[gehört|Kurzrezension] Taxi, Tod und Teufel – Schweigegeld mit Inselblick von Lena Karmann

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Taxi, Tod und Teufel – Schweigegeld mit Inselblick
Mord auf Friesisch (Band 2)
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Lena Karmann
gesprochen von Elena Wilms
erschienen November 2022
ungekürzte Lesung: 272 Minuten
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Lübbe Audio
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Cosy Crime mit Inselflaire

Es ist zwar der zweite Band, ich denke aber, man könnte der Handlung auch ohne Vorwissen folgen. Die Fälle sind jeweils abgeschlossen, aber man kennt die Figuren natürlich bereits aus dem Auftakt der Reihe und hat mehr Bezug zu ihnen und ihren Beziehungen zueinander, wenn man Buch eins auch kennt. Hin und wieder werden auch ein paar Zusammenhänge und Rückblicke aus dem ersten Band mit eingeflochten, so dass man den Entwicklungen gut folgen kann.

Eine unbequeme Sitzbank führt dazu, dass James in Sarahs Taxi ein Geldpaket mit 50.000Euro findet. Doch wem gehört das Geld? Wer hat es dort positioniert und wird derjenige kommen, um es sich wiederzuholen?
So viel Geld lässt man nicht zufällig zurück, das stellen auch Sarah und die anderen schnell fest, denn wer auch immer die Scheine dort zurückgelassen hat, kommt zurück, um nach dem Bargeld zu suchen. Nach und nach verdichten sich dann die Verdachtsmomente und Hinweise, bis die kleine, private Hobby-Ermittlergruppe alle Puzzleteile zusammen hat. Im Gegensatz zum ersten Buch wird hier aber die Polizei dann doch mal ein wenig mit einbezogen.
Die Dynamik zwischen den Charakteren hat mir wieder ganz gut gefallen, das ist ähnlich wie im Auftakt. Was allerdings mehr war oder mir mehr aufgefallen ist, ist dass James Muttersprache mehr eine Rolle spielte. An sich natürlich nachvollziehbar, wenn man nicht gebürtig aus Deutschland kommt, dass man hin und wieder mal was nicht versteht, besonders wenn es dann noch lokalere Ausdrücke sind. Ich empfand es teilweise aber trotzdem als irritierend, weil ich das aus dem ersten Buch irgendwie nicht so abgespeichert hatte, dass es häufiger enthalten war und für mich nun eher wirkte, als brauchte man noch was „Neues“ was man einbinden kann.
Auch wenn die Charaktere dieses Mal direkter von den Ereignissen betroffen sind, bleibt der locker-leichte Stil in der Geschichte erhalten. Die Entwicklungen überschlagen sich jetzt nicht unbedingt, die Lage spitzt sich im Verlauf dann aber schon ein wenig zu. Zwischendurch gab es Augenblicke zum Schmunzeln und man lernt auch die Protagonisten und den Schauplatz noch ein wenig mehr kennen.

Für zwischendurch eine ganz nette Cosy-Crime-Reihe, die mich jetzt nicht total begeistert, die man aber gut hören kann. Manchmal trifft der Humor meinen Nerv, manchmal nicht. Ich mag aber, dass die Eigenarten der Ostfriesen bzw. Ausdrücke der Region mit eingebunden sind, das nimmt einen gut mit. Die Charaktere sind insgesamt sympathisch, bekommen aber noch nicht so wahnsinnig viel Tiefe. Der Fall war dieses Mal etwas persönlicher, es gab kleine Spannungsmomente, das Tempo war aber nicht so sehr hoch im Handlungsverlauf.

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