[gelesen] The Lilac Society 1. Das versteinerte Zepter von Natalie Luca

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Das versteinerte Zepter
The Lilac Society 1
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Autorin: Natalie Luca
erschienen April 2022
Selfpublishing
268 Seiten
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Natalie Luca
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toller Auftakt, interessante Ideen, noch viele offene Fragen

Violette Sternenhimmel wünscht sich schon ihr gesamtes Leben lang normaler zu sein – eine normalere Haar- und Augenfarbe, nicht so blasse Haut … Egal wohin sie kommt, sie fällt sofort auf und selbst mit den Versuchen diese Dinge zu vertuschen, hat sie nur teilweise Erfolg. Als ein neuer Mitschüler in ihre Klasse kommt, steht sie erneut im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit -seiner Aufmerksamkeit- allerdings auf eine andere Weise als bisher. Denn der Unbekannte, der genauso auffällige Haare hat wie Violetta, betrachtet sie interessiert, nicht spöttisch oder abwertend. Mit den Veränderungen, die dann Schlag auf Schlag in ihrem Leben Einzug halten, hätte Violetta allerdings niemals gerechnet.

Mir hat der Auftakt der neuen Jugendbuchreihe von Natalie Luca gut gefallen. Ich fühlte mich von Beginn an mitgenommen und war beim Lesen mindestens genauso neugierig wie die Protagonistin auf all ihre berechtigten Fragen eine Antwort zu bekommen. Ich hoffe, auf einige der Dinge wird man im Verlauf der Reihe dann auch wirklich noch ein paar Antworten bekommen, alles wurde Violetta nämlich noch nicht erklärt. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, es hat Spaß gemacht die Charaktere zu begleiten und im Verlauf einiges mehr über sie und ihre Besonderheiten zu erfahren. Auch die Idee der Lilac Society und allem was dazu gehört, fand ich sehr interessant. Es war spannend zu verfolgen, wie Via nach und nach mehr herausfindet, wie lange es die Society schon gibt und auch ein paar Einblicke zu erhalten, was in der Vergangenheit schon so vorgefallen ist. Damit bekommt man schon ein Gefühl dafür, dass das alles noch viel größer ist, als es zunächst scheint.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin, die von ihren Freunden meistens nur Via genannt wird, geschildert, wodurch man die Siebzehnjährige gut kennenlernen und intensive Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhalten kann. Durch die schneeweißen Haare und ihre violetten Augen ist die Schülerin schon immer aufgefallen und musste sich regelmäßig abwertende Sprüche anhören. Und auch ihre Versuche ihre markanten Merkmale zu überdecken, hat nur bedingt Erfolg gezeigt. Gemeinsam mit Trudi und Paul, ihre einzigen guten Freunde, meistert sie den Schulalltag und verbringt auch den Großteil ihrer Freizeit mit ihnen. Bis Leo kommt.
Für Violetta ändert sich von einen Tag auf den anderen alles, kaum verwunderlich, dass sie zunächst nicht glaubt, was Leo von Dunkelstein ihr erzählt. Doch schnell kann sie sich nicht mehr vor den Dingen verschließen, die um sie herum passieren und so beginnt sie Fragen zu stellen. Und so erfahren auch die Leser Stück für Stück mehr über die Lilac Society, deren Aufgaben und Möglichkeiten. Zwischendurch hätte es für mich gern schneller Informationen geben können. Auch wenn ich verstehe, dass Via Zeit braucht, das alles zu verarbeiten und die Familie von Dunkelstein nicht alles preisgeben darf, solange Violetta kein Mitglied ist, ist es für sie dadurch auch nicht unbedingt leicht, notwendige Entscheidungen zu treffen, wenn ihr gewisse Dinge nur sehr widerwillig oder spät offenbart werden. Insgesamt mochte ich aber die Entwicklungen und wie sich nach und nach mehr aufbaut, die Handlung komplexer wird und erste Hindernisse und Probleme auftauchen. Auch die Dynamik zwischen Leo und Via mochte ich gern. In einigen Punkten haben sie sehr unterschiedliche Ansichten, necken sich aber auch mal und bauen mit der Zeit eine ganz gute Verbindung zueinander auf.

Der Mischung aus ruhigeren Passagen, den spannenden und turbulenteren Momenten, den vielen Fragen, auf die es zum Teil ja auch Antworten gab, dem Kennenlernen der Figuren, den schön angelegten Dialogen und dem Fantasyanteil hat mir insgesamt gut gefallen. Die Enthüllung am Ende kam für mich zwar nicht überraschend, aber es macht auf jeden Fall neugierig auf den weiteren Verlauf und die Entwicklungen, die Via bevorstehen.

Fazit

Ein schöner, neugierig machender Auftakt, der einiges an Fragen zurücklässt- sowohl bei Via, als auch bei mir als Leserin. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung und hoffe im Verlauf der Reihe dann noch mehr über die Society und all die Dinge zu erfahren, die Via bisher noch verschwiegen wurden. Und auch Via wird sicher noch einiges lernen und sich weiter entwickeln müssen. Der angenehme Schreibstil und die gelungene Mischung der verschiedenen Handlungselemente hat das Buch interessant und flüssig zu lesen gemacht.

2 Gedanken zu „[gelesen] The Lilac Society 1. Das versteinerte Zepter von Natalie Luca“

  1. Hallo liebe Dana 🙂

    Ich muss zugeben, dass mir der Titel rein gar nichts sagt und ich nur durch das hübsche Cover neugierig geworden bin. Deine Rezension klingt aber auch so, als sollte man dem Buch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit als nur einen flüchtigen Blick widmen. Hoffentlich gefällt dir die Fortsetzung der Reihe wieder genauso gut – ich bin auf jeden Fall auf deine Rezension gespannt 😉

    Liebe Grüße
    Lisa von Prettytigers Bücherregal (Blog & Instagram)

    1. Hallo Lisa,
      ich mag die Bücher von Natalie Luca sehr gern. Mir gefällt ihr Stil, auch wenn es hier und da eben auch mal vorhersehbar ist oder man sich zwischendurch etwas mehr Informationen oder Tiefe wünscht. Aber bei einem Reihenauftakt darf natürlich auch noch was offen bleiben. Ich fühle mich von ihr auf jeden Fall immer gut mitgenommen. Die Fortsetzung werde ich auf jeden Fall lesen und dann berichten 😉
      Liebe Grüße
      Dana

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