[gelesen] Pure Desire – Nur du von Mia Williams

Rezensionsexemplar

© Fischer
Pure Desire – Nur Du
Band 1
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Autorin: Mia Williams
erschienen Oktober 2018
304 Seiten
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Fischer

viel Sex, wenig Handlung, keine Überraschungen

Als älteste von fünf Schwestern muss Liz nach dem Tod ihrer Eltern die Familie zusammenhalten. Schulden, Reparaturen am Haus und ein pubertierender Teenager bestimmen ihren Alltag. Für eine Beziehung hat sie keine Zeit.
Als Cole in ihrem verschlafenen Städtchen auftaucht, bringt er nicht nur Liz ordentlich durcheinander…

Liz, die die Handlung aus der Ich-Perspektive schildert, ist eine sympathische Protagonistin. Der Tod der Eltern war ein schwerer Schicksalsschlag. Liz schraubt ihr Privatleben zurück, um sich um Haus, Diner und ihre Geschwister zu kümmern. Besonders die 16-jährige Amber fordert viel Aufmerksamkeit und bringt Liz regelmäßig auf die Palme.
Als Cole, von dem Liz direkt verzaubert ist, in ihr Leben tritt, wirft sie einige ihrer Vorsätze über Bord.

Die erste Hälfte des Buches hat mir gut gefallen. Die sympathischen Schwestern, der idyllische Wohnort, das verschlafene Örtchen mit seinen kauzigen Bewohnern – es wird ein schönes Setting aufgebaut. Das Haus am See wird so anschaulich beschrieben, dass die Ruhe, die Liz dort erlebt, leicht vorstellbar ist.
Leider ist die Handlung absolut vorhersehbar. Es deutet sich früh an, worauf alles hinauslaufen wird und welche Rolle Cole dabei spielt. Auch im Verlauf sind die nächsten Ereignisse jeweils absehbar. Die Auflösung wird künstlich hinausgeschoben, sodass ich das Buch mit der Zeit als langatmig empfunden habe.

Ein Problem dabei ist die Beziehung von Cole und Liz. Ihre erste Begegnung ist süß, allerdings fand ich die Gefühlsentwicklung nicht immer nachvollziehbar. Zudem reden die beiden relativ wenig miteinander, sodass sie kaum etwas voneinander wissen – was den späteren Konflikt erst möglich macht. Stattdessen haben sie Sex. Jede Menge. Die Handlung ist von lauter kleinen erotischen Szenen zerstückelt und wird dadurch unnötig in die Länge gezogen. Diese Szenen sind aber jeweils so kurz, dass sich kaum erotische Spannung aufbaut.

Die Entwicklung einer Figur am Ende kam für mich auch sehr abrupt und war nicht wirklich nachvollziehbar. Ansonsten entwickelt sich alles im Großen und Ganzen so, wie man es erwartet.

Fazit

Das Buch liest sich dank des flüssigen, bildhaften Schreibstils sehr zügig, es wird eine entspannte, ländliche Atmosphäre aufgebaut. Die beginnende Beziehung war zwar für mich nicht immer ganz nachvollziehbar, ist aber dennoch sehr süß. Leider ist die Handlung und auch Coles Hintergrund total vorhersehbar. Hätten die beiden einander voneinander erzählt, statt ununterbrochen miteinander zu schlafen, hätten sich viele Probleme schnell klären lassen. So wird die große Katastrophe künstlich herausgezögert, sodass ich Cole und Liz mit der Zeit als anstrengend empfunden habe.

Ich danke den Fischer Verlag sowie Lovelybooks für das bereitgestellte Leserundenexemplar.

 

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