Rezension: Veronika Rothe – Hidden Hero – Maskierte Gefahr

 ©Dark Diamonds

Maskierte Gefahr
Hidden Hero 2

Autorin: Veronika Rothe
erschienen Juni 2017
Verlag: Dark Diamonds
ISBN:   978-3-646-30048-2
interessante Grundhandlung, schwierige Protagonistin

Da es sich um eine Fortsetzung handelt, kann meine
Rezension kleine Spoiler in Bezug auf den ersten Band enthalten. Man sollte
besser Vorwissen mitbringen, da die Rückblenden eventuell nicht ganz
ausreichen, um alle Zusammenhänge parat zu haben und fließend in den zweiten
Band einsteigen zu können.
Die Welt der Superhelden steht Kopf. Immer mehr
Bedrohungen, Verräter und Geheimnisse tun sich auf. Kaum scheint eine Schlacht
gewonnen, bricht an der nächsten Ecke das Chaos aus. Lily und Chris haben alle
Hände voll zu tun und ganz nebenbei versuchen sie noch, ihr Privatleben
irgendwie etwas zu ordnen. Keine leichte Aufgabe – auch nicht mit Superkräften.

Nach einem kleinen Einstieg aus der Sicht von Chris, geht
es wie gewohnt mit der Ich-Perspektive von Lily weiter. Wie bereits im ersten
Band spricht sie dabei den Leser direkt an und nimmt immer wieder Bezug auf die
Person vor dem Buch.
An sich mag ich ihre offene, lockere, manchmal
sarkastische-ironische Art und einfach, dass Lily alles andere als perfekt ist.
Sie hat reichlich Ecken und Kanten, mit denen sie immer wieder für neue
Streitpunkte und Probleme sorgt. Sie hat kein übermäßiges Selbstbewusstsein und
stellt damit eine Protagonistin da, mit der man sich vielleicht sogar besser
identifizieren kann, als mit den super perfekten Models, die einem sonst oft
präsentiert werden. Allerdings muss ich gestehen, dass sie mir in diesem Band
zwischendurch ein wenig auf die Nerven ging.
 Inzwischen weiß
man, wie Lily ist und tickt, wer es nicht weiß, bekommt es ausreichend oft
präsentiert – für meinen Geschmack ein wenig zu oft. Lily ist manchmal taktlos
und schonungslos ehrlich, sie macht sich selbst schlechter, als sie ist und
zweifelt an so einigem. Aber manchmal hätte ich mir dann doch gewünscht, dass
sie aus ihren Macken und Aktionen lernt und beim nächsten Mal wenigstens ein
wenig überlegter handelt. Man möchte ja gar nicht, dass die Protagonistin sich
um 180 Grad dreht, dann wäre es auch nicht mehr authentisch, aber ein wenig
mehr Fortschritt hätte nicht geschadet oder wenigstens weniger Wiederholungen
der immer wiederkehrenden Problematik. Wenn Lily sich nicht gerade darüber
ärgert, wie unperfekt sie ist, dann erwähnt sie wie perfekt, sexy und
abgöttisch toll Chris ist. Alles in allem einfach ein wenig zu viel des Guten.
Zwischendurch hat sich bei mir schon der Drang eingestellt, Lily mal auf ihre
Fragen zu antworten…
Die Handlung rund rum schreitet hingegen temporeich
voran. Die Gegner der Helden lauern an jeder Ecke und gönnen den anderen
absolut keine Pause. Dazu kommt, dass nach und nach Intrigen und Geheimnisse
gelüftet werden, die die Situation noch mal gehörig auf den Kopf stellt.
Sollte doch mal ein klein wenig Ruhe einkehren, basteln
Chris und Lily an ihrer persönlichen Entwicklung. Diese ist eng verknüpft mit
den Dingen, die sie erfahren. Daher ist es für einige der Figuren auch nicht so
einfach, sich auf alles zu konzentrieren, was auf sie einprasselt.
Ich bin gespannt, wie die Geschichte ausgeht, was noch
alles gelüftet wird, wie die letzten Zusammenhänge aussehen und vor allem auch,
wie sich die Figuren weiter entwickeln. Ich hoffe, dass Lily an ihren Herausforderungen
wächst und endlich ein wenig von ihren Zweifeln ablegt, damit wir uns im dritten
Band mehr auf die Entwicklung der Helden, als auf die wiederkehrenden Macken
konzentrieren können.
Die Grundhandlung gefällt mir gut, es ist spannend und
abwechslungsreich durch die verschiedenen Fähigkeiten der Helden. Allerdings
hatte ich in diesem Buch ein wenig Schwierigkeiten mit der Protagonistin, was
das Lesevergnügen ein bisschen abgeschwächt hat.

Vielen Dank an den Verlag für das bereitgestellte
Rezensionsexemplar!

2 thoughts to “Rezension: Veronika Rothe – Hidden Hero – Maskierte Gefahr”

  1. Hallo Dana,

    ich habe schon viel gutes zu der Geschichte gehört, gerade die Art der Protagonisten soll sehr erheiternd sein. Ich persönlich habe nach dem Klappentext ein paar Probleme damit gehabt, ob es für mich interessant sein könnte. Daher werde ich es wohl trotz allem erstmal außenvor lassen.

    Liebe Grüße,
    Ruby

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