[gelesen] What if we Drown von Sarah Sprinz

Rezensionsexemplar

© LYX
What if we Drow
University of British Columbia 1
.
Sarah Sprinz
erschienen im Oktober 2020
390 Seiten
.
hier geht’s zum Verlag
LYX

berührend

Sie möchte endlich nach vorne blicken. Er macht es ihr unmöglich

Ein Neuanfang – das ist Lauries sehnlichster Wunsch, als sie nach dem tragischen Tod ihres Bruders an die Westküste Kanadas zieht. Noch vor der ersten Vorlesung ihres Medizinstudiums an der University of British Columbia lernt sie Sam kennen und spürt sofort, dass er sie auf eine nie gekannte Weise versteht. Unaufhaltsam schleicht sich der attraktive Jungmediziner in ihr Herz. Bis Laurie erkennt, wie tief er in die Ereignisse der Nacht verstrickt war, die ihren Bruder das Leben kostete … © Klappentext LYX

Der Klappentext animiert direkt zu Spekulationen, wie die Ereignisse um Sam, Laurie und ihren Bruder zusammenhängen könnten. So kommen manche Ereignisse nicht völlig unerwartet – und können dennoch überraschen.

Der Tod von Lauries Bruder liegt bereits vier Jahre zurück, aber immer noch quälen sie Albträume. Zudem hat sie sich selbst dem Traum ihrem Bruder verschrieben – sie will das Medizinstudium absolvieren, welches er nicht mehr antreten konnte. Immer mal wieder hadert Laurie mit dieser Entscheidung. Sie ist hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, sein Vermächtnis zu erfüllen und ihren eigenen Weg zu finden. Und auch ihre Gefühle zerreißen sie nahezu: die Trauer, die immer noch so tief sitzt, und die Gefühle zu Sam, die sie auf keinen Fall zulassen möchte.
Manchmal dreht sich Laurie für mich dabei zu sehr im Kreis. Viel ihrer Gedanken wiederholt sie im Verlauf immer wieder. Sie macht für sich Pläne, wie ihre Gefühle sein sollten und was sie erreichen will – doch natürlich macht ihr Herz dabei nicht so mit.
Blöderweise verstrickt sich Laurie in eine ziemlich unglückliche Situation, die unweigerlich zu Chaos und Verletzung führen muss. Und auch wenn vieles davon wenig überraschend kommt, habe ich dennoch mit Laurie mitgefiebert und mitgelitten. Besonders im letzten Teil konnte mich die Geschichte sehr berühren.

Unglaublich bewegend ist auch, was in Sam vorgeht. Zwar erfährt man seine Gedanken und Gefühle nur über Gespräche mit Ich-Erzählerin Laurie, dabei gibt er ihr aber immer wieder, mehr oder weniger freiwillig, sehr intensive Einblicke, was ihn bewegt und wie auch ihn noch beschäftigt, was vor vier Jahren vorgefallen ist.

Vielleicht wäre hin und wieder ein bisschen weniger Drama schön gewesen. Auch fand ich Lauries Verhalten nicht immer in Ordnung. Doch insgesamt konnte mich die Geschichte mitnehmen und berühren, weil die inneren Kämpfe, die beide Figuren ausfechten, sehr bewegend sind.

Ich bin schon gespannt auf die weiteren Bände, in denen Figuren aus dem Freundeskreis, der durchweg super sympathisch ist, in den Mittelpunkt rücken.

Fazit

Bewegend. Laurie und Sam haben einen schweren Schicksalsschlag erlitten, der beide noch auf ganz unterschiedliche Arten beschäftigt und in ihrem Handeln antreibt. Zwar ist Lauries Verhalten teilweise nicht in Ordnung und ihre Gedanken wiederholen sich, dennoch konnte mich die Art, wie beide mit den Ereignissen und letztlich auch miteinander umgehen, wie sie die Vergangenheit aufarbeiten und ihren Weg nach vorn suchen, berühren.

Ich danke dem Verlag sowie NetGalley für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

2 Gedanken zu „[gelesen] What if we Drown von Sarah Sprinz“

  1. Liebe Anja,

    eine sehr schöne Buchvorstellung. Bei der Geschichte war ich mir noch so unsicher, ob ich sie lesen soll, aber du klingst ja doch sehr begeistert. Ich werde es mir mal auf die Wunschliste schreiben.

    Liebe Grüße
    Jenny

    1. Hallo Jenny,
      ja, mich hat das Buch auf jeden Fall überzeugt. Ich hoffe, es kann dann bei dir vielleicht auch irgendwann punkten.
      Viele Grüße
      Anja

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