[gelesen] Arglose Angst, Raum 213 von Amy Crossing

 Arglose Angst
 Raum 213
 Autor: Amy Crossing

 erschienen März 2014
 Verlag: Loewe
 ISBN: 978-3-7855-7872-8


© Loewe

Albtraum im Klassenzimmer

Nachdem Band 1 zurückliegende Ereignisse aus Raum 213
schilderte, sind die Protagonisten dieses Bandes direkt vor Ort. Eine
geheimnisvolle Einladung zu einer Party in dem legendären Raum lockt acht
Teenager in die Falle, darunter Madison, die nur zur Party geht, um dort ihrer
heimlichen Liebe Elijah näher zu kommen. Die Schüler durchleben die schlimmsten
Stunden ihres Lebens. Wie wird der Albtraum enden?

Auch wenn es sich um den zweiten Teil der Raum 213-Reihe
handelt, ist es inhaltlich nicht notwendig, den Vorgänger zu kennen. Die
Geschichten sind in sich abgeschlossen, einzig der Handlungsort bleibt gleich.
Dass es zeitlich nur wenige Jahre auseinander liegen kann, zeigt sich daran,
dass es bei einem Charakter eine Überschneidung gibt: Ein Mädchen, dass im
ersten Band bei einer Begegnung auf dem Schulflur eine winzige Rolle spielt,
ist diesmal mitten im Geschehen.

Ein flüssiger Schreibstil fügt die zwei Erzählperspektiven
zusammen. Ganz kurze Einschübe auf der Ich-Perspektive sorgen für Rätselraten:
Wer will seinen Mitschülern etwas Böses? Ansonsten wird die Handlung in der
dritten Person geschildert, wobei der Fokus klar auf Madison und ihren
Erlebnissen und Gedanken liegt.

Im Vergleich zu Band 1 konnte mich der zweite Teil nicht wirklich
packen. Dies lag vor allem daran, dass diese mysteriöse Grundstimmung nicht
aufkam.

Zwar kann man wieder lange Rätseln, wer der Drahtzieher
hinter den Ereignissen ist und wird auch diesmal auf falsche Fährten gelockt,
aber die Ereignisse im Raum sind sehr übertrieben dargestellt, vor allem da der
Raum an sich weiterhin ein großes Rätsel bleibt.

Auch mit den Charakteren bin ich nicht wirklich warm
geworden, da diese nicht sehr tiefgründig ausgearbeitet sind. Die Annährung
zwischen Madison und ihrem Schwarm Elijah wirkt auf mich künstlich, irgendwie
erzwungen und auch die ganzen Umstände der Party im Klassenzimmer sind höchst
fragwürdig.

Fazit:

Keine neuen Fragen, keinerlei Antworten. Raum 213 bleibt weiterhin ein
Rätsel.
Der Schreibstil ist zwar gewohnt flüssig, richtige Spannung kam bei mir aber
nicht auf. Trotzdem werde ich die Reihe vermutlich weiterlesen, um
herauszufinden, was es mit Raum 213 auf sich hat.

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