[gelesen] Der Duke und der Draufgänger von Brooklyn Shore

Rezensionsexemplar

©
Der Duke und der Draufgänger
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Brooklyn Shore
erschienen im Juni 2026
332 Seiten
Selfpublishing
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Seite der Autorin.

Und wenn sie nicht gestorben sind, duellieren sie sich noch heute…

Das Setting erinnert unweigerlich an eine bekannte Serie – pompöse Bälle, Tanzkarten und der Wunsch, eine gute Partie zu machen.

Nach den Fake Dating Prinzen führt uns der neuste Roman von Brooklyn Shore auf eine Reise in die Vergangenheit. Im frühen 19. Jahrhundert finden Beziehungen zwischen Männern nur im Verborgenen statt. Schlechte Voraussetzungen also für Warren und Timothy, die schon lange befreundet sind, zuletzt aber keinen Kontakt hatten.
Als sie nun wieder aufeinandertreffen, erwachen Timothys Gefühle erneut, denn er ist schon lange in Warren verliebt. Dabei ist er aber gerade extrem sauer auf den Duke, denn Warren hat nach drei Jahren Funkstille kommentarlos die Verlobung zu Timothys Schwester aufgelöst und damit ihre Ehre beschmutzt. Das kann Timothy nicht hinnehmen und fordert Warren daher zum Duell.

Was mit einem ernsten Duell beginnt, rutscht bald ins Skurrile. Um Warren wiederzusehen und dem Knistern, das sich im ersten Duell zwischen ihnen zeigt, weiter nachzuspüren, fordert Timothy Warren immer wieder heraus. Seine Gründe für die Herausforderungen werden mit jedem Duell absurder.

Die zwei Hitzköpfe verstricken sich in ein leidenschaftliches Versteckspiel (wer die Bücher von Brooklyn Shore kennt, weiß, dass es an Spice nicht mangelt), das jederzeit auffliegen könnte. Die Angst vor dem Entdecktwerden und den damit verbundenen Konsequenzen begleitet sie dabei stetig. Die wechselnden Ich-Perspektiven zeigen, was in ihnen vorgeht und was für sie in einer Zeit, in der ihre Beziehung nicht geduldet werden würde und besonders Warren durch seine Stellung stark an die gesellschaftlichen Konventionen gebunden ist, auf dem Spiel steht.

Es bleibt daher spannend, ob sich ein Weg für die zwei finden wird oder sie sich auch noch als tattrige, grauhaarige Greise zu ihren Duellen davonschleichen müssen…
„Warren hat meinen Krückstock schief angeguckt, dafür fordere ich ihn heraus“ 😉

Fazit

Verbotene Liebe – oder Gefühle, für die einfach noch nicht die richtige Zeit angebrochen ist. Auch der erste Regency Roman von Brooklyn Shore konnte mich mit seiner Mischung aus Witz und Emotionen gut unterhalten. Die zwei sind zuckersüß – und ein klitzekleines bisschen kitschig. Und genauso so lieben wir das doch alle, oder?

Ich danke der Autorin für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

 

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