[gelesen] Sternensturm von Kim Winter

Sternen-Trilogie, Band 2:
Sternensturm

Autor: Kim Winter
erschienen Januar 2015
ISBN: 

978-3-646-60095-7

 © Impress

leider etwas zäh

Es handelt sich um den zweiten Teil der
Sternen-Trilogie. Inhaltliche Spoiler in Bezug auf den Vorgänger sind daher
möglich.
Noch immer herrscht Krieg auf Loduun, sodass die
Flüchtlingskinder weiter auf der Erde leben und regelmäßig neue hinzukommen.
Iason hat sich indessen entschieden, dass er bei Mia auf der Erde bleiben wird
und nicht wie Finn plant, zurückzukehren. Doch als plötzlich mehr und mehr
Menschen auf der Erde verschwinden und Mia beginnt, unheimliche Stimmen zu
hören, werden alle Pläne und sämtliche Gefühle gründlich über den Haufen
geworfen.
Sternensturm baut nahtlos auf die Ereignisse von Sternenschimmer
auf. Auf den ersten Seiten erinnert Mia sich intensiv an die bisherigen
Ereignisse zurück, sodass eventuell in Vergessenheit geratene Informationen
wieder aufgefrischt werden. Allerdings sind die Rückblicke recht ausführlich,
sodass vermutlich auch Leser, die den ersten Teil nicht kennen, der Geschichte
relativ problemlos folgen können, während diejenigen, die das Buch gelesen
haben, gespannt auf die neuen Ereignisse warten.
Leider musste ich darauf relativ lange warten. Sternenschimmer
hatte mir unglaublich gut gefallen und mich das Buch vor Spannung kaum weglesen
lassen. In Sternensturm ist die Geschichte zwar auch von Beginn an interessant,
leider zog es sich für mich aber ziemlich. Erst im letzten Drittel nahm die
Handlung dann so richtig Fahrt auf und konnte mich wieder vollständig in ihren
Bann ziehen. Vorher gab es zu viele Situationen, in denen sich Mia und Iason
mit ihren aufgewühlten Gefühlen im Kreis drehen – einige Gedankengänge werden
wiederholt und ich hatte einfach das Gefühl, dass die Handlung nicht so richtig
vorankommt.
Mia ist erneut die Ich-Erzählerin der Geschichte, die die
Story sowie ihre Gedanken in ihrer jugendlich-frischen Art wiedergibt.
Ergänzt wird diese Perspektive, die ja nur einen begrenzten
Blick auf die Ereignisse ermöglicht, immer wieder von kurzen Passagen in der
Er-Form, die auch einen Einblick in einige Ereignisse ermöglicht, an denen Mia
nicht beteiligt ist, und vor allem die Handlung um Iason vervollständigt, wenn
dieser sich gerade nicht in Mias Nähe befindet.
Gut gefallen haben mir die Hintergrundinformationen zu den
Geschehnissen auf Loduun. Weitere Bewohner des Planeten bringen ganz neue
Aspekte und eigene Geschichten hinzu. Doch besonders hervorzuheben sind die
bereits bekannten Charaktere wie Tony und Hope, die mit ihrer süßen Art immer
wieder für besondere Momente sorgen.
Das Ende ist – nachdem die Geschichte zuvor deutlich an
Tempo und Dramatik zugelegt hatte – leider auch etwas ernüchternd, weil es bei
einem gewissen Aspekt das Gefühl zurücklässt, dass sich einige Geschehnisse im
letzten Band wiederholen könnten. Trotzdem bin ich sehr gespannt, wie Kim
Winter ihre Trilogie abschließt und hoffe auf die Beantwortung der noch
zahlreichen offenen Fragen.

Obwohl ich die Figuren im ersten Band sehr ins Herz geschlossen
hatte, gingen sie mir nun mit ihren im Kreis drehenden Gedanken teilweise auf
die Nerven. Besonders in der Mitte des Buches hätte ich mir gewünscht, dass die
Handlung etwas schneller vorangeht, wobei das turbulente, aufregende und vor
allem emotionale Ende dafür etwas entschädigt, auch wenn noch viele Fragen offen
bleiben.

2 thoughts to “[gelesen] Sternensturm von Kim Winter”

  1. Huhu Anja,

    hmmm, die Reihe hab ich auch schon auf meiner WuLi, ich werde ja immer neugiereig, wenn sich die geister scheiden 😉 Bin schon gespannt, ob es mir gefallen wird.

    Liebe Grüße vom Lesemonsterchen Dani

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