[gehört] Das Leben ist (k)ein Wunschkonzert von Sabine Bohlmann

 

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Das Leben ist (k)ein Wunschkonzert
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Sabine Bohlmann
gesprochen von Sabine Bohlmann
erschienen August 2015
ungekürzte Lesung: 207 Minuten
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Thienemann-Esslinger
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 schönes Kinderbuch

Für Rosalie ist in der neuen Stadt gar nicht so viel wunderbar, wie ihre Mama das gern hätte. Sie findet weder die neue Wohnung mit den Holzböden und all den anderen Dingen „ganz wunderbar“, noch ist es in der Schule so „wunderbar“ wie sie behauptet, um ihre Mama nicht traurig zu machen. Für die Neunjährige ist der Umzug in die Großstadt eine Herausforderung und sie muss sich mit vielen Dingen erst mal neu arrangieren. Immer wieder gehen Sachen schief, aber es gibt mit der Zeit auch Dinge, die sich wirklich ganz wunderbar entwickeln. Und auch wenn das Leben kein Wunschkonzert ist, so darf man trotzdem Wünsche haben und daran arbeiten, dass diese wahr werden…

Zu Beginn der Geschichte spürt man deutlich, dass die kleine Rosalie nicht besonders glücklich mit ihrer aktuellen Situation ist. Und doch hat sie ein Gespür dafür, dass auch für ihre Mama gerade manches nicht ganz leicht ist und sie versucht, es nicht noch schwieriger für sie zu machen. Manchmal läuft es aber eben einfach nicht so richtig und nicht jedes Chaos lässt sich abwenden. Da ist es dann schön, wenn man unerwartete Hilfe oder Gesellschaft bekommt und doch gar nicht mehr alles so schlimm ist, wie es zunächst schien.

Die Geschichte ist geprägt von zauberhaften Momenten, schönen Botschaften, Augenblicken zum Schmunzeln, viel Wärme und der Kraft der Wünsche. Denn auch wenn Rosalie weiß, dass das Leben kein Wunschkonzert ist – schließlich hat sie da soft genug gehört – schickt sie eben doch eine Wunschrakete los, mit ihren drei dringendsten Wünschen: einen Hund, eine Freundin und einen Papa. Um dafür zu sorgen, dass ihre Wünsche auch wahr werden, unternimmt Rosalie verschiedene Dinge – schließlich sagt ja niemand, dass man dem Glück nicht etwas nachhelfen kann? 😉 Ich mochte die Entwicklungen in der Geschichte sehr gern. Es war schön zuzuhören und zu sehen, wie sich alles entwickelt, was gut gelingt und wo dann doch mal was schief geht. Rosalie ist ein aufgewecktes Mädchen und ihre Schlüsse, die sie aus den Ereignissen zieht, haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.
Unterstützend kommt hinzu, dass die Autorin die Geschichte selbst spricht. Damit ist garantiert, dass die Dialoge genauso ablaufen, wie sie gemeint warten, die Zwischentöne stimmen und auch sonst die Atmosphäre der Handlung passend umgesetzt wird. Ich empfand das Hörbuch als sehr ausdrucksstark, lebendig und mitnehmend gelesen. Die Figuren waren alle sehr gut voneinander zu unterscheiden und die Eigenarten von ihnen wurden toll rausgearbeitet.

Ein schönes Kinderbuch mit witzigen und warmherzigen Augenblicken, das auch mir viel Spaß gemacht hat.


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