraschen oder schockieren, obwohl schon so extrem viel passiert ist und die Handlung sehr komplex ist.
Richtig spannend war die Geisteraction, die es in diesem Band gibt. Obwohl man nun schon einige Male mit den Totenbändigern auf Geisterjagd war, ist es hier nochmals anders. Es ist wirklich beeindruckend, wie es Autorin Nadine Erdmann es immer wieder gelingt, neue Aspekte in die Handlung einzuflechten und damit zu überraschen und Situationen komplett zu verändern. Durch den Nebeleinbruch verhalten sich die Seelenlosen anders als sonst, was die Lage für die Spuk Squads noch gefährlicher und schwieriger macht. Es war super interessant, sehr turbulent und richtig spannend zu verfolgen, wie sie sich durch ihren Einsatzort kämpfen und was sie dabei alles erleben. Durch die tollen anschaulichen Beschreibungen ist die Stimmung in dieser Szene sehr gut rübergekommen. Ich hatte beim Lesen die gesamte Zeit ein ungutes Gefühl, wie ein Kribbeln im Nacken, wodurch die Ereignisse noch intensiver miterlebt werden konnten.
Neben diesen actionreichen Passagen gibt es aber auch ruhigere, gefühlvolle Augenblicke, die mir ebenso gut gefallen haben. Ich liebe die Familienmomente und habe auch die beiden Neuzugänge richtig ins Herz geschlossen. Die beiden Kleinen sind zuckersüß, sie tun mir aber auch unglaublich leid, weil sie so viel Schlimmes erlebt haben, was sie sehr prägt und immer wieder zu angstvollen Momenten führt, die die Seele bluten lassen beim Lesen.
Abgesehen von den Hunts und Rifkins begleitet man auch die Carltons in einigen Kapiteln. Die Vorgeschichte von Blaine zu erhalten, war sehr interessant, aber auch irgendwie gruselig. Und was sein Vater Cornelius so veranstaltet… ja das kann eigentlich auch nie wirklich was Gutes sein. Und doch gibt es eben auch immer wieder kleine Wendungen, die dazu führen, dass sie nicht ganz so fies bzw. schnell agieren können, wie sie es eigentlich gern würden.
Man merkt vermutlich schon, das Buch steckt voller Informationen, Entwicklungen, Action und Gefühl. Mir hat die Mischung total gefallen, ich wurde von Anfang bis Ende mitgenommen, war fasziniert von den Geschehnissen, berührt und ergriffen von den Familienmomenten, gespannt auf den Verlauf beim Nebeleinsatz der Spuks. Eine ziemliche Achterbahnfahrt zu Beginn der neuen Staffel und für mich wirklich ein gelungener Auftakt, der darauf einstimmt, was einen noch so erwarten könnte und sicherlich bei Weitem nicht erwarten lässt, was dann letztendlich wirklich passiert.

Fazit

Ein absolut gelungener Einstieg in die dritte Staffel der Totenbändiger, der sowohl neugierig macht, als auch updatet. Man erhält noch mal wichtige Informationen zu den kürzlichen, turbulenten Ereignissen und was das nun für die Charaktere bedeutet. Darüber hinaus geht es aber auch in der Handlung voran an ganz unterschiedlichen Fronten, auf verschiedene Arten. Es wird spannend, turbulent und gefährlich, gruselig, aber auch gefühlvoll und ergreifend.

Ich danke der Autorin für das bereitgestellte Testleseexemplar.

Staffel 1:

Staffel 2:


Staffel 3:

2 Gedanken zu „[gelesen] Die Totenbändiger Band 17. Neue Zeiten von Nadine Erdmann“

  1. Hallo liebe Dana,

    so jetzt darf Frau….Leser/Leserin mal alle Teile/Staffeln gebündelt auf einer Seite sehen…
    Das ist schon beeindruckende….oder?

    Hm, manche Bände sind durchaus in etwas angenehmeren/netten Farbgebung gestaltet….sind das vielleicht kleine Hinweise auf mögliche Lichtblicke in den Geschichten..wäre jetzt als Unwissende dieser Bücherreihe mal eine Frage an die Kenner der Serie….

    Ist mir jetzt zumindest im Zusammenhang aufgefallen…augenzwickern..LG..Karin..

    1. Hallo Karin,
      ich finde die Cover alle zusammen auch ziemlich cool! 🙂 Sie sind größtenteils schon recht düster, das stimmt. Aber es geht eben auch viel um Geister und so, die sind jetzt auch nicht so nett 😉
      Es gibt aber nicht nur düstere Aspekte, Gefahren und Schockmomente, es gibt auch ganz viel Family-Zeit, Augenblicke, die ans Herz gehen und bewegen, Lichtblicke, Hoffnung…. Die Reihe steckt voller unterschiedlicher Dinge und Themen. Ob man nun immer unbedingt anhand der Cover die Handlung ableiten kann… das vielleicht nicht zwingend, aber es zeigt auf jeden Fall, dass es nicht nur düster ist. 🙂
      Liebe Grüße
      Dana

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