[gelesen] Bad Bachelor von Stefanie London

Rezensionsexemplar

© Forever

Bad Bachelor

Bad Bachelors 1
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Autorin: Stefanie London
erschienen Januar 2019
304 Seiten
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Forever

tiefgründiger als erwartet

In New York gibt es eine neue App, um Single-Männer nach einem Date zu bewerten. Als der schlechteste Fang überhaupt wird Reed dargestellt, der Frauen nur ausnutzen und abweisen würde. Viel zu lange lässt Reed den Gerüchten seinen Lauf.
Derweil soll der PR-Berater Darcy dabei helfen, Spenden für ihre Biblithek zu sammeln. Natürlich weiß Darcy, mit wem sie es zu tun hat und ist nicht gerade begeistert. Wie soll jemand, der seinen eigenen Ruf nicht im Griff hat, ihrer Bibliothek helfen? Doch da sie das Geld dringend benötigt, stimmt sie der Zusammenarbeit zu und lernt Reed dabei näher kennen. Den echten Reed, nicht den Band Boy, als der er dargestellt wird…

Medien bestimmen unser Leben – warum also nicht beim Dating? Eine App, um Date-Partner zu bewerten, klingt dabei doch ziemlich hilfreich, oder? Tja, oder auch nicht. Ich finde die Vorstellung eher gruselig, schließlich kann niemand voraussagen, ob die Chemie zwischen zwei Menschen stimmen könnte. Was für Erwartungen und Vorurteile dabei schon im Vorfeld gebildet werden… Und wer garantiert eigentlich den Wahrheitsgehalt all dieser Einträge? Genau vor diesem Problem steht auch Reed McMahon, der in der App den Rang des absoluten Bad Bachelors inne hat. Dutzende Frauen melden sich, die Reed als kalt oder skrupellos darstellen. Zunächst ist Reed diese App egal, er steht dazu, dass er gern One-Night-Stands hat und sucht keine Frau für eine Beziehung. Doch als Geschäftskontakte darauf aufmerksam werden und Frauen sich über seine Arbeitsweisen auslassen, wird es problematisch.

Darcy weiß bereits bei ihrer ersten persönlichen Begegnung, wer Reed ist – denn sie kennt all die App-Einträge über ihn und packt ihn entsprechend sofort in diese Schublade. So fällt es ihr schwer, dieses Wissen bei ihrer Geschäftsbeziehung auszublenden. Immer wieder stichelt sie gegen Reed, was zu zahlreichen bissigen – witzigen – Wortgefechten führt.

Je länger Darcy mit Reed zusammenarbeitet, desto mehr Einblicke bekommt sie in sein Wesen. Auch das ein oder andere private Detail schnappt sie auf, das so gar nicht zu ihrem Bild des Bad Bachelors passen will. Dadurch bekommt die Geschichte sehr viele emotionale Facetten und eine gewisse Tiefe.

Das Zusammenspiel beider Figuren ist toll zu verfolgen. Anfangs hat Darcy kaum ein gutes Wort für Reed übrig – der hingegen mag gerade ihre biestige Art sehr. Es entwickelt sich eine Art Freundschaft, die beide aber plötzlich vor gewisse Probleme stellt – schließlich haben sie einen gewissen Ruf zu wahren und ein gemeinsames Projekt zu bewältigen.
Während Darcy einfach Darcy ist, zeigt gerade Reed sehr unterschiedliche Seiten von sich, die ihn zu einem spannenden Charakter machen.

Die Handlung bietet viele Emotionen und ein paar kleine Überraschungen. Schließlich gilt es ja auch noch das Rätsel um den Ursprung der App zu lösen. Allerdings bleiben diesbezüglich für mich noch ein paar Fragen offen.

Fazit

Eine Dating-App sorgt für Furore. Jeder kennt Reed und jeder hat eine Meinung über ihn. Doch je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr Seiten von Reed zeigen sich. Die Handlung entwickelt sich viel facettenreicher, als der Klappentext vermuten lässt. Die erwartete Liebesgeschichte gibt es zwar auch, diese macht aber aufgrund  bissiger Wortgefechte und prickelnder Erotik jede Menge Spaß.

Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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