Rezension: Jana Goldbach – Iceland Tales: Wächterin der geheimen Quelle

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Wächterin der geheimen Quelle
Iceland Tales 1

Autorin: Jana Goldbach
erschienen September 2017
Verlag: Impress
ISBN: 978-3-646-60261-6
mystisch, magisch, geheimnisvoll – noch Luft nach oben
Vom Beach Girl zum isländischen Hinterwäldler – was
wünscht man sich mehr? Als Hannahs Eltern sich dazu entschließen, ihr Leben in
den USA aufzugeben und ins ferne Island auszuwandern, traut sie ihren Ohren kaum.
Von einen Tag auf den anderen verändert sich einfach alles. Doch Hannah muss
sich nicht nur mit den alltäglichen Problemen wie die neue Schule, das Finden
neuer Freunde und das Erlernen einer unbekannten Sprache rumschlagen. Was sie
wirklich ins Island erwartet, hätte sie sich wirklich nicht träumen lassen.

Der Schreibstil von Jana Goldbach ist flüssig, angenehm
und sehr bildhaft. Die detaillierten Landschaftsbeschreibungen lassen die
wundervolle Natur Islands vor dem inneren Auge lebendig werden. Da meine Eltern
auch schon mal auf Island im Urlaub waren, hatte ich zu vielen Passagen Fotos
ihrer Reise im Kopf und konnte mir sehr gut vorstellen, was Hannah alles sieht
und erlebt.
Island
Auch die Personen sind anschaulich dargestellt, so dass
man einen guten Eindruck bekommt, mit wem die junge Protagonistin viel Zeit
verbringt.
Die Umstellung von dem sonnigen Klima in Florida, ihrem
Luxusheim und dem hippen Leben mit all ihren Freunden zu einem deutlich
kühleren, manchmal sehr verregneten, einsamen, ländlichen Island, in dem man
niemanden kennt, ist enorm. Man kann gut nachvollziehen, dass es Hannah nicht
besonders leicht fällt, sich auf diese Veränderungen einzulassen. Die Idylle
und die Wunder der Natur machen es ihr auf jeden Fall ein wenig leichter, sich
mit der neuen Situation abzufinden.
Neben der wundervollen Landschaft hat die Insel aber noch
viele andere Dinge zu bieten. Zu Beginn des Buches hält Hannah all das Gerede
über übernatürliche Dinge für absoluten Unsinn- man kann es ihr kaum verdenken.
Nach und nach taucht sie jedoch in die Welt ein, die den meisten Menschen
verborgen bleibt. Völlig überrumpelt sträubt sie sich zunächst, der Wahrheit
ins Auge zu blicken. Als im Verlauf dann allerdings raus kommt, welche
Hintergründe hinter all dem Stecken und worin der wahre Grund für ihren Umzug
liegt, beginnt Hannah sich mit der Situation anzufreunden und sie zu
akzeptieren. Für meinen Geschmack passierte das dann doch etwas zu schnell.
Auch wenn die Fakten kaum von der Hand zu weisen sind, hätte ich mir ein wenig
mehr Gegenwehr gewünscht, weil das, aus meiner ganz persönlichen Sicht, noch
etwas besser zu Hannahs Entwicklung gepasst hätte.
Durch die Ich-Perspektive erlebt man die Veränderung der
jungen Protagonistin hautnah mit und hat gleichzeitig einen intensiven Einblick
in ihre Gedanken- und Gefühlswelt, die immer wieder auf den Kopf gestellt wird.
Umso magischer und mystischer es wurde, umso besser hat
es mir gefallen. Ich mag die Mischung von idyllischer Natur und den versteckten
Fantasywesen, die man nur wahrnimmt, wenn sie sich einem offenbaren. Dass es
noch einige Schwierigkeiten und Probleme geben wird, deutet sich bereits an,
ich bin gespannt, was Hannah und die anderen in den nächsten Bänden noch
erleben werden.
Obwohl es ganz offensichtlich Feinde und Gegner gibt, die
sich auch im ersten Buch schon mal zeigen, wird es zum Ende des Auftaktbandes
doch wieder relativ ruhig. Die aktivste Rivalin bombardiert Hannah mit bissigen
Kommentaren und macht ihr das Leben wahrlich schwer, doch eigentlich steht sie
nicht auf der Feindesseite. Ich hoffe daher auf noch ein paar mehr Steine, die
Hannah in den Weg gelegt werden, damit das Ganze nicht zu glatt läuft.
Ein schöner Auftaktband, der neugierig auf die
Fortsetzung macht. Einige Geheimnisse werden schon gelüftet, andere Dinge
werden angedeutet und man darf gespannt sein, was auf Hannah und all die
magischen Wesen noch zukommen wird.

Vielen Dank an den Verlag für das bereitgestellte
Rezensionsexemplar!

One thought to “Rezension: Jana Goldbach – Iceland Tales: Wächterin der geheimen Quelle”

  1. Hey Dana,

    wir haben ja schon festgestellt, dass mich dieser Auftakt leider nicht so überzeugt hat. Aber es freut mich sehr, dass dir die Reihe Lesefreuden bringt. Umso mehr wünsche ich dir viel Spaß bei der Fortsetzung 😉

    Liebe Grüße, Ruby

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