[gelesen] Jericho March 3. Mörderjagd auf Skye von Leann Porter

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Mörderjagd auf Skye

Jericho March 3
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Autorin: Leann Porter
erschienen Januar 2020
Selfpublishing
100 Seiten
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Leann Porter
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gelungene Fortsetzung

Achtung: dritter Band! Meine Rezension enthält kleine Spoiler in Bezug auf die Vorgänger! Vorwissen zum Lesen der Serienfortsetzung nötig.

Eigentlich hat Jericho nur ein Ziel: endlich den Mörder seiner Schwester zu finden. Aufgrund der jüngsten Ereignisse hat sich sein Ziel noch erweitert, denn auch sein bester Freund ist einem Mörder zum Opfer gefallen. Doch seine Ermittlungen werden von verschiedenen Seiten sehr erschwert. Zum einen steht er selbst unter Mordverdacht und kann daher nicht frei herumlaufen und andere befragen, wie es nötig wäre, um Hinweise und Spuren zu finden, zum anderen gibt es da noch so einen Incubus, der ihn mehr beschäftigt, als es dem Dämonenjäger lieb ist.

Es hat mir wieder viel Spaß gemacht mit Islay und Jericho unterwegs zu sein. Wie auch im Auftakt der Serie begleitet man hier wieder Jericho, den düsteren, oft mürrischen Dämonenjäger, mit dem man es sich besser nicht verscherzen sollte. Obwohl seine Vorgehensweisen nicht immer auf Zuspruch stoßen und er öfter aneckt, finde ich, er ist ein toller Protagonist, vermutlich auch gerade weil er nicht so gewöhnlich ist. Er geht seinen Weg, muss aber immer wieder feststellen, dass er ohne Hilfe von anderen nicht weiter kommt oder dass es ihm von Nutzen sein kann, die Fähigkeiten von anderen optimal einzusetzen, um mehr zu erfahren, als es ihm selbst mit seiner teilweise unkonventionellen Art möglich wäre. So kommt es dann auch, dass er mehr mit Islay zusammen arbeitet und Zeit verbringt, als er eigentlich geplant hatte. Denn obwohl man spürt, dass der junge Mann ihn nicht kalt lässt, ist es eben genau das, was Jericho um jeden Preis vermeiden will, auch aufgrund der Herkunft von Islay. Doch die Entschlossenheit des Dämonenjägers gerät immer mehr ins Wanken und er muss erschrocken feststellen, wie wichtig ihm Islay geworden ist, obwohl er doch zu seinen selbsternannten Feinden gehört. Das dürfte definitiv noch spannend werden mit den beiden

Ich mag die Entwicklungen zwischen ihnen auf jeden Fall sehr gern. Es wirkt authentisch und nicht künstlich dramatisiert. Die Situation zwischen den beiden ist nicht ganz einfach, sie necken sich, bringen sich auch manchmal zum ausrasten, sie sagen Dinge, die ihnen hinterher leidtun oder leidtun sollten, aber sie wissen einander eben auch zu nehmen. Und die etwas kompliziertere Lage macht es eben auch zusätzlich spannend und schön zu lesen.
Der Schreibstil von Leann Porter ist wieder sehr leichtgängig und mitnehmend. Hin und wieder gibt es kleine Hinweise auf die vorausgegangenen Geschehnisse, diese sind jedoch nicht zu umfangreich gehalten. Aber einige der aktuellen Entwicklungen beziehen sich auch auf die Dinge, die vorher passiert sind.
In einem der Mordfälle kommt man jetzt auch ein großes Stück weiter und es gibt neue Informationen, die auch für die anderen Ermittlungen wichtig sein könnten. Gut gefallen hat mir auch, wie andere Dinge in die Handlung mit eingebunden werden, wie der Besuch bei den Shellycoats. So hat man noch mehr Kontakt zu Anderweltlern, ohne dass sie von der Haupthandlung ablenken würden. Umso weiter man im Buch voranschreitet, umso turbulenter werden die Ereignisse und es wird zum Ende hin ziemlich gefährlich. Der Abschluss ist dann auch so gewählt, dass man bei dem Cliffhanger gleich weiterlesen möchte, um zu erfahren, was als nächstes passieren wird.

Fazit

Ein toller dritter Band, der wieder spannend und flüssig zu lesen war. Ich mag die Kombination der beiden Protagonisten, die schon für sich für eine tolle Dynamik und einige interessante Entwicklungen sorgen. Doch auch darüber hinaus geht das Geschehen voran, man erfährt mehr von den Verstrickungen und möglichen Drahtziehern, was neugierig darauf macht, wie es weitergehen wird.

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