[gelesen] Die Lichtbringerin 2 von Johanna Danninger

Rezensionsexemplar

© Impress
Die Lichtbringerin
#2

Johanna Danninger
erschienen im Januar 2020
328 Seiten
.
hier geht’s zum Verlag
Impress/ Carlsen

auch Band 2 überzeugt mich nicht komplett

Achtung: 2. Band. Rezension enthält Spoiler zum ersten Teil.

Obwohl mir die Grundstory des ersten Bandes gefallen hatte, empfand ich viele Passagen, besonders die Erklärungen zur spirituellen Welt, als recht zäh, da diese zu häufig und zu ausschweifend auftraten. Auch diesmal gibt es wieder etliche Ausflüge in die übernatürliche Welt, denn Lucia soll lernen, ihre Fähigkeiten zu verbessern, sich auf sich selbst zu besinnen und die Kräfte in sich zu spüren. Teilweise empfand ich auch diese Abschnitte wieder als zu lang, die Handlung verliert dadurch immer wieder an Tempo.
Ohnehin dauerte es diesmal lange, bis die spannenden Geschehnisse um die Bruderschaft mehr thematisiert wurden und die Handlung dadurch mehr Fahrt aufnahm.

Ansonsten dreht sich viel um Lucias Entwicklung. Die Ich-Erzählerin ist häufig mit Grübeln beschäftigt. Sie zweifelt an sich selbst, die eigene Wertschätzung fehlt ihr. Die grundsätzliche Behandlung dieser Themen fand ich, gerade bei ihrer Vorgeschichte, passend gewählt. Allerdings empfand ich Lucias Entwicklung dabei als sehr sprunghaft und für mich nicht immer nachvollziehbar. Sie grübelt, hadert, dreht sich gedanklich im Kreis und von jetzt auf gleich kommt ihr ein Gedanke und sie kann alles akzeptieren und gelangt dadurch gleichzeitig einen Stufe weiter in ihren magischen Fähigkeiten. Nicht immer war für mich nachvollziehbar, woher diese Entwicklungsschritte so plötzlich kamen.

Darüber hinaus spielt auch Lucias Gefühlswelt für ihre Mitmenschen eine große Rolle. Während Band 1 die Liebesgeschichte noch fehlte, kommen jetzt zahlreiche Emotionen ins Spiel, deren Verlauf aber – genau wie die ganze Handlung – am Ende noch komplett offen bleibt.

Dank des flüssigen, bildhaften Schreibstils lässt sich die Geschichte leicht und schnell lesen. Es gibt noch etliche offene Fragen, einige ungewöhnliche Ereignisse und Figuren, die schwer einzuordnen sind, sodass ich trotz aller Kritik neugierig auf das Finale bin.

Fazit

Wie schon im ersten Band gibt es für mich einige langwierige Passagen. Die Handlung plätschert oft vor sich hin, erst im letzten Drittel nimmt die Spannung zu. Lucias Entwicklung, besonders ihre innere Beschäftigung mit sich selbst, ist zwar interessant, aber nicht immer ganz nachvollziehbar. Aufgrund vieler offener Fragen und mysteriöser Figuren bin ich gespannt, wie die Geschichte ausgeht.

 

3 Gedanken zu „[gelesen] Die Lichtbringerin 2 von Johanna Danninger“

  1. Huhu Anja 🙂

    Die Reihe hatte ich auch mal im Auge, aber bisher hab ich sie dann doch noch nicht gelesen. Schade, dass sie dich nicht komplett überzeugen kann, aber ich kann es auch verstehen, wenn man trotzdem neugierig auf den finalen Band ist 🙂 ich hoffe, dass der dich dann auch überzeugen kann 🙂

    Ich muss ja gestehen, ich bin kein Fan von dem Titel – einfach nur den Reihentitel und dann die Zahlen dahinter. Ist zwar mal was anderes (hab ich so zumindest noch nie gesehen), aber wirklich gefallen tut mir das nicht. Es wirkt auf mich manchmal ein bisschen einfallslos, als hätten sie keine Ideen für Untertitel gehabt. Wie siehst du denn das?

    Lieben Gruß
    Andrea

    1. Hallo Andrea,

      ich hoffe auch, dass mich das Finale abschließend mit der Reihe versöhnen kann 🙂

      Ehrlich gesagt, habe ich da nicht wirklich eine Meinung zu… Als ich den Post vorbereitet habe, bin ich kurz darüber gestolpert, dass es gar keinen Untertitel gibt, das habe ich zur Kenntnis genommen, spielt für mich aber nicht wirklich eine Rolle. Wenn ich mit Dana über Bücher rede, benutzen wir oft den Reihentitel mit Nummer, Legend 3 oder All In 1 und nicht unbedingt den Bandnamen, weil man dann ja nocht mehr im Kopf haben müsste. Aaaallerdings fände ich es tatsächlich langweilig, wenn alle Reihen einfach nur durchnimmeriert wären 😉

      Lieben Gruß
      Anja

      1. Wenn ich mit anderen über Bücher rede, dann mache ich das auch so. Was meistens auch daran liegt, dass wir uns alle Untertitel auch nicht merken können^^ und im Regelfall weiß man ja so auch immer, wovon man redet. Aber das nur auf den Büchern zu sehen, ist mir trotzdem ein bisschen suspekt^^ beim einem Titel okay, aber wenn da jetzt mehrere so kommen … ne, besser nicht^^

        Lieben Gruß
        Andrea

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