[gelesen] Wer wird denn gleich von Liebe sprechen? von Emma Chase

Wer wird denn gleich von Liebe sprechen?
Autor: Emma Chase
erschienen Januar 2015
Verlag: LYX
ISBN: 978-3-8025-9584-4

© LYX

 

Erzählstil überzeugt komplett

Heiß, heißer, Drew… so sieht er sich zumindest selbst. Der erfolgreiche Geschäftsmann zieht jedes Wochenende los, um Frauen aufzureißen. Ernsthafte Gefühle kennt er nicht, bis er eines abends eine Frau trifft, die ihm nicht mehr aus dem Kopf geht. Da der Frauenheld mit seinen Gefühlen gar nicht umgehen kann, entsteht ziemliches Chaos.

Dieses Buch hat mich überzeugt, weil es einfach anders ist, als andere Bücher dieses Genres, die ich bisher gelesen habe.
Drew ist der Ich-Erzähler der Geschichte. Es beginnt damit, dass er fürchterlich leidet. Er ist krank, wie er selbst sagt, richtig weinerlich und gar nicht er selbst. Nachdem seine Schwester bei ihm zuhause reinplatzt, erzählt er ihr seine Geschichte – aber nicht nur ihr, sondern auch dem Leser. Und genau das ist es, was dem Buch besonderen Charme verleiht. Drew spricht den Leser immer wieder an und gibt sein Insiderwissen, wie Männer wirklich ticken, an ihn weiter. Dabei wirkt er nicht immer sympathisch, was ihm allerdings auch bewusst ist – und das macht den selbstverliebten Typen dann schon wieder liebeswert.
Wäre der Beginn nicht – das Wissen, dass er anders sein wird, als er selbst sein früheres Ich darstellt – hätte ich mich aber wohl nur schwer mit ihm anfreunden können.

Die Erzählweise sorgt immer wieder für sehr lustige Momente, weil Drew einfach eine tolle Art hat, die Dinge aus seiner männlichen Sicht zu erklären.
Aber das Buch ist nicht nur witzig. Die Geschichte bietet allerlei verschiedene Emotionen. Dass Drew auch seine erotischen Abenteuer ausführlich schildert, ist wohl nicht weiter überraschend…

Die Handlung ist auf jeden Fall interessant, schon allein weil es spannend zu verfolgen ist, welcher Schachzug Drew als Nächstes einfällt. Was der Geschichte allerdings fehlt, sind große Überraschungen. Im Großen und Ganzen ist der Verlauf relativ vorhersehbar, daher vergebe ich trotz des großes Lesespaßes nur 5 Möhren und keine 5+.

Fazit

Der Erzählstil ist erfrischend. Der Leser wird direkt angesprochen und Drew wirft in seine Lebensgeschichte immer wieder kleine Anekdoten über die Männerwelt ein, sodass der Schürzenjäger, der sich Frauen gegenüber nicht besonders fair verhält, trotzdem insgesamt sehr sympathisch wird. Die Handlung ist interessant, aber nicht überraschend, trotzdem macht es unglaublich Spaß, Drews mal sarkastische, mal witzige, mal traurige Erzählung zu verfolgen.

 

 

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