[gelesen]Seelenmagie 4. Am Abgrund von Alana Falk

Rezensionsexemplar

© bookshouse
Am Abgrund
Seelenmagie 4
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Autorin: Alana Falk
erschienen Mai 2017
502 Seiten
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stimmiger Abschlussband mit vielen unerwarteten Wendungen

Achtung: 4. Band. Inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern vorhanden

Leider habe ich viel zu lange gewartet (ich weiß nicht mal, warum?!), den Abschlussband der Seelenmagie-Reihe zu lesen. Umso dankbarer war ich für das sehr ausführliche „was bisher geschah“-Kapitel zu Beginn des Buches. Obwohl ich dadurch die wichtigsten Details wieder parat hatte, hatte ich dennoch ein paar Probleme alle Andeutungen auf die vergangenen Ereignisse zu verstehen.
Der Handlungsverlauf ist immer wieder überraschend. Da einige Figuren ihre wahren Absichten verbergen und jeder irgendein Geheimnis hütet, gibt es etliche Dinge, die nun erst ans Leicht kommen. Dabei erscheinen teilweise auch Ereignisse aus den vorherigen Bänden in ganz neuem Licht – dafür wären detailliertere Erinnerungen dann recht hilfreich gewesen, um die tatsächlichen Geschehnisse mit den neuen Erkenntnissen in Verbindung zu setzen.

Ansonsten habe ich mich aber recht schnell wieder in die Geschichte hineingefunden.
Von dem letzten Band hatte ich noch im Kopf, dass ich Cays bevormundendes Verhalten echt anstrengend fand, dies war nun allerdings nicht so. Beide waren mir durchweg sympathisch und ihre verzwickte Situation sorgt dafür, dass man eigentlich nur mit ihnen mitfiebern kann. Lena und Cay leiden beide unter der Situation und suchen verzweifelt nach einem Ausweg. Dabei sind sie teilweise auf eigene Faust unterwegs, teilweise forschen sie gemeinsam nach Lösungen und gehen Hinweisen nach.
Dabei werden die Ereignisse, wie auch schon zuvor, abwechselnd aus der personalen Sicht der beiden Hauptfiguren geschildert. Der Schreibstil ist gewohnt bildhaft und flüssig.

Streckenweise hätte das Tempo vielleicht etwas höhern sein dürfen, der Abschlussband ist schon ziemlich lang, andererseits passiert aber insgesamt auch wirklich viel, sodass das Buch an keiner Stelle tatsächlich langweilig wird. Immer wieder überraschen einzelne Figuren durch unerwartete Handlungen oder die Aufdeckung überraschender Beweggründe. Immer, wenn man glaubt, jemanden durchschaut zu haben, kommt es definitiv nochmal ganz anders.
Zum Ende hin nimmt die Dramatik deutlich zu, wodurch die Geschichte immer emotionaler wird.
Letztlich bleiben eigentlich keine Fragen offen.

Fazit

Ein stimmiger Abschlussband, der mich lange in die Irre geführt hat, weil der Ausgang nicht vorhersehbar war und auch die Absichten vieler Figuren immer wieder infrage gestellt werden mussten. Besonders das Ende überzeugt mit dramatischen und emotionalen Ereignissen, die alle offenen Fragen klären.

 

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