[gelesen] Ein Kater für zwei Herzen von Liane Mars

Rezensionsexemplar

© mtb
Ein Kater für zwei Herzen
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Autorin: Liane Mars
erschienen August 2019
304Seiten
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Mira Taschenbuch

spaßige Geschichte

Nach dem Tod ihrer Tante erbt Lina deren recht heruntergekommenes Haus und ihre Katze. Denkt Lina zumindest, bis sie eines Tages feststellt, dass noch jemand Anspruch auf den Kater erhebt. Auch Lukas ist absolut davon überzeugt, dass es seine Katze ist, schließlich füttert er sie schon jahrelang durch.
Ein lustiger Streit ums Kater-Sorgerecht beginnt…

Die Liebesgeschichte hat mir gut gefallen. Wobei es ja eigentlich eher eine Streitgeschichte ist. Zumindest ist es das, was Lina und Lukas am Anfang tun. Und zwischendurch. Und auch sonst regelmäßig. Nachgeben liegt ihnen gar nicht – und es geht schließlich um ihren geliebten Kater, den beide nicht hergeben wollen.
Beide leben eher zurückgezogen und genießen den Kontakt zum anderen, der durch ihre Neckereien entsteht. Es dauert lange, bis sie sich einander öffnen und über die Dämonen, die sie verfolgen und für ihre Art zu leben sorgen, zu sprechen bereit sind.
Ein bisschen schade sind die zeitlichen Sprünge. So arbeiten Lina und Lukas mehrere Monate zusammen, in denen sie sich zwar irgendwie anfreunden, diese Zeit wird aber leider kaum beschrieben.
Geschildert wird die Handlung abwechselnd aus der personalen Sicht beider Hauptfiguren, wodurch auch Einblicke in ihre Gedanken gegeben sind.
Total süß sind die kurzen Kapitel aus Katzensicht. Man möchte sich doch zumindest wünschen, dass solche oder ähnliche Gedanken tatsächlich im Kopf des eigenes Haustieres ablaufen… Die Passagen sind witzig und passen super in die Geschichte.

Ich habe schon einige Bücher von Liane Mars gelesen und was ich immer wieder total mag, sind ihre schrägen, aber dennoch absolut liebenswert dargestellten Charaktere. Und so ist auch Lina eine recht chaotische Figur, bei der man einfach sicher sein kann, dass regelmäßig irgendwas schief geht. Dabei hat sie mich ein wenig an Liah aus Band der Magie erinnert.
Der Schreibstil ist bildhaft und flüssig, sodass sich die Geschichte angenehm lesen lässt.

Auch die Nachbarn von Lina sind klasse beschrieben. Diese sind ebenfalls sehr speziell, was für einige Momente zum Schmunzeln sorgt.

An einer Stelle wurde mir die Handlung dann etwas zu schräg… Da es aber irgendwie auch in die Geschichte passte, hat es meinem Lesevergnügen nicht sehr geschadet.

Fazit

Was sich neckt… Lina und Lukas sind beide nicht gewillt, nachzugeben. Und so wird kräftig gestritten. Dabei offenbaren beide nach und nach ihre Schicksalsschläge, sodass es auch ernste und gefühlvolle Momente in der oft sehr spaßigen und schrägen Handlung gibt. Manche Passagen hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht.

Ich danke dem Verlag und NetGalley für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

 

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