[gelesen] The Surf House von Lucy Clarke

Rezensionsexemplar

© dtv
The Surf House
Du bist im Paradies. Doch das Paradies ist tödlich.
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Lucy Clarke
erschienen im März 2025
432 Seiten
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dtv

mäßig thrillerisch

Bea reist für einen Modeljob nach Marokko. Da dieser sie nicht glücklich macht, flüchtet sie kurzerhand und wird direkt überfallen. Ohne Geld und Pass sitzt sie erst mal in dem fremden Land fest. Sie bekommt Hilfe, eine Unterkunft und einen Job. Bea lernt das Land und das Meer kennen und lieben. Als in der Pension, in der sie aushilft, ein Mann auftaucht, der nach seiner verschwundenen Schwester sucht, bietet Bea ihre Hilfe an. Doch je mehr sie nachforscht, desto mysteriöser werden die Umstände.

Den Handlungsort empfand ich als ungewöhnlich, zumindest habe ich noch nicht viele Geschichten gelesen, die in Afrika spielen. Ich mochte die Stimmung, die in dem ruhigen Küstenort herrscht und die vielen Beschreibungen vom Meeresrauschen, total gern.

Die Story konnte mich insgesamt gut unterhalten, hätte aber gern etwas mehr Tempo und Spannung haben dürfen. Nach dem dramatischen Beginn gibt es viel ruhigen Alltag. Bea lässt sich treiben und nimmt jeden Tag, wie er kommt. Sie nimmt die Leser:innen mit in ihr neues Leben und die Stimmung, die sie umgibt. Sie unternimmt keine Anstalten, das Land wieder zu verlassen. Ihre Angst nach einem schlimmen Erlebnis hält sie berechtigterweise zurück, etwas zu unternehmen. Allerdings scheint sie auch diese Situation nur in wenigen Momenten wirklich zu beunruhigen.

Als ein Gast seine verschwundene Schwester sucht, wird Bea neugierig. Zudem kann sie einen Teil ihrer eigenen Probleme lösen, wenn sie für ihn ein wenig nachforscht. Dabei stößt sie auf einige Dinge, die nicht zusammenpassen.

Neben dem Erzählstrang aus der Gegenwart, der aus der personalen Sicht von Bea geschildert wird, gibt es Rückblicke auf die verschwundene Frau, die ihre Geschichte Stück für Stück zusammensetzen.

Je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr spitzen sich die Ereignisse zu. Es gibt immer neue Spuren und falsche Wendungen, bevor in einem ereignisreichen Finale alle Fäden zusammenlaufen. Ich habe die Auflösung nicht kommen sehen.

Fazit

Ich liebe das Küstensetting. Die Handlung ist über weite Strecken ruhig, fast schon langatmig, bietet aber im letzten Drittel einige unerwartete Erkenntnisse, die die Spannung enorm steigern.

Ich danke dem Verlag und netgalley für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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