[gelesen] Im Zauberbann des Sommermonds von Natalie Luca

Rezensionsexemplar

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Im Zauberbann des Sommermonds
Zauberbann-Saga 3
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Autorin: Natalie Luca
erschienen Juli 2018
Selfpublishing
143 Seiten, eBook
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hier gehts zur Autorenseite
Natalie Luca
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schöne Fortsetzung, es bleibt noch viel offen

Da es sich um den dritten Band handelt, kann meine Rezension kleine Spoiler enthalten! Vorwissen ist zu empfehlen, auch wenn einige wichtige Dinge noch mal aufgegriffen werden.

Die Ereignisse rund um Lykos waren für Ari ein Schock. Verletzt, entsetzt und verzweifelt hält sie an jeder Hoffnung fest, die es möglicherweise noch geben könnte. Doch umso mehr Zeit verstreicht, umso schlechter stehen die Chancen, dass es noch Erfolg geben kann. Und als wäre das alles noch nicht schlimm genug, wachsen die Konflikte zwischen Jägern und Wölfen auf ein explosives Maß an. Die kleinste Situation könnte das Fass zum Überlaufen bringen…

 

Nach dem fiesen Cliffhanger am Ende des zweiten Bandes wollte ich unbedingt wissen, wie es nun weitergeht und ob es noch eine Chance gibt, die Geschehnisse, die so unabwendbar scheinen, aufzuhalten. Dieser Aspekt ist großer Mittelpunk im gesamten dritten Band, was einen nicht wundert, da es Aris Leben beeinflusst und prägt. Noch dazu ist es der Auslöser für neue Streitigkeiten zwischen den verfeindeten Lagern. Die Situation spitzt sich immer weiter zu und man kann sich kaum vorstellen, dass es noch lange möglich sein wird,  erneute Auseinandersetzungen aufzuhalten.

 

Die Geschichte wird wieder aus der Ich-Perspektive von Ari erzählt. Dadurch ist man nah am Geschehen rund um die junge Protagonistin und bekommt intensiv mit, wie aufgewühlt sie durch all die unerwarteten Ereignisse der letzten Monate ist. Obwohl alles so neu ist und sie niemals vermutet hätte, was da auf sie zukommt, wenn sie zu ihrem Großvater zieht, so schlägt sie sich doch langsam immer besser. Besonders gut gefällt mir, dass sie versucht, sich selbst treu zu bleiben, aber nicht nur an die anderen denkt. Ihr ist auch wichtig, was sie denkt und fühlt und dafür steht sie ein, auch wenn es gegen die Regeln und Vorschriften verstößt. Dadurch wirkt sie auf mich immer sehr authentisch und selbst wenn man manchmal denkt, man könnte einiges auch anders angehen oder anders reagieren, so darf man auch nie vergessen, wie jung sie noch ist und wie erwachsen sie da schon sein muss, bei all dem Streit und den Problemen um sie herum. Teilweise ist ihre etwas naive Herangehensweise auch sehr erfrischend und für die mürrischen Erwachsenen ein Wachrüttler.

Die Fronten sind sehr verhärtet und alles wirkt festgefahren. Nur Ari, die eben nicht in Neuwald aufgewachsen ist, geht an viele Dinge anders heran und kann sich Lösungen vorstellen, die für alle undenkbar scheinen, da sie befürchten, ihr „Gesicht“ dabei zu verlieren.

Im Verlauf der Geschichte werden die Beziehungen zwischen den Figuren noch mal aufgegriffen, so dass man bei der komplexen Personenkonstellation nie den Überblick verliert und gut zuordnen kann, wer zu wem gehört, wer welche Absichten und Ziele hat und wer vielleicht noch eine Hilfe werden könnte. Auch einige Geschehnisse aus den ersten beiden Büchern werden noch mal angerissen, da sie wichtig sind für die Zusammenhänge und Entwicklungen. So sollte man sich in der Geschichte auch gut zurecht finden, wenn das Lesen der anderen beiden Bücher schon eine Weile zurück liegt.

 

Der Schreibstil ist sehr angenehm und ich habe mich von Beginn an gut mitgenommen gefühlt in der Handlung. Umso weiter das Buch voranschreitet, umso aussichtloser und gleichzeitig spannender werden die Entwicklungen. Am Ende des dritten Bandes ist einiges passiert, Wendungen und ungeahnte Möglichkeiten bringen Überraschungen mit sich und lassen einen auf der einen Seite aufgewühlt, auf der anderen Seite aber auch zufrieden zurück. Es ist deutlich geworden, dass noch immer ein langer Weg vor den Charakteren liegt und es wohl nicht möglich sein wird, die Streitigkeiten und egoistischen Wünsche schnell aus der Welt zu schaffen. Auch für die persönliche Entwicklung einiger Figuren steht ein sehr steiniger Weg an, auf dem viel geschehen kann. Ich bin wirklich neugierig, wie es jetzt weitergeht und ob sich einige meiner Gedanken und Hoffnungen erfüllen werden.

 

Fazit

Ein sehr schöner dritter Band, der den gemeinen Cliffhanger des vorherigen Buches im Laufe der Geschichte auflöst – auf eine Weise, die ich so nicht erwartet hätte. Trotz der Puzzleteile, die an ihren Platz fallen, bleiben viele Dinge ungelöst und die Streitigkeiten zwischen den Lagern liefern neue Herausforderungen, die im nächsten Band unter Kontrolle gebracht werden müssen, damit es nicht doch noch eskaliert. Auch auf die persönlichen Entwicklungen der Protagonisten bin ich sehr gespannt.

Ich danke der Autorin für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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