Rezensionsexemplar
![]() © dragonfly | When Dealing With Dragons. Drachengold . Dana Swift erschienen im Juni 2026 784 Minuten . hier geht’s zum Verlag → Harperaudio/ Dragonfly . |
Tolle Story
James ist ein Drachenreiter, Farron arbeitet gelegentlich als Streckenposten. Die zwei konkurrieren um das selbe Stipendium und können sich nicht besonders gut leiden. Bei einem Rennen rettet Farron James das Leben. Richtig unangenehm wird es für sie aber erst, als James sich mit seinem Drachen auf den Gnadenhof ihrer Eltern erholen soll. Denn so könnte er ihrem größten Geheimnis auf die Schliche kommen.
Doch als es so weit ist, reagiert James völlig anders, als Farron vermutet hatte.
Die Geschichte konnte mich direkt zu Beginn positiv überraschen: James wird als arroganter Mistkerl eingeführt, entpuppt sich aber schnell als liebeskrank und unbeholfen.
Während er Farron schon lange nachschmachtet, kann sie ihn aufgrund diverser unangebrachter Bemerkungen nicht ausstehen.
Doch als sie mehr Zeit miteinander verbringen, merkt auch Farron, dass er ganz anderes ist, als sie dachte. Dennoch müssen die zwei so tun, als würden sie sich nicht mögen und schießen dabei immer mal wieder über das Ziel hinaus. Dadurch entwickelt sich letztlich eine sehr süße Liebesgeschichte.
Ich dachte lange, ich hätte es mit etwas jüngeren Protagonisten zu tun, erst im späteren Verlauf werden die Klassenstufe und das Alter von Farron (17) genannt.
Über weite Strecken ist die Handlung ruhig, aber nicht langweilig. Die langsame Annährung, Familiendramen und die ungewöhnliche Freundschaft zu den Drachen sorgen für eine abwechslungsreiche Handlung.
Im letzten Teil nehmen Spannung und Dramatik dann aber ordentlich zu. Farron, James und ihre Drachenfreunde geraten in Gefahr, müssen alle Kräfte mobilisieren und einige unerwartete Lügen aufdecken.
Menschen und Drachen leben hier auf ganz unterschiedliche Art zusammen. Es gibt unterschiedliche Drachenarten, die sich bei Bedrohung mit Metall panzern können. Einige Menschen sind in der Lage, bestimmte Metalle zu lenken und zu bearbeiten. Während auf dem Gnadenhof von Farrons Eltern eine friedliche Stimmung herrscht, die Drachen sogar einen spielerischen Umgang mit Farron haben und allen ausreichend Platz gewährt wird, sind die Boxen im Rennstall von James’ Vater zu klein, Bestrafung von Mensch und Tier sind an der Tagesordnung und um den Drachen ihr Metall abzunehmen, werden sie in Angst versetzt.
Schade, dass es sich um einen Einzelband zu handeln scheint. Die Handlung ist zwar abgeschlossen, dennoch habe ich das Gefühl, hier gäbe es in der Welt der unterschiedlichen Drachenarten noch Einiges zu entdecken.
Carolin Haupt und Jeremias Koschorz sprechen die wechselnden Ich-Perspektiven von Farron und James und geben mit passender Betonung einen guten Einblicke in deren Gefühlswelt.
Fazit
Die Welt mit den verschiedenen Drachenarten und Metallschmieden hat mir gut gefallen. Auch die niedliche Liebesgeschichte konnte mich gut unterhalten. Zum Ende hin entwickelt sich das Geschehen unerwartet spannend.

Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
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