![]() ©arsEdition | Der Zauber der Schokomagie Schokomagie 4 . Mareike Allnoch erschienen im April 2026 272 Seiten . hier geht’s zum Verlag → arsEdition . |
viel Schokochaos, wenig Spannung
Achtung: vierter Band! Da in den vorausgegangenen Bänden bereits einiges passiert ist, ist es sicher sinnvoll, die Reihe von Beginn an zu lesen und nicht mitten drin einzusteigen. Sollte man es doch versuchen, werden die Rückblicke auf die wichtigsten Ereignisse sicher dabei helfen, dass man dennoch einen Einstieg findet. Auch einige Entwicklungen zu den Figuren würden einem natürlich fehlen. Meine Rezension kann kleine Spoiler in Bezug auf die anderen Bücher enthalten.
Mila hat sich inzwischen gut mit ihren Fähigkeiten arrangiert und wird auch immer besser im Umgang mit ihnen. Doch dann sind sie plötzlich weg und sie weiß gar nicht, wie sie damit umgehen soll. Einen Kakao trinken oder Schokolade riechen und nichts passiert? Auf der einen Seite kann das natürlich eine Erleichterung für die Sinne sein, doch Mila vermisst ihre Fähigkeit auch. Hinzu kommt noch, dass plötzlich ihre Freunde, die zuvor keine Magie besaßen, Visionen bekommen. Ein ziemliches Chaos, das schnell gelöst werden muss, doch der Weg dahin bietet noch weitere Stolpersteine.
Der Aufbau dieses Bandes ist sehr ähnlich zu den vorherigen. Mila ist mit ihrer besten Freundin wieder zu Besuch in Frankreich, gemeinsam wollen sie noch mehr von der Stadt kennenlernen, aber natürlich auch noch mehr über die Schokomagie erfahren, auch wenn nur Mila die Fähigkeit besitzt. Zusätzlich gibt es natürlich auch wieder Zeit mit Milas Freund Lou, dem Sohn des französischen Präsidenten, was den Mädchen wieder einen sehr exklusiven Aufenthalt in Paris ermöglicht.
Da Mila das Chaos anzuziehen scheint, geht wieder einiges schief und die Freunde müssen mit der Hilfe von Cem, dem Personenschützer von Lou, dem Präsidenten und Lous Großvater eine Lösung finden, alles wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Dabei sammelt jede Figur so seine eigenen Erfahrungen mit der neuen Situation. Für einige Aspekte schafft das Chaos eine neuen Blickwinkel, schafft mehr Verständnis und Zufriedenheit mit sich selbst. In gewisser Weise findet also schon auch eine Entwicklung bei den Charakteren statt.
Insgessamt muss ich allerdings sagen, konnte mich die Handlung nicht so richtig mitreißen. Vermutlich hat sich für mich das immer gleiche Konzept nun auch ein wenig „abgenutzt“. Für die Altersgruppe, für die die Reihe eigentlich gedacht ist, kann das aber natürlich ganz anders aussehen. Ich finde es etwas schade, dass Mila weiterhin gefühlt nur für Chaos steht und von einem Missgeschick ins nächste stolpert. Sicherlich haben manche einfach irgendwie eine Veranlagung dafür, dass Dinge schief gehen oder sie über manches vielleicht nicht genug nachdenken. Aus meiner Sicht wäre es aber viel cooler, wenn mal aus einem anderen Grund eine Herausforderung auf die Charaktere zukommen würde, Mila weiter an ihren Fähigkeiten wachsen würde und dabei vielleicht auch mal was Großartiges entsteht, was möglicherweise ja trotzdem auch Schwierigkeiten, Neider oder irgendwas anderes mit sich bringt, was dann aufgelöst werden muss.
Erst auf den letzten Seiten des Bandes wurde es dann noch mal etwas turbulenter und es kam ein wenig Spannung auf. Zuvor plätscherte es für mich leider eher so dahin.
Es gibt zur Schokomagie und den Möglichkeiten im Buch einige neue Aspekte, was mir wieder gut gefallen hat. So erfährt man Stück für Stück mehr über die Fähigkeiten und wie die Duftseher mit ihren Gaben umgehen. Je nachdem, wie lange sie schon mit ihren Fähigkeiten arbeiten, haben sie dabei unterschiedliches Wissen und verschiedene Erfahrungen, die sie weitergeben können.
Fazit
Aus meiner Sicht der schwächste Band der Reihe, in dem zwar wieder viel Chaos aufkommt, mich konnte die Handlung aber nicht so gut mitnehmen. Lange Zeit plätscherte es eher so dahin, auch wenn die Figuren mit der neuen Situation so ihre Probleme haben und versuchen, einen Weg zu finden, damit umzugehen. Erst am Ende kommt dann etwas mehr Spannung auf, allerdings auch nur kurz, da die aufkommenden Hürden dann doch sehr schnell überwunden werden.





