[gehört] Kurzrezensionen: Warum haben wir Tomaten auf den Augen? und Die Wunderzwillinge. Der unheimliche Mieter

Warum haben wir Tomaten auf den Augen?

Christian Dreller – 126 Hörminuten- gesprochen von Dominik Freiberger, Ingeborg Wunderlich- Igel Records/Oetinger– August 2013

Warum haben wir Tomaten auf den Augen? Wie kommt es, dass ein Schwein pfeift? Und was hat es damit auf sich, wenn wir nur noch Bahnhof verstehen?
Diese Redewendungen, die für Erwachsene ganz normal sind, können Kinder ganz schön verwirren. In diesem Hörbuch werden die oben erwähnten und noch einige andere Sprichwörter in 16 amüsanten Kurzgeschichten erläutert. So kann man neben dem Schmunzeln oder Lachen auch ganz spielerisch noch ein bisschen was lernen.

Es gibt einige Sprichwörter und Redensarten, die man wie selbstverständlich benutzt, aber wie oft wissen wir eigentlich, woher diese Sprüche kommen beziehungsweise vorauf sie sich ursprünglich bezogen haben? Wir wissen zwar, was sie bedeuten, aber der Ursprung ergibt sich daraus ja nicht immer. So war das Hörbuch auch für mich interessant, da ich bei einigen der Sprichwörter auch nicht wusste, woher sie ursprünglich kommen.
Die Kurzgeschichten sind alle unterschiedlich aufgebaut, mal begleitet man eine Schulklasse, mal eine Familie in ihrem Alltag oder auf dem Weg in die Ferien oder Geschwister, die auf Reisen sind. Dabei ergibt sich dann jeweils einige Situation, in der jemand das Sprichwort sagt und eine Erklärung gesucht wird. Manchmal gibt es dabei kleine Missgeschicke, manchmal auch einfach nur witzige Situationen. Manche Erklärungen empfand ich als etwas schräg, andere hingegen waren wirklich interessant.
Der Erzählstil ist durchweg locker und leicht gehalten, man kann den Geschichten, die alle nur ein paar Minuten lang sind, gut folgen und die Erläuterungen sind auch nicht zu ausschweifend gehalten.
Mir persönlich hat Sprecher Dominik Freiberger ein wenig besser gefallen als Inneborg Wunderlich, was aber wohl mehr Geschmackssache ist. Beide haben sehr stimmungsvoll gelesen und vor allem die humorvollen Stellen sehr schön eingefangen. Kinder werden beim Anhören bestimmt einiges zu Schmunzeln und zu Lachen haben und ganz nebenbei noch ein bisschen was über Redewendungen lernen.

Die Wunderzwillinge 1. Der unheimliche Mieter

Klaus-Peter Wolf – 90 Hörminuten- gesprochen von Karl Menrad- JUMBO– April 2022

Laura und Leonie sind Zwillingsschwestern und gemeinsam ein ziemlich gutes Team, vor allem weil ihre Stärken an unterschiedlichen Stellen liegen. Während Leonie alles andere als auf den Mund gefallen ist und am liebsten in der Gegend rumklettert, denkt Laura gut über die Dinge nach, die sie sagen möchte und verpasst damit manchmal Chancen, sie ist jedoch clever und sehr interessiert an naturwissenschaftlichen Sachen. Als sie den Verdacht hegen, dass ihre alte Nachbarin verschwunden ist, machen die beiden sich auf die Suche nach Hinweisen und Spuren, denn auch einen Verdächtigen haben sie schnell ausgemacht.

Laura und Lenie Wunder sind zwar Zwillingsschwestern, doch ihre Interessen und Stärken sind sehr unterschiedlich. So können sie sich im Alltag oder auch der Schule helfen oder einfach mal ihre Rollen tauschen. Doch sie können auch gut gemeinsam arbeiten, was sie beweisen, als sie nach der möglicherweise verschwundenen Nachbarin Frau Klaphecke suchen und unbedingt herausfinden wollen, was es eigentlich mit dem neuen, unheimlichen Nachbarn auf sich hat. Dabei entwickeln sie immer wieder neue Ideen und Möglichkeiten, um an das gewünschte Ergebnis zu kommen.
Auch ihr Schulalltag wird beleuchtet, bei dem die unterschiedlichen Stärken der Zwillinge zum Tragen kommen. Besonders ihr Sportlehrer ist wirklich fies, hier wäre es eigentlich schön gewesen, wenn sich noch mehr stark gemacht hätten und es nicht nur über „Drohungen“ möglich wäre, den Lehrer mal für einige Momente von seiner fiesen Art abzulenken. Klar gibt es einfach Menschen, die nicht nett sind, wer kennt sie nicht. Deswegen ist es auch realistisch, dass sie in Geschichten auftauchen, aber ggf. könnte man eben trotzdem anders gegen sie vorgehen. Allerdings ist das eher ein Nebenstrang und nicht der Hauptfokus der Story.
Es war insgesamt schon interessant die beiden Schwestern zu begleiten und zu sehen, was sie sich so überlegen und was dabei auch mal schiefgeht. Komplett mitgerissen hat es mich nicht, auch wenn das Hörbuch gut gelesen ist. Trotz des männlichen Sprechers ist es gut möglich, sich in die von den Schwestern dominierte Handlung einzufinden. Ich empfand die Zwillinge auch als gut gesprochen.

Eine nette Geschichte für Zwischendurch, mit ein wenig Chaos und Turbulenzen, kreativen Ideen der Zwillinge, Problemen in der Schule und einer interessanten Suche nach der Nachbarin.


2 Gedanken zu „[gehört] Kurzrezensionen: Warum haben wir Tomaten auf den Augen? und Die Wunderzwillinge. Der unheimliche Mieter“

  1. Huhu Dana,
    du hast hier zwei sehr interessante Kinderbücher vorgestellt. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es spannend ist, manche Sprichwörter aufgeschlüsselt zu bekommen. Oft verwendet man diese Sprüche so ganz nebenbei, aber was bedeuten sie eigentlich wirklich?

    Das zweite Buch hört sich auch sehr unterhaltsam an. Ich verstehe zwar, dass dich der fiese Lehrer gestört hat – bzw. vielmehr die Art, wie mit ihm umgegangen wurde. Allerdings halte ich es auch für realistisch, dass im Leben eben auch Menschen auftauchen, die richtig blöd sind und gegen die man manchmal auch einfach nicht gegenan kommt. Die Zwillinge scheinen ein sehr gut aufeinander eingespieltes Team gewesen zu sein.
    Klingt nach einem sehr abenteuerlichen und unterhaltsamen Kinderbuch :o)

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

    1. Hallo Tanja,
      man macht sich im alltäglichen Sprachgebrauch nur wenig Gedanken über Sprichwörter – so geht es mir auf jeden Fall. Und ich muss auch ehrlich sagen, ich hab mir jetzt auch nicht sofort alle gemerkt 😉 Aber manche waren schon interessant.

      Was die Zwillinge angeht, ich glaube schon, dass es Kindern durchaus noch mehr Spaß machen wird, das Buch zu lesen oder zu hören. Die beiden sind auf jeden Fall ein gutes Team und haben bestimmt noch so einige andere Herausforderungen und Abenteuer gemeistert. Vermutlich werde ich es trotzdem nicht weiter verfolgen, aber ich bin nun auch nicht die angesprochene Zielgruppe 😉
      Liebe Grüße
      Dana

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