[gelesen] Verlorene Sehnsucht von Ute Jäckle

Verlorene Sehnsucht
Autor: Ute Jäckle
erschienen Juni 2015
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN: 9781514123560
packende Fortsetzung,
die besonders mit dem dramatischen Ende überzeugt

Da es sich um eine
Fortsetzung handelt, sind inhaltliche Spoiler in Bezug auf „Verloren in dergrünen Hölle“ vorhanden.
Zwei Jahre sind seit der Geiselnahme vergangen, bei der sich Rico und Elena kennen und lieben
gelernt haben. Doch trotz des gemeinsamen Kindes, nehmen die Probleme überhand
und Elena geht mit ihrem Sohn zurück zu ihrer Großmutter, Rico, der
weiterhin gesucht wird, bleibt allein zurück. Während die 19-jährige Elena
langsam versucht, zurück ins Leben zu finden, geht Rico ein großes Risiko ein,
um seine Familie vor der Mafia zu schützen…
Verlorene Sehnsucht
ist die Fortsetzung des 2014 im bookshouse-Verlag erschienenen Verloren in der
grünen Hölle
.
Zwar ist seit den
Erlebnissen bereits einige Zeit vergangen, trotzdem wird Bezug auf viele
vorangegangene Ereignisse genommen, sodass es sehr hilfreich ist, die
Geschichte zu kennen – schon allein um die ungewöhnliche Liebe der
Protagonisten zu verstehen. So gibt es zwar einige Rückblicke, aber die
emotionalen Geschehnisse, die die Figuren so stark geprägt haben, können
dadurch nicht wirklich nachempfunden werden.
Ich habe Rico und
Elena damals sehr schnell in mein Herz geschlossen. Elena war die mutige
Geisel, die sich nicht alles gefallen lassen wollte, Rico der Gute unter den
bösen Entführern.
Rico war mir auch
diesmal wieder sofort sympathisch. Er sorgt sich um Elena und seinen Sohn, deren
Schutz er über alles stellt, auch wenn er sich dadurch selbst in große
Schwierigkeiten bringt.
Mit Elena habe ich
mich deutlich schwerer getan. Es ist zwar verständlich, dass die junge Frau, die
aufgrund der Entführung nie ihren Schulabschluss machen und studieren konnte,
gern ein normales Leben genießen möchte. Dabei gefiel mir aber teilweise
weder der Umgang mit ihrem Sohn, noch die Art, wie sie sich von ihren neuen
Freunden immer wieder beeinflussen und zu Dingen überreden lässt, die sie
eigentlich nicht will. Erst kurz vor Schluss habe ich die mutige, tapfere Frau
wiedergefunden, die mir im ersten Teil so gut gefallen hat.
Nach der Trennung
gibt es zwei parallel verlaufende Erzählstränge. Abwechselnd wird geschildert,
was Rico auf der einen und Elena auf der anderen Seite erleben. Dabei ist Ricos
Geschichte durchweg spannend. Sie ist dramatisch, emotional und ereignisreich
und gerade zum Schluss wird es richtig aufregend und man kann das Buch kaum
noch aus der Hand legen.
Elenas Passagen habe
ich als etwas weniger aufregend erlebt – aber eben auch, weil mir die junge
Frau stellenweise Probleme bereitet hat. Ihre Geschichte ist zunächst deutlich ruhiger. Aber auch in ihrer Handlung gibt es einige spannende Momente, da man Dank
Ricos Geschichte erahnen kann, dass die Mafia sie beobachtet, aber lange nicht
weiß, wer aus Elenas Umfeld beteiligt sein
könnte
. Dabei sind einige Wendungen vorhersehbar, andere
Ereignisse und Auflösungen kommen aber sehr überraschend.
Insgesamt
ist die Geschichte, wie auch schon die grüne Hölle, in sich
abgeschlossen. Für den Leser bleibt aber noch etwas Luft, sich die Zukunft
einiger Figuren selbst weiterzuspinnen… (Fortsetzung nicht ausgeschlossen)
Nach Startschwierigkeiten mit Elena konnte mich die Handlung packen und ich habe bis
zum Schluss mitgefiebert. Besonders das Ende versöhnt mit den schwierigen
Passagen.

 

 

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