[gelesen] Sagenhaft 1: Vergessene Geschöpfe von Natalie Luca

Rezensionsexemplar

©
Vergessene Geschöpfe
Sagenhaft 1
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Autorin: Natalie Luca
erschienen Juli 2019
217 Seiten, eBook
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hier geht’s zur Autorin
Natalie Luca
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toller Auftakt, spannend, temporeich, facettenreiche Figuren

Obwohl Zia in einer wohlhabenden Familie aufwächst und auf eine Privatschule geht, läuft nicht alles in ihrem Leben, wie man es sich wünschen würde. Seit dem Verschwinden ihres Bruders ist auch der liebevolle Umgang innerhalb der Familie abhanden gekommen. Alle leben nebeneinander her und keiner scheint sich mehr so richtig dafür zu interessieren, was rund rum passiert. Das räumt Zia zwar einige Freiheiten ein, jedoch muss sie auch komplett auf Unterstützung verzichten, als sie diese so dringend brauchen könnte. Nachdem wieder ein kleiner Junge verschwunden ist, möchte Zia auf eigene Faust ermitteln und stößt dabei auf Dinge, die sie niemals erwartet hätte.

Die Geschichte hat mich von Beginn an mitgenommen und bis zum Schluss gefesselt. Der Einstieg ist gleich sehr spannend und dramatisch gewählt mit einem Ereignis, das Zia bis heute prägt, obwohl es schon elf Jahre zurück liegt.
Anschauliche Beschreibungen lassen die Handlung lebendig werden. Man kann sich richtig gut vorstellen, wie einige Dinge ablaufen und wie die Gefühle besonders Zia ins Gesicht geschrieben stehen. Besonders gefallen haben mir die etwas verwunschen und mysteriös wirkenden Szenen im kleinen Gartenhäuschen, das eine zentrale Rolle im Buch spielt. Es ist ein bisschen wie in einer experimentellen Hexenküche und doch so viel wirksamer, als alle glauben.

Durch die Ich-Perspektive lernt man die Protagonisten schnell kennen und taucht sofort in ihr Leben ein, das einige Ecken und Kanten aufweist. In ihrer Familie ist längst nicht alles, wie es sich eine Sechszehnjährige wünschen würde. Den größten Halt findet sie bei ihrer Freundin Emma, zumindest bis zu dem Tag, an dem sie unerwartet in die Welt der vergessenen Geschöpfe eintaucht und dann noch andere Charaktere dazu kommen.
Ich mochte Zia sofort, sie hat eine tolle Art und ein gutes Herz. Manchmal ist sie etwas schüchtern und ihre Unerfahrenheit mit all den magischen Dingen lässt sie teilweise unbeholfen wirken und unvorsichtig werden. Aber wirklich verdenken kann man es ihr nicht, schließlich wird sie quasi über Nacht da hinein geworfen und soll sich in einer Welt zurechtfinden, an die sie bis zum Vortag noch nicht einmal geglaubt hat. Dass sie da einiges in Frage stellt, zweifelt, wegläuft und sich erst langsam herantasten muss, fand ich nachvollziehbar. Auch ihr gesundes Maß an Misstrauen ihren neuen Bekannten gegenüber hat mir gut gefallen. Sie offenbart nicht sofort alles, was in ihr vorgeht und was sie erfahren hat, sondern setzt eher auf ein Geben und Nehmen. Die Entwicklungen, die sie durchläuft, sind schön zu verfolgen. Obwohl sie so ein schlechtes Gewissen hat, nicht allen gegenüber ehrlich sein zu können, hat man das Gefühl, sie blüht auf, schöpft neue Kraft und Hoffnung und wächst an ihren Aufgaben.
Auch die anderen Charaktere im Buch sind interessant und facettenreich. Nicht jeder zeigt sofort sein wahres Gesicht, was es noch spannender macht, hinter die Mauern zu blicken und zu entdecken, was da alles noch so schlummert. Emma habe ich sofort ins Herz geschlossen und hoffe darauf, dass sie in den nächsten Bänden noch mehr Raum bekommt. Aber auch die drei etwas düsteren jungen Männer sind sympathisch und wecken die Neugier bei mir, wenn auch jeder auf seine ganz eigene Art.

Umso weiter die Geschichte voran schreitet, umso spannender und temporeicher wird es. Gemeinsam mit Zia taucht man immer mehr in die Welt der vergessenen Geschöpfe ein, erfährt Dinge über die Zusammenhänge, die Möglichkeiten und Arten, die es so gibt. Wodurch man die Geheimnisse zusammen mit der Protagonistin offenbart bekommt, wirkt die Handlung nie langatmig oder langweilig.
Besonders gelungen empfand ich die Mischung aus sehr zarter, langsam entstehender Liebesgeschichte und den turbulenten, teilweise gefährlichen, spannenden Szenen rund um die vergessenen Geschöpfe.
Am Ende von Band eins ist einiges passiert und doch bleibt noch reichlich offen, so dass ich neugierig auf die Fortsetzung bin und mich schon auf die nächsten Abenteuer freue, die Zia erleben wird.

Fazit

Ein toller, temporeicher Auftakt, der einem erste Aspekte von Zias Leben und den vergessenen Geschöpfen offenbart und gleichzeitig neugierig macht auf all die Dinge, die da noch kommen könnten. Es sind noch längst nicht alle Geheimnisse gelüftet und auch die tolle Figurenkonstellation könnte noch für interessante Momente sorgen

Ich danke an Autorin Natalie Luca für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Protagonistin Zia hat sich in Bambinis Freundebuch eingetragen, wenn ihr mehr über sie erfahren wollt, dann scahut doch mal rein –klick

2 thoughts to “[gelesen] Sagenhaft 1: Vergessene Geschöpfe von Natalie Luca”

  1. Hallo liebe Dana,
    das neue Buch der Autorin ist mir jetzt auch schon desöfteren auf Instagram ins Auge gefallen. Ich freue mich, dass du so schöne Lesestunden mit der Geschichte hattest. Neugierig hast du mich ja jetzt ganz besonders mit dem kleinen Gartenhäuschen gemacht, das wie eine experimentellen Hexenküche wirkte. Da möchte man bei deinen Worten ja am liebsten gleich mal einen Blick reinwerfen <3

    Eine sehr schöne Buchvorstellung <3

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

    1. Hallo Tanja,
      mir ist das Buch auch immer wieder aufgefallen, bei FB vor allem, da ich bei Instagram nicht so viel unterwegs bin. Allerdings bekomme ich auch die Newsletter der Autorin und bin darüber natürlich auch informiert. Ich finde aber, schon das Cover macht was her und zieht Blicke auf sich.
      In das Gartenhäuschen würde ich tatsächlich gern auch selbst einen Blick reinwerfen 😀 Oder Zia über die Schulter gucken. Das war wirklich eines der Highlights für mich im Buch, obwohl die actionreichen Passagen eher außerhalb des Gartens passieren 😉 Aber irgendwie war es doch ein zentraler Schlüsselpunkt ^^
      Bei uns im Gartenhaus sieht es nicht so aus 😀
      Lg Dana

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