[gelesen] Star meets Girl von Emma S. Rose

Rezensionsexemplar

© Impress
Star meets Girl

Emma S. Rose
erschienen im April 2021 (eBook)
390 Seiten
.
hier geht’s zum Verlag
Impress/ Carlsen

Schöne Geschichte, aber der Klappentext verrät zu viel

Nele lebt auf einer kleinen Nordseeinsel. Nach dem Abitur hilft sie im Lebensmittelladen ihrer Tante, aufs Festland zum Studium zieht es sie trotz vieler guter Ratschläge noch nicht. Die Inselgemeinde ist eine eingeschworene Gemeinschaft – Fremde fallen daher sofort auf. So auch der Urlauber Jasper, dem Nele sich aus Versehen aufdrängt, vom dem sie in der Folge aber nicht mehr so recht loskommt. Allerdings spricht Jasper kaum über sich und sein Leben, daher hat Nele keine Ahnung, wer Jasper eigentlich ist…

Ich bin an der Ostsee aufgewachsen und liebe Romane, die am Meer spielen und die entsprechende Atmosphäre rüberbringen. Dies hat mir an dem Buch unglaublich gut gefallen: Neles Verbundenheit mit der Insel und dem Meer. Wie das Meeresrauschen und der Wind eine beruhigende Wirkung auf sie haben. Wie Gerüche und Geräusche beschrieben sind…
Aber auch das ganze beschauliche Inselleben und der Zusammenhalt sind toll dargestellt.

Aber nicht nur deshalb mochte ich das Buch. Auch die Geschichte hat mit insgesamt gut gefallen. Nachdem Nele und Jasper sich kennenlernen, versucht Nele, Jasper dir Vorzüge der Insel und des Dorflebens schmackhaft zu machen. Die beiden verbringen viel Zeit zusammen, reden und genießen die Natur. Dementsprechend ruhig verläuft die Handlung zunächst, was mir gut gefallen hat. Langsam nähren die zwei sich an, machen ein paar Fort-, aber auch Rückschritte.
Wenn es Probleme gibt, dann wird allerdings direkt ein riesiges Drama daraus gemacht. Und so gibt es einige Situationen, in denen mir beide Figuren zu extrem reagieren und die Situation zu sehr aufbauschen.
Während Jaspers Geheimnisse für Ich-Erzählerin Nele eine Überraschung und ein Schock sind, nimmt der Klappentext diese für die Leser/innen leider bereits vorweg. Das war sehr schade, denn sonst hätte man ein wenig miträtseln können, was den verschlossenen, mürrischen jungen Mann wohl beschäftigen mag. So ist der Verlauf nun insgesamt doch sehr vorhersehbar.

Fazit

Urlaub zu machen ist gerade schwierig – dennoch mildert das Buch mit seinen leidenschaftlichen Nordseebeschreibungen ein wenig das Fernweh. Die Geschichte verläuft überwiegend ruhig, die langsame Annährung der Figuren hat mir gut gefallen. Konflikte werden mir allerdings zu stark aufgebauscht, sodass mehr Drama entsteht, als eigentlich notwendig gewesen wäre. Schade ist zudem, dass der Klappentext die Geschichte sehr vorhersehbar macht.

Ich danke dem Verlag sowie NetGalley für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Schreibe einen Kommentar

(Kommentare werden von uns freigeschaltet.)

Mit dem Absenden des Formulars werden deine Nachricht sowie dein Name und deine Webseite (freiwillige Angaben) gespeichert. Weitere Informationen findest du in der Datenschutzerklärung.