Rezension: Die Bibliothek der flüsternden Schatten – Bücherstadt von Akram El-Bahay


Die Bibliothek der flüsternden Schatten  1
Bücherstadt

Autorin: Akram El-Bahay
erschienen August 2017
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-20883-8
© Bastei Lübbe
konnte mich einfach nicht packen

Der Dieb Sam gelangt durch eine List an einen Job als
Palastwache. Doch er darf nicht, wie gewünscht, den Weißen König bewachen,
sondern bekommt einen Posten in der unterirdischen Stadt der Bücher. Die
befürchtete Langeweile droht ihm dort allerdings nicht, denn schnell häufen
sich die mysteriösen Ereignisse.
Die Bücherstadt sowie die fantastischen Wesen haben mir gut
gefallen. Die Märchenfiguren sind ungewöhnlich und immer wieder für
Überraschungen gut.
Sam ist ein spannender Charakter. Er will seine
Vergangenheit als Dieb hinter sich lassen. Er besitzt dadurch geschulte
Fähigkeiten und nimmt seine Umgebung immer aus den Augen des Diebes wahr. So
richtig warm bin ich mit ihm aber dennoch nicht geworden. Dies mag auch an dem
eher distanzierten Erzählstil des Er-Erzählers gelegen haben. Zudem hatte ich nur selten das Gefühl, die Geschichte eines 25-jährigen zu lesen. Oft wirkte Sam in seinen Handlungen und auch seinen Aussagen auf mich deutlich jünger.
Der Klappentext des Buches hat mich total neugierig gemacht.
Leider konnte mich die Geschichte aber nicht wirklich fesseln.
Der Autor hat einen sehr detaillierten Erzählstil. Doch
teilweise empfand ich die immer neuen ausführlichen, ausschweifenden Beschreibungen der – durchaus
reizvollen – Orte mit der Zeit als langatmig.
Zwar hat mich das Rätsel um die Herkunft der Fantasywesen
neugierig gemacht, trotzdem konnte mich die Geschichte einfach nicht packen. Es
gibt viele langatmige Passagen, in denen die Handlung nur wenig vorankommt.
Spannung kam für mich nur an wenigen Stellen auf.
Es gibt etliche Kampfszenen, dabei empfinde ich es aber
immer als störend, wenn die Feinde erst lange Plaudern und offene Fragen
beantworten, bevor sie aufeinander losgehen. Die eigentlich dramatischen Szenen
werden dadurch in die Länge gezogen und die Brisanz aufgelöst.
Am Ende des Buches gibt es einige Verluste zu verzeichnen.
Einige offene Fragen sind beantwortet, doch insgesamt bleiben noch viele
Handlungsstränge offen.

Obwohl mir die Idee der Geschichte gefallen hat, habe
ich die Handlung größtenteils als langatmig empfunden. Die Bücherstadt
sowie die vielfältigen Fantasywesen sind spannend, an Protagonist Sam kam ich
allerdings nicht heran. Durch die letzten Seiten musste ich mich regelrecht durchkämpfen, sodass ich die Reihe wohl nicht weiterlesen werde.


Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

3 thoughts to “Rezension: Die Bibliothek der flüsternden Schatten – Bücherstadt von Akram El-Bahay”

  1. Liebe Anja,

    danke für deine ehrliche Rezension. Bei diesem Buch war ich etwas unsicher, werde es jetzt aber wohl nicht mehr lesen 🙂 Aber es ist ja nicht so, als hätte man nicht noch genug ungelesenen Lesestoff zuhause 🙂

    Liebe Grüße
    Nadine

Schreibe einen Kommentar

(Kommentare werden von uns freigeschaltet.)

Mit dem Absenden des Formulars werden deine Nachricht sowie dein Name und deine Webseite (freiwillige Angaben) gespeichert. Weitere Informationen findest du in der Datenschutzerklärung.