[Anja] Rezension: Starfall. So nah wie die Unendlichkeit von Jennifer Wolf

Starfall. 
So nah wie die Unendlichkeit
Autorin: Jennifer Wolf
erschienen Dezember 2017
ISBN: 978-3-646-60325-5
zum Verlag → Impress

©Impress

Was für ein Buch!

Als ein UFO über Washington abstürzt, steht die Stadt Kopf, nicht nur weil der Absturz Verwüstung und Opfer hinterlassen hat. Niemand weiß, was es mit den Außerirdischen, die teilweise verletzt aus dem Flugobjekt geborgen werden, auf sich hat, denn sie können sich nicht mit den Menschen verständigen. Da sie nicht feindselig wirken, wird versucht, die Aliens in die Gesellschaft zu integrieren. Ein aussichtsloses Unterfangen…? Die Mutter der 17-jährigen Melody nimmt eins der Wesen auf – mit unvorhergesehenen Folgen.

Ich habe die Jahreszeiten-Reihe von Jennifer Wolf geliebt. Nachdem nun so viele begeisterte Meinungen zu Starfall auftauchten, wollte ich das Buch auch unbedingt lesen. Und was soll ich sagen: Wow!

Schon mit der eindringlichen Darstellung des vermeintlichen Luftangriffs im ersten Kapitel konnte mich die Geschichte komplett fesseln.

Die anschaulichen, detaillierten und berührenden Beschreibungen führen dazu, dass nicht nur ein Film im Kopf abläuft. Es ist, als würde man Neven selbst vor sich sitzen sehen – den verängstigten Alien, der sich nicht verständigen kann und nicht weiß, was die Menschen von ihm wollen. Gerade diese Anfangsszenen des Kennenlernens zwischen Melody und Neven konnten mich total fesseln. Nevens Entwicklung, aber auch Melodys Veränderungen, sind sehr nachvollziehbar geschildert. Besonders der Lernprozess des Aliens, mit den vielen schockierenden Rückschritten, hat mich sehr berührt.

Es entwickelt sich eine sehr süße Liebesgeschichte. Diese kommt zwar nicht unerwartet, als Neven in Melodys Familie gesteckt wird, aber die stetige Zunahme von Vertrauen und Zuneigung ist einfach zauberhaft. Im Verlauf gibt es etliche Überraschungen. Es wird dramatisch, traurig, tragisch, romantisch – und manchmal auch unglaublich lustig. Manche Dinge kommen ein wenig kurz, manchmal wird es auch ein klein wenig kitschig, aber dies hat mich gar nicht gestört, da es einfach zu den beiden passt.

Ich will gar nicht viel mehr verraten, ihr müsst das Buch einfach selbst lesen.

Obwohl ich gern mehr Bücher über die überirdischen Besucher lesen würde, ist das Ende sehr stimmig. Bevor es soweit ist, müssen aber nicht nur die Figuren die aufregende Achterbahnfahrt der Gefühle überstehen – einige Schockmomente inklusive.

Fazit

Ich hätte gern einen Film zum Buch! Obwohl die anschaulichen Schilderungen der Ich-Erzählerin Melodie eigentlich bereits ein buntes Kopf-Kino auslösen. Das Buch konnte mich vom ersten Kapitel an fesseln, besonders die Entwicklung des traumatisierten Nevens hat mich sehr berührt. Es ist eine unglaublich gefühlvolle, mehrfach überraschende Geschichte mit ebenso witzigen wie dramatischen Momenten und mehreren wichtigen Botschaften, sodass ich dieses Buch nicht so schnell vergessen werde.

 

 

ebenfalls ein Highlight: Die Jahreszeiten-Reihe

 

Gesamtausgabe
04.08.2016
→ Impress
Morgentau.
Die Auserwählte der Jahreszeiten
★★★★★ +
Abendsonne.
Die Wiedererwählte der Jahreszeiten
 ★★★★★ +
Nachtblüte.
Die Erbin der
Jahreszeiten
★★★★★
Tagwind.
Der Bewahrer der Jahreszeiten
★★★★★ +
Göttertochter
Das Kind der Jahreszeiten
★★★★★ +

2 Gedanken zu „[Anja] Rezension: Starfall. So nah wie die Unendlichkeit von Jennifer Wolf“

  1. Hey Anja,

    ich merke schon, dass war wieder ein Buch für dich. 🙂 Ich habe es auch soooo unglaublich gerne gelesen und kann mir auch supergut vorstellen, dass ein Film dazu genial wäre. Es hat einfach so unheimlich viel Spaß gemacht und mich berührt. Hach, ich würde gerne nochmal. 😀

    Liebe Grüße, Toni

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