[gelesen] From Devils and Mermen Band 1 von Akira Arenth

Rezensionsexemplar

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From Devils and Mermen
Band 1
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Autor: Akira Arenth
erschienen Juni 2017
Selfpublishing
180 Seiten, eBook
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Akira Arenth
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blutig, brutal, mit einer Portion Teufel-Sarkasmus

Bei den Teufeln geht es nicht immer freundlich und ruhig zu, man muss sich behaupten, wenn man nicht einfach unterworfen werden will. Auch Sèl ist Kummer gewohnt, den eigenen und den seiner Opfer, die er quält, bis sie nicht mehr brauchbar sind. Eine brutale, blutige und für ihn doch sehr eintönige Arbeit, bei der man keine Chance hat, mal etwas anderes zu sehen, als die Hölle. Doch durch eine unerwartete Fügung bekommt er die Möglichkeit, seine Fähigkeiten als Jäger unter Beweis zu stellen. Der Ausflug in die Menschenwelt hält für ihn viele unbekannte Dinge bereit, die sich nachhaltig auf sein Wesen auswirken werden.

 

Dieses Buch ist wahrlich nichts für schwache Nerven. Bereits auf den ersten Seiten wird man überschwemmt mit der gnadenlosen Brutalität, es fließt reichlich Blut und keine Gliedmaße bleibt am rechten Fleck. Obwohl ich nicht mit einer seichten, blumigen Lektüre gerechnet habe, musste ich an einigen Stellen schon schlucken und das Kopfkino ein wenig runter fahren.

Der Schreibstil ist, nicht nur aufgrund der blutigen Szenen, speziell, sondern auch, da Sèl einen teilweise persönlich anspricht – auf teuflisch-nette Art. Allerdings kann man durch die Ich-Perspektive recht schnell eine Bindung zu ihm aufbauen, lernt wie er tickt, was er will, nicht will, was ihn nervt und was er manchmal auch gern ändern wollen würde, auch wenn er weiß, dass das nicht so einfach geht.

Im Verlauf des Buches rückt die Quälerei zwar nicht direkt in den Hintergrund, aber es nimmt an Intensität ab und macht einer vielfältigen Handlung Platz, die dennoch geprägt ist von viel Düsternis, beängstigenden Experimenten und der für Sèl bisher eher unbekannten Menschenwelt. Was er dort erlebt, hätte er sich so wohl auch nicht vorgestellt. Manchmal möchte man sich schon fast fragen, wer die grausameren Veranlagungen hat – die Teufel oder die Menschen.

Neben den neuen Herausforderungen, die sich für Sèl ergeben, bekommt man auch Einblicke in die Hierarchie und Lebensweise der Teufel. Das macht es einfacher, die Handlungen, Denkweisen, Herangehensweisen und Einstellungen ein wenig besser einzuordnen. Sèl hat keine besonders angesehene Position in seinem Volk und steht unter ziemlichem Druck. Trotzdem versucht er, seinen eigenen Weg zu finden und sich nicht nur von der Machtgier und dem Erfolgsgefühl der anderen lenken zu lassen.

Die Gay-Anteile sind im Moment noch eher gering gehalten, aber immer wieder vorhanden. Größtenteils sind diese Szenen allerdings auch nicht geprägt von Liebe und Leidenschaft, sondern eher von Unterwerfung und Trieben. Insgesamt auf jeden Fall passend zur Art und dem Aufbau der Geschichte und den Figuren, die man kennen lernt.

Am Ende des ersten Bandes war ich gespannt, wie es weiter geht und was mich in den folgenden Teilen erwarten wird. Einige Dinge erscheinen möglich, aber bei Teufeln weiß man ja nie so recht, was sie sich als nächstes ausdenken bzw. wer ihnen vielleicht in die Quere kommt.

 

Fazit

Eine sehr blutige, brutale Geschichte, mit einer guten Portion Sarkasmus, die jedoch auch Einblicke in die Welt der Teufel und besonders in das Leben von Sèl liefert. Absolut nichts für schwache Nerven! Ich war froh, dass es sich nicht durch die komplette Geschichte zieht, da es mir auf die Dauer von 180 Seiten dann doch etwas zu viel gewesen wäre. In der vorhandenen Intensität ist es okay, aber die Szenen sind schon makaber.

Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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