[gelesen] Sommerkälte von Rebecca Wild

Sommerkälte

Autor: Rebecca Wild
erschienen November 2015
ISBN:  978-3-646-60141-1

© Carlsen/ Impress

spannende Geschichte in faszinierender Welt

Fortsetzung – inhaltliche Spoiler in Bezug auf band 1 vorhanden!

Eigentlich sollte es ein friedenbringender Tag für die Jahreszeitenkönigreiche werden, denn Juni, die Sommerprinzessin, und Januar, der Winterprinz, wollen heiraten. Doch der Tag endet in einer Katastrophe. Juni wird von Rebellen ermordet, Januar festgenommen und der Winterkönig droht mit Krieg. Und da der Weg nach Sommer durch den Herbstwald führt, muss dieser zuerst vernichtet werden – und mit ihm alle Magie. Nun liegt es an Rae und North, den ein Zauber weiterhin in der Gestalt einer Eule festhält, die Königreiche zu retten.

8 Tage sind vergangen, seit North sich erstmals in eine Eule verwandelt hat. 8 Tage, seitdem die Ereignisse von Winteraugen endeten. Doch es ist bereits 10 Monate her, seit der erste Band erschien, dementsprechend fiel es mir zunächst relativ schwer, mich wieder an die Ereignisse zurückzuerinnern, denn die Rückblicke erfolgten gerade zu Beginn eher spärlich. Im Verlauf der Handlung wird aber auf die wichtigsten zurückliegenden Ereignisse soweit eingegangen, dass man der Geschichte dann problemlos folgen kann. Den Vorgänger zu kennen, ist aber auf jeden Fall hilfreich, um die Eigenheiten der Königreiche und die Verbindung zwischen den Figuren besser zu verstehen.

Winteraugen hatte ich märchenhaft, magisch, romantisch im Gedächtnis. Dementsprechend habe ich mich sehr gefreut, als ich gehört habe, dass die Geschichte um Rae und North fortgesetzt wird.

Beide Charaktere waren mir schnell wieder so sympathisch, wie ich sie in Erinnerung hatte. North, der unnahbare Winterprinz, der sich Rae gegenüber so warm und gefühlvoll zeigt. Und Rae, das aufgeweckte Sommermädchen, dass sich furchtlos den Gefahren entgegenstellt, obwohl die Aufgaben viel zu groß für sie erscheinen.

Aufgrund der personalen Erzählweise, die zwischen Rea, North und weiteren Charakteren wechselt, bekommt man einen guten Einblick, was in den Figuren vor sich geht.

Die Handlung unterscheidet sich allerdings sehr von der emotionsgeladenen Stimmung des ersten Bandes. Nach Junis Tod versinkt das Sommerkönigreich in Chaos. Winterlingen sieht jeder mit Argwohn und Hass entgegen. Und so gerät die Gruppe um North und Rae in immer neue Kämpfe und gefährliche Situationen, denen sie nur knapp entfliehen können. Fast schon war es mir etwas zu viel, was die Gruppe junger Menschen überstehen muss, doch die Handlung ist durchweg spannend und abwechslungsreich gestaltet. So gibt es auch immer wieder ruhigere gefühlvolle Passagen und einige unerwartete Wendungen.

Am Ende sind zwar die wichtigsten Handlungsstränge abgeschlossen, es bleiben aber auch noch einige Aspekte offen und gerade der Epilog wirft neue Fragen auf, sodass ich von einer weiteren Fortsetzung ausgehe und mich daher schon auf neue Abenteuer in dieser einzigartigen und sehr liebevoll ausgearbeiteten Fantasywelt freue.

Fazit

Sympathische Charaktere, angenehm bildhafter Schreibstil, abwechslungsreiche Handlung, die mit viel Gefühl und Spannung punkten kann, auch wenn die jungen Charaktere schon arg viel bewältigen müssen.

Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

5 Gedanken zu „[gelesen] Sommerkälte von Rebecca Wild“

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