[gelesen] Blink of Time von Rainer Wekwerth

Blink of Time

Autor: Rainer Wekwerth
erschienen Mai 2015
Verlag: Arena
ISBN: 978-3401600949
 © Arena
fesselnd bis zum letzten Satz
Ein winziger Moment ändert Sarahs Leben. Plötzlich wird sie
gejagt und muss um ihr Leben bangen. Der einzige Ausweg: der Sprung in eine
neue Realität. Die Siebzehnjährige würde nicht glauben, dass so etwas
existiert, würde sie nicht selbst mitten in diesem Albtraum stecken. Doch sie
weiß nie, was sie als nächstes erwartet…
Nach der großartigen Labyrinth-Trilogie war ich schon sehr
neugierig auf Rainer Wekwerths neuen Jugendthriller. Meine hohen Erwartungen
wurden nicht enttäuscht. Wekwerth erschafft ein Szenario voller Schrecken und
Verwirrung, das vor Spannung kaum aus der Hand zu legen ist.
Schon der Prolog macht neugierig und sorgt für erste Fragen
und Spekulationen. So ruhig die Geschichte dann zunächst beginnt, so schnell
kommt der Wechsel und plötzlich ist es hochspannend und dramatisch. Für Sarah
beginnt ein Wettlauf ums Überleben, ein Wettlauf gegen die Zeit. Dabei hat sie
nur wenig Gelegenheit zu begreifen, was um sie herum eigentlich gerade
geschieht.
Auch als Leser ist es dabei nicht ganz einfach, das komplexe
Thema der verschiedenen Realitäten zu erfassen. Dies wird zwar sehr anschaulich
geschildert, ein paar kleine Fragen bleiben am Ende aber trotzdem offen – das
liegt aber weniger an den Erklärungen als vielmehr daran, dass diese
Viele-Welten-Theorie so schwer vorstellbar ist.
Für Sarah – und somit auch für den Leser – gibt es nur
wenige Verschnaufpausen. Es sind zwar einige ruhigere Szenen vorhanden,
insgesamt ist das Tempo aber sehr hoch und es ist sehr spannend zu verfolgen,
was Sarah als nächstes passiert. Während man hin und wieder vorausahnen kann, was
geschehen könnte, gibt es doch auch immer wieder viele unerwartete Wendungen,
die für Überraschungen sorgen.
Geschildert wird das Geschehen in der dritten Person, wobei
Dank personaler Sicht Sarahs Gedanken und Gefühle gut nachvollziehbar sind.
Darüber hinaus gibt es einige Abschnitte, die Joshs Gedanken und seine
Geschichte näher beleuchten.
Ein bildhafter, flüssiger Schreibstil sorgt dafür, dass die
Seiten nur so vorüberfliegen und man sich völlig in der Geschichte verlieren
kann.
Wer die Labyrinth-Trilogie kennt, wird kaum erwarten, dass
es ein einfaches kitschiges Happy End gibt. Das würde auch nicht zu der
Geschichte passen. Und so fügt sich das Ende zwar logisch an die Handlung, aber
auch mehrere Tage nach der Lektüre grübele ich noch darüber und es lässt mich mit
einer kleinen Unzufriedenheit zurück.
Komplex, rasant, dramatisch. „Blink of time“ ist eine
Geschichte voller Spannung und Überraschungen, sodass das Buch leider viel zu schnell
wieder zuende ist.
Schwer vorstellbar, dass es eine Realität geben könnte, in
der eine Version von mir das Buch nicht gelesen hat…

4 thoughts to “[gelesen] Blink of Time von Rainer Wekwerth”

  1. Huhu

    Mir gefällt ja vor allem das Cover sehr gut. Sonst muss ich ja zugeben, dass ich noch nichts von Rainer Wekwerth gelesen habe, "Das Labyrinth erwacht" wartet aber schon viel zu lange auf dem SuB auf mich.

    lg Favola

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