Rezension: Wanderer – Hüter der Zeit von Amelie Murmann

Wanderer (2)
 Hüter der Zeit
Autor: Amelie Murmann
erschienen August 2015
ISBN: 

978-3-646-60138-1

© Carlsen/ Impress
spannend aber auch manchmal verwirrend

Achtung – Band 2 der Dilogie, daher sind einige inhaltliche Spoiler vorhanden. 
Das Schuljahr an der „Palaestra Viatorum“ beginnt. Hinter
Emilia und ihren Freunden liegen bereits ereignisreiche Wochen, doch zur Ruhe
kommen sie nicht. Denn die Götter und die Hüter sind sich uneinig und tragen
ihren Kampf auf dem Rücken der Menschen aus. Wieder liegt es in Emilias Händen,
das Schicksal der Menschen zu ändern…
Da Band 1 Wanderer. Sand der Zeit schon etwa ein Jahr
zurückliegt und ich mich nicht mehr an alle Details erinnern konnte, hatte ich an
einigen Stellen Probleme, alle Fakten und Figuren richtig zuzuordnen. Am Anfang
fiel das gar nicht unbedingt auf, eher im späteren Verlauf, als auf
vorangegangene Ereignisse eingegangen wurde, an deren genaue Abläufe ich mich
nicht mehr erinnern konnte. So fiel der Einstieg ins Buch also recht leicht, da
ich die Figuren an sich prinzipiell noch gut im Kopf hatte, mittendrin hätte
ich mir aber hier und da etwas ausführlichere Rückblicke gewünscht – diese
fielen nämlich insgesamt sehr knapp aus. Hilfreich ist es da sicher, beide
Bände hintereinander zu lesen – gerade bei der Vielzahl an Götternamen und
Hütern wird es nämlich mit der Zeit etwas unübersichtlich, was bei mir zu
einigen Verwirrungen geführt hat.
Die Geschichte hat mir insgesamt gut gefallen. Zunächst
steht der Konflikt zwischen Max und Emilia im Vordergrund, der sich aus den
Ereignissen von Sand der Zeit ergibt. Doch schnell werden die
Jugendlichen wieder zum Spielball der Götter. Die Handlung ist sehr
ereignisreich und es gibt einige unerwartete Wendungen.
Leider ging es mir an eigenen Stellen fast zu schnell, denn
es gibt durchaus emotionale Momente, die aber in der schnellen Aufeinanderfolge
von Ereignissen gar nicht richtig wirken konnten.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht verschiedener
Figuren. Dabei schildert Emilia ihre Passagen aus der Ich-Perspektive, während
die restlichen Figuren in der personalen Sicht gehalten sind. Insgesamt ergibt
sich dadurch ein guter Gesamtüberblick über die Handlung. Teilweise erfährt man
auch bereits, was einzelne Figuren planen und bekommt einen Eindruck von ihren
Gefühlen. Da die Figuren aber nicht immer sofort benannt sind, darf man
manchmal auch erst rätseln, um wen es eigentlich gerade geht.
Mit dem Ende bin ich nicht ganz zufrieden. Solche Ausgänge
liegen mir irgendwie nicht – näher erklären kann ich das an dieser Stelle
natürlich nicht.
Spannende, ereignisreiche Fortsetzung, in die sich
zwar leicht hineinfand, mittendrin aber etwas Schwierigkeiten mit der
Erinnerung hatte, da die Rückblicke sehr knapp gehalten sind. Die vielen Namen
der Götter können einen ebenso durcheinander bringen.

Wanderer. Hüter der Zeit ist kein
Buch, dass man häppchenweise über mehrere Tage ziehen sollte, sondern lieber
schnell aufeinander liest, dann fällt die Zuordnung sicher leichter – am besten
direkt im Anschluss an den ersten Band, um auch alle Details aufzunehmen.

Vielen Dank an den Carlsen-Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

3 thoughts to “Rezension: Wanderer – Hüter der Zeit von Amelie Murmann”

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