[gelesen] Alea Aquarius 5- Die Botschaft des Regens

Rezensionsexemplar

© Oetinger
Die Botschaft des Regens
Alea Aquarius 5

Autorin: Tanya Stewner
erschienen Oktober 2019
416 Seiten
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Oetinger

spannende, turbulente Entwicklungen; informativ & aufrüttelnd

Da es sich um den 5. Band handelt, kann meine Rezension kleine Spoiler in Bezug auf die vorherigen Bände enthalten. Ich würde Vorwissen auf jeden Fall empfehlen, damit man die Entwicklung der Figuren gut nachempfinden und alle Andeutungen verstehen kann.

Alea und die Alpha Cru ist nur knapp ihrem Widersacher entkommen. Doch die Gefahr ist keineswegs gebannt, denn Orion wird nicht aufgeben, bis er die Freunde doch noch in die Finger bekommt, um seine düsteren Pläne umzusetzen.
Gleichzeitig hofft Alea darauf, ihre Mutter wieder zu sehen, für die während der turbulenten Flucht leider keine Zeit mehr blieb. Auf dem Weg nach Frankreich begegnet der Crew wieder allerhand Müll im Meer, es gibt neue Erkenntnisse und aufschlussreiche Gespräche.

Der Schreibstil von Tanya Stewner ist sehr angenehm bildhaft und leicht verständlich gestaltet. Da die Reihe für jüngere Leser ausgelegt ist, sind viele Formulierungen recht einfach gehalten. Schwieriger Begriffe werden in der Handlung erklärt, so dass es gut möglich sein sollte, der Geschichte zu folgen. Wie auch in den vorherigen Bänden spielt die Umweltbelastung wieder eine große Rolle, nach meinem Empfinden sogar eine größere, als bisher. Es werden verschiedene Probleme und Missstände angesprochen, die Freunde erklären sich gegenseitig viele Dinge, erleben am eigenen Leib, welche Auswirkungen Verschmutzung und Giftablagerungen haben und sorgen dadurch nicht nur um ihr eigenes Wohl, sondern auch um die Lebewesen im Meer.
Die Problematik ist angenehm in die Handlung eingeflochten und sehr aktuell gehalten. Es ist deutlich spürbar, wie dringend sich manche Dinge ändern müssen, damit es noch eine Chance gibt, die Umwelt zu retten.
Neben all diesen Problemen versucht die Alpha Cru weiterhin die Meerwelt zu verstehen und Kontakt zu den anderen Überlebenden aufzubauen. Eine spannende Sache und gar nicht so einfach. Umso faszinierender sind dann die Entwicklungen und Entdeckungen, die es in dieser Richtung gibt. Schön in die Handlung eingebunden sind auch kleine Rückblenden, die einem noch mal ins Gedächtnis rufen, was im letzten Buch oder auch im vorherigen Verlauf passiert ist.

Besonders im letzten Dritte des Buches wird die Handlung sehr turbulent und spannend. Die Ereignisse überschlagen sich und man fiebert richtig mit den Figuren mit. Es gab einige Wendungen und Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte und das Ende ist richtig gemein. An dieser Stelle möchte man das Buch unmöglich zur Seite legen und geduldig auf die Fortsetzung warten.
Die Abschnitte vorher sind sehr informativ und geben neue Einblicke in die Meeresstämme, die Artvielfalt der Magischen und die Lebensgewohnheiten, bevor das Virus ausbrach.

Die Charaktere habe ich bereits über die letzten Bände sehr liebgewonnen. Sammy ist nach wie vor einer meiner Lieblingscharaktere, der Kleine ist einfach so knuffig und verbreitet sehr oft gute Laune, wenn die anderen ins Grübeln geraten. Doch auch der Rest der Alpha Cru ist sympathisch und jeder kann seine Stärken mit einbringen. In diesem Buch kommen noch weitere Figuren dazu, die man im Verlauf besser kennenlernt und auch von bereits bekannten Personen werden neue Facetten präsentiert. Ich bin gespannt, wie sich jetzt alles entwickelt, ein paar Bände warten ja noch auf uns.

Fazit

Eine tolle, spannende, informative und zugleich temporeiche Fortsetzung, die wieder viel Spaß gemacht hat und gleichzeitig aufzeigt, wie schlimm die Umweltverschmutzung für die Meere ist. Die Kombination aus Abenteuer und dem Aufzeigen der Missstände hat mir wieder gut gefallen. So werden auch jüngere Leser an die Problematik herangeführt und selbst als erwachsener Leser erfährt man vielleicht das eine oder andere, was man so im Detail nicht wusste oder womit man sich möglicherweise noch nicht so intensiv beschäftigt hatte.
Der Cliffhanger am Ende des Bandes ist wirklich gemein, denn nun kann irgendwie alles passieren und ich bin wirklich neugierig, in welche Richtung sich jetzt alles entwickeln wird.

Ich danke dem Verlag für das in der Leserunde bereitgestellte Rezensionsexemplar.

 

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