[gelesen] Der Rockstar in meinem Bett von Teresa Sporrer

Die Rockstar-Reihe, Band 5:
Der Rockstar in meinem Bett

Autor: Teresa Sporrer
erschienen Dezember 2014
ISBN:  978-3-646-60093-3

© Carlsen/ Impress

Superzicke trifft Prinz – äh Rockstar Charming

Nachdem Zoeys große Schwester Ellen in Las Vegas aufgetaucht
ist und die Geschwister im Anschluss bei den Eltern verpetzt hat, herrscht
dicke Luft in der Familie. Als dann noch herauskommt, dass Ellen in betrunkenem
Zustand mit dem Sänger Brandon geschlafen hat, wird die Stimmung nicht gerade
besser. Und dann steht ebendieser auch noch plötzlich in Österreich vor der Tür
und umwirbt die junge Frau…
Ich gebe zu, als ich gelesen habe, das Ellen die
Protagonistin des neuen Bandes ist, war ich nicht gerade begeistert, da sie mir
bisher nicht sonderlich sympathisch war.
Zunächst hält sich dieser Eindruck auch hartnäckig. Während
die Charaktere der ersten Bände sich zwar auch immer mal wieder angezickt
haben, aber wenigstens zu ihren Freunden nett und normal waren, ist Ellen
einfach zu absolut jedem unfreundlich und daher zu Beginn sehr anstrengend.
Dass das Buch aus der Ich-Perspektive erzählt wird und man daher als Leser noch
einen tiefen Einblick in Ellens immer garstigen, immer negativen Gedanken
erhält, macht es nicht unbedingt einfacher.
Brandon kann dies mit seinem Charme zunächst ein wenig
ausgleichen. Und dann wird auch Ellen endlich zugänglicher und macht, als sie
beginnt, sich ihren Geschwistern ein wenig zu öffnen, eine spürbare Wandlung durch.
Der Ausgang der Handlung war wieder vorhersehbar – zumindest
war es nur schwer vorstellbar, dass die Liebesgeschichte im fünften Band anders
abläuft als in den Vorgängerbänden.
Trotzdem ist es wieder interessant zu verfolgen, welche
Umwege Ellen und Brandon nehmen und wann endlich Ellens Widerstand bricht.
Da beide Charaktere diesmal etwas älter sind, wirken auch
die Liebesszenen erwachsener und detaillierter beschrieben (vielleicht täuscht
mich meine Erinnerung aber auch).
Insgesamt ist auch dieser Band, wie schon die ersten vier
Rockstar-Teile, in sich abgeschlossen. Allerdings ist es sehr hilfreich, die
Geschichten von Zoey und ihren Freundinnen zu kennen, da man dann sämtliche
Anspielungen verstehen und die Beziehungen, die die Figuren zueinander haben,
besser nachvollziehen kann. Zwar gibt es auf alle wichtigen Ereignisse, auf die
Bezug genommen wird, kleine Rückblicke, diese habe ich allerdings eher als
Erinnerungsstützen empfunden und nicht als tatsächliche Wissensvermittlung für
Neueinsteiger.

Auch beim fünften Band gelingt es Teresa Sporrer, mich mit
witzigen Momenten und ernsten Gefühlen an die Geschichte zu fesseln, auch wenn
ich mit Protagonistin Ellen so meine Startschwierigkeiten hatte.

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