[gelesen] Kurzgeschichte: Forever Dads von Nadine Erdmann

©Kuneli Verlag

Forever Dads

Kurzgeschichte zur Totenbändiger-Reihe, spielt 9 Jahre nach den ersten drei Staffeln
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Nadine Erdmann
erschienen September 2025
47 Seiten
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Kuneli Verlag
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Kurzgeschichte fürs Herz

Achtung: Es handelt sich um eine Kurzgeschichte, die neun Jahre nach den ersten drei Staffeln der Totenbändiger und vier Jahre vor dem Sequel spielt. Man sollte die Hauptreihe kennen, um die Geschichte zu lesen, da man sich sonst zum einen spoilert und zum anderen die Zusammenhänge sicherlich auch gar nicht wirklich verstehen wird.
Die Rezension enthält kleine Spoiler in Bezug auf den Ausgang der ersten drei Staffeln.

In dieser Kurzgeschichte dreht es sich um Jules und Cam, die man ja aus der Hauptreihe schon sehr gut kennt. Cam war sich lange Zeit nicht sicher, ob er sich wirklich als Vater sieht und dieser Herausforderung gewachsen wäre. Doch mit den Erfahrungen, die er inzwischen gemacht hat und der Zeit, die seit den ersten Grübeleien vergangen ist, ist nun doch klar: er und Jules wünschen sich ein Kind. Dass es dann doch so plötzlich geht, damit hätte keiner gerechnet.

Die Kurzgeschichte ist einfach richtig süß und geht total ans Herz. Ich mochte die beschriebenen Momente so gern und man kommt irgendwie aus dem Grinsen gar nicht wieder raus. So einen wundervollen Start ins Leben, kann man eigentlich jedem nur wünschen – auch wenn als bitterer Beigeschmack bleibt, dass die leiblichen Eltern den Kleinen nicht behalten wollten. Mit der Familie Hunt bekommt er aber nun ein sehr liebevolles Zuhause, in dem man einfach immer füreinander da ist. Dieser Zusammenhalt und die Unterstützung, die die Familie ausmachen, spürt man in der Kurzgeschichte auch wieder schön.
Es ist kein Problem, Band 1 des Sequels „London Underground“ schon zu kennen, da es eher eine Zusatzgeschichte ist und noch mal ein paar kleine Erklärungen liefert, wieso manche Figuren so eng miteinander verbunden sind.

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und mitnehmend. Ich habe mich direkt wieder wohlgefühlt und mir machen auch die Zeitsprünge nichts aus. Inzwischen gelingt es gut, mir die Charaktere in verschiedenen Altern vorzustellen. Aus dem ersten Band des Sequels kennt man Cam und Jules ja auch schon als Erwachsene. Ich mag es, wie Nadine Erdmann ihre Figuren anlegt, sie miteinander agieren lässt und immer wieder die verschiedenen Emotionen toll in die Handlung eingearbeitet werden. Für mich wirken sie immer sehr authentisch in ihrem Grübelnd und Zweifeln, aber eben genauso in ihrer Freude, ihrer Zuneigung zueinander und der Hoffnung auf eine positive Zukunft.

 

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