[gelesen] Kristallblau (Fairies 1) von Stefanie Diem

Fairies 1
Kristallblau

Autorin: Stefanie Diem
erschienen Januar 2017
Verlag: Impress
ISBN: 978-3-646-60311-8
© Carlsen Impress
interessante Idee, aber es fehlt an Spannung und Tempo

Um ihren Schulabschluss zu Feiern, verbringt die
18-jährige Sophie einen Urlaub mit ihren Freundinnen in Spanien. Dort trifft
sie den attraktiven Taylor. Doch ihre Begegnung verläuft völlig anders, als
Sophie gehofft hat. Denn Taylors Interesse gilt nur dem, was er in Sophie
entdeckt hat – das Wesen einer Fairie. Sophie steht nun vor der Wahl: ihr altes
Leben behalten oder eine neue magische Welt entdecken und auf einer der großen Akademien
zu einer echten Fairie ausgebildet werden…
Die Idee der Fairies, die entdeckt und auf Akademien
ausgebildet werden, finde ich sie sehr spannend. Auch die Wiedererweckung der
Seelen in neuen Körpern und die Feinde, die ihre eigenen Ziele verfolgen,
versprechen eine interessante Handlung.
Leider konnte mich das Buch dennoch nicht so richtig packen.
Es gibt zwar zwischenzeitlich zwei kurze, dramatische Passagen, ansonsten wird
die Handlung allerdings erst am Ende richtig spannend. Dazwischen plätschert
die Geschichte so vor sich hin, streckenweise empfand ich sie als recht
langatmig.
Die Schulatmosphäre wollte bei mir leider gar nicht
aufkommen. Eher hatte ich immer wieder den Eindruck, die Figuren befinden sich
in einem Luxusurlaub, in dem sie von Bar zu Bar pilgern, zwischendurch am Pool
liegen, bevor das nächste Essen ansteht. Die Beschreibungen des Unterrichts
fallen im Vergleich zu den Passagen über das Leben an Board sehr kurz aus.
Mit der Zeit wurden mir die Kreuzfahrtschiffbeschreibungen
dann auch etwas zu viel. Immer wieder wechselt Ich-Erzählerin Sophie zwischen
den Decks, betritt immer neue Bars und Restaurants. An bildhaften
Beschreibungen mangelt es dabei nicht, aber nach dem dritten anschaulich
geschilderten Cafe reichte es mir dann doch…
Überhaupt bin ich mit dem ganzen Schulsystem, wie sie ihr
„Geld“ verdienen und sich damit verpflegen müssen, nicht ganz warm geworden.
Dafür finde ich die Charaktere aber sehr interessant. Zum
einen erlebt man das typische Highschool-Szenario – die beliebten, hübschen
Schüler, die andere mobben, und die „Außenseiter“, denen das relativ egal ist.
Teenager-Zickereien vorprogrammiert.
Doch daneben gibt es mit den Erzengeln, den Urfairies und
den Shuks Figuren, die man bisher nur schwer einschätzen kann.
Am Ende schlägt die Stimmung dann völlig um. Die Handlung,
die so lange sehr ruhig war, wird plötzlich dramatisch, spannend und grausam.
Für den bis dahin eher seichten Verlauf empfand ich das Geschehen als sehr
extrem und ich bin daher gespannt, wie es weitergeht. Denn das Ende bietet nur
wenig Antworten und hat mich trotz meiner Schwierigkeiten mit dem Buch
neugierig gemacht.
Urlaub statt Akademie. Über weite Strecken waren mir
die Beschreibungen des Schiffes mit all seinem Luxus zu dominant, die Handlung
hingegen kam nicht so recht voran. Zum Ende hin überschlagen sich die
Ereignisse aber so extrem, dass ich hoffe, dass der nächste Band von Beginn an
mehr Dramatik zu bieten hat.


Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

2 thoughts to “[gelesen] Kristallblau (Fairies 1) von Stefanie Diem”

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