[gelesen] Gefährliche Liebe. Secret Academy 2 von Valentina Fast

Rezensionsexemplar

©One/Bastei Lübbe
Gefährliche Liebe

Secret Academy 2
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Autorin: Valentina Fast
erschienen April 2021
496 Seiten
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Bastei Lübbe/One
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turbulenter Abschluss

Achtung: zweiter Band und Abschluss der Dilogie! Vorwissen zum Lesen des Buches zwingend erforderlich. Meine Rezension kann kleine Spoiler in Bezug auf „Verborgene Gefühle“ haben.

Alexis hat getan, was aus ihrer Sicht das Richtige war. Ihre Schwester zu schützen, hatte oberste Priorität. Dafür hat Alexis in Kauf genommen alles und alle zu verraten, die ihr in den vergangenen Jahren Halt und eine Perspektive gegeben haben. Für ihren Verrat am MI20 muss sie sich nun verantworten und einiges einstecken. Die Zeit, die sie im Gefängnis verbringen muss, um auf ihre Verhandlung zu warten, ist hart. Immer wieder gibt es mentale und emotionale Herausforderungen und Mitinsassen, die Alexis das Leben schwer machen.
Doch auch außerhalb der Hochsicherheitsanstalt tun sich turbulente Entwicklungen auf und verschiedene Leute müssen sich entscheiden, auf wessen Seite sie stehen und wen sie dafür möglicherweise zurücklasssen wollen. Nicht für alle wird der Wettlauf gegen die Zeit gut ausgehen können…

Mir hatte schon der Auftakt der Dilogie richtig gut gefallen. Es war turbulent und spannend und man hatte am Ende das Gefühl, da ist längst noch nicht alles gesagt und aufgedeckt. Außerdem wurde man an einer Stelle aus der Handlung geschickt, an der man unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht und was da im Hintergrund noch alles gelaufen ist. Meine Erwartungen dahingehend wurden auf jeden Fall nicht enttäuscht. Es gab zahlreiche Geheimnisse und Intrigen, die aufgedeckt wurden und wodurch die komplexen Verstrickungen und Zusammenhänge deutlich geworden sind. Immer wieder musste man sich fragen, wer eigentlich auf welcher Seite steht, wer einfach nur gut schauspielert, wer was verheimlicht, wer in welchem Komplott mit drin steckt und was das für die Charaktere dann wohl heißen wird. Zeitweise war es schwer zu durchschauen, wem man eigentlich noch vertrauen kann. Das hat der Handlung eine gewisse Spannung und Anspannung gegeben, aber auch durch die temporeichen, teilweise dramatischen und gefährlichen Entwicklungen wurde es immer wieder sehr spannend. Ein weiterer großer Punkt der Geschichte waren die unterschiedlichen Emotionen, die in verschiedenen Figuren toben und immer wieder auf die Probe gestellt werden. Haben die Charaktere sich ineinander getäuscht oder können sie sich doch vertrauen? Kennt man sich eigentlich gut genug oder war doch alles nur gespielt, immerhin gab es ja auch in Band eins schon einige Überraschungen?! Fragen über Fragen, die im Verlauf des Buches dann aber aufgeklärt werden.

Der Schreibstil von Valentina Fast hat mir wieder gut gefallen. Der Autorin ist es gelungen, mich von Beginn an mitzunehmen und wieder intensiv in die Handlung eintauchen zu lassen. Durch die zwei Ich-Perspektiven ist man nah am Geschehen und erhält die Möglichkeit zwei verschiedene Protagonisten auf ihrem Weg zu begleiten. So hat man nicht nur die Einblicke ins Gefängnis, die man bekommt, wenn Alexis berichtet, sondern erlebt auch, was in der Akademie vor sich geht, wenn Dean erzählt. Die beiden Figuren verbindet auch auf der privaten Ebene einiges, zumindest dachten sie das. Wie viel davon echt war und wie ihre Geschichte weitergeht, falls sie die Chance bekommen sollten, sich wieder zu sehen, verrate ich hier natürlich nicht.
Kleine Rückblenden, die gut in die Geschichte eingebaut sind, können dabei helfen, ein paar Erinnerungen zurück zu bringen, sollte man das eine oder andere vergessen haben. Insgesamt sind diese Hinweise aber nicht zu ausladend gestaltet, man sollte den ersten Band also auf jeden Fall kennen, um den Entwicklungen folgen zu können.
Alexis empfand ich schon im ersten Buch als eine interessante Protagonistin. Für ihre Schwester würde sie alles tun und auch jetzt ist sie festentschlossen, nicht aufzugeben, solange es noch eine Chance gibt, ihre Ziele zu erreichen. Dabei stellen sich ihr verschiedene Leute in den Weg, sie muss einiges aushalten, sowohl physisch als auch psychisch. Durch ihre mentale Begabung hat sie die Möglichkeit, die Menschen in ihrer Umgebung etwas besser einschätzen zu können, Alexis muss aber auch feststellen, dass ihre Fähigkeit ihr sehr gefährlich werden kann.
Auch Dean kennt man bereits aus dem Auftakt der Dilogie, ihn jetzt intensiver zu begleiten, war ebenfalls interessant. So erfährt man etwas mehr von ihm und seinen Gefühlen, aber auch, was in der Akademie vor sich geht. Die Handlung gewinnt durch die zweite Ich-Perspektive an Komplexität und obwohl man an der einen oder anderen Stelle damit einen Wissensvorsprung gegenüber den Figuren hat, weiß man längst nicht alles und es bleiben einige Überraschungen übrig.
Von den zahlreichen anderen Charakteren spielen manche eine recht große Rolle, andere tauchen eher am Rande auf. Immer wieder kommt aber die Frage auf, wem man trauen kann, wer was im Schilde führt und wer sich recht leicht davon überzeugen lassen würde, sich auf die gegnerische Seite zu stellen, wenn die Konditionen stimmen.

Insgesamt hat mir der zweite Band gut gefallen, es war ein toller Abschluss der immer komplexer werdenden und ziemlich verstrickten Handlung. Es gab mehr Verknüpfungen, Intrigen und Machtspielchen, als man zu beginnen erahnen konnte. Auf die Charaktere kommt einiges zu, sowohl an persönlichen Herausforderungen, als auch in Bezug auf die Entwicklungen rund um die Akademie, die Numbers und die Ereignisse im Gefängnis. Richtig interessant finde ich auch die unterschiedliche Ausprägung der Begabungen, die die Figuren aus unterschiedlichen Gründen erhalten haben. Man weiß nie, welche Fähigkeit mit den dazukommenden Personen auftauchen werden und wie sich damit die Lage eventuell verändert.
Umso weiter das Buch voranschreitet, umso turbulenter und actionreicher wird die Handlung. Die Zeit drängt, an verschiedenen Stellen muss zügig entschieden und gehandelt werden, damit nicht alles verloren ist. Der Druck auf die Charaktere wächst, harte Entscheidungen stehen an und oft bleibt kaum Zeit, die Erlebnisse überhaupt zu verarbeiten, weil man direkt wieder bereit sein muss, sich den nächsten Herausforderungen und Katastrophen zu stellen. Ich empfand den letzten Abschnitt des Buches als unglaublich vollgepackt, was ein wenig schade war, weil so einige der Ereignisse kaum die Möglichkeit hatten, für sich zu wirken. Es überschlug sich alles, war damit zwar spannend, aber für meinen Geschmack in der Fülle einfach etwas zu viel. Auch auf dem Weg dorthin hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle etwas mehr Raum für die Figuren an sich gewünscht. Das sind aber wirklich nur ganz kleine Kritikpunkte. Die Geschichte hat sich sehr zügig lesen lassen und es war nie langweilig während all die turbulenten Geschehnisse auf einen eingeprasselt sind.

Fazit

Ein schöner Abschluss der turbulenten, ereignisreichen, sehr verstrickten, vielseitigen Dilogie. Hinter der Geschichte steckte auf jeden Fall mehr, als man zunächst erahnen konnte. Zahlreiche Verknüpfungen und Intrigen wurden mit der Zeit aufgedeckt und haben die Handlung sehr komplex gemacht. Die Spezialfähigkeiten der Akademieanhänger und der Numbers haben mir gut gefallen und eröffnen zahlreiche Möglichkeiten. Auch wenn es mir fast ein wenig zu vollgepackt war, war das Buch spannend zu verfolgen und hat sich schnell lesen lassen.

Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

2 Gedanken zu „[gelesen] Gefährliche Liebe. Secret Academy 2 von Valentina Fast“

  1. Hallo liebe Dana,
    du weißt ja, dass ich diese Reihe auch sehr genau im Blick habe. Um mich nicht für den ersten Band zu spoilern habe ich mir jetzt auch mal nur dein Fazit durchgelesen. Das klingt verdammt gut. Ich freue mich, dass du so eine schöne und fesselne Lesezeit mit dieser Geschichte hattest <3

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

    1. Hallo Tanja,
      ich bin wirklich gespannt, ob du dann irgendwann schwach wirst und die Reihe beginnen wirst 😀 Ich hatte wirklich viel Spaß mit der Geschichte, es gab einige tolle Wendungen. Und auch das gesamte Setting rund um die Akademie und die besonderen Fähigkeiten war toll.
      Liebe Grüße
      Dana

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