Rezension: Schicksalsbringer – Ich bin deine Bestimmung von Stefanie Hasse

Schicksalsbringer
Ich bin deine Bestimmung 1


Autorin: Stefanie Hasse
erschienen Juli 2017
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-8569-6
© Loewe
gutes Schicksal, böses Schicksal… – packender Auftakt


Als Kind erhält Kiera auf einem Jahrmarkt eine goldene
Münze. Als sie diese Jahre später beim Umzug wiederfindet, ändert sich ihr
Leben schlagartig. Kieras Wünsche werden plötzlich wahr, doch nicht immer auf
die erhoffte Art. Kiera hat von nun an das Schicksal ihrer Mitmenschen in der
Hand – behaupten zumindest die mysteriösen Zwillinge, die zusammen mit der
Münze aufgetaucht sind und sich als deren Begleiter vorstellen. Doch darf Kiera
wirklich Schicksal spielen?
Die Geschichte konnte mich schnell in ihren Bann ziehen.
Kiera ist eine sympathische Protagonistin. Die Eltern der 17-jährigen haben
sich gerade getrennt. Dass ihre Mutter sie nun regelmäßig zum Psychologen
schleppt, begeistert Kiera wenig. Viel lieber verbringt sie Zeit mit ihrem
besten Freund Cody und probt mit ihrer Band.
Die Verantwortung, die sie mit der Münze plötzlich trägt,
macht dem Teenager Angst. Kiera ist sehr vorsichtig und will zunächst gar keine
bewussten Veränderungen mehr vornehmen, schließlich haben die unabsichtlichen
Eingriffe schon zu genug Chaos geführt.
Wie sie mit sich ringt und welche Gefühle die Zwillinge in
ihr auslösen, lässt sich dank der Ich-Perspektive gut nachvollziehen.
Gleichzeitig erlaubt die Erzählweise nur eine eingeschränkte
Sicht, die es möglich macht, mitzurätseln, was da um Kiera eigentlich passiert. Kleine Abschnitte eines unbekannten Gegenspielers erhöhen
die Spannung und werfen allerhand Fragen auf. So hatte ich während des Lesens
wechselnde Vermutungen, wer gut und wer böse ist und wie alles zusammenhängen
könnte.
Phoenix und Hayden sind beide schwer einzuschätzen. Mal
machen sie einen sehr sympathischen Eindruck, dann wieder verhalten sich beide
äußert seltsam. Allerlei Andeutungen und ausbleibende Antworten auf Kieras
Fragen machen die zwei nur noch mysteriöser.
So entwickelt sich eine spannende Handlung, in der es
herauszufinden gilt, wer auf wessen Seite steht und welche Auswirkungen Kieras
Eingriffe haben werden. Gleichzeitig wird das Leben des Teenagers nicht nur
durch die Trennung ihrer Eltern gehörig durcheinander geworfen, sodass es neben
dramatischen und actionreichen Szenen auch immer wieder ruhigere, emotionale
Passagen gibt.
Zwar deutet sich manches bereits an, am Ende wird aber alles
nochmal über den Haufen geworfen. Dabei ist es nicht immer ganz einfach, alle
Absichten und die aus den Eingriffen ins Schicksal resultierenden Folgen
komplett zu überblicken. Und so endet das Buch mit einer überraschenden
Wendung, die neugierig auf den zweiten Band macht.
Ein Auftaktband mit sympathischen, facettenreichen
Figuren und einer spannenden Handlung, die mich zu unterschiedlichsten
Spekulationen geführt hat und am Ende mehrfach überraschen konnte. Dramatik,
Action und Gefühle wechselnde sich ab und sorgen für aufregende Lesestunden. Dank
des bildhaften, flüssigen Erzählstils habe ich die Geschichte innerhalb kurzer
Zeit verschlungen.


Ich danke Autorin Stefanie Hasse sowie dem Loewe-Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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2 thoughts to “Rezension: Schicksalsbringer – Ich bin deine Bestimmung von Stefanie Hasse”

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