[gelesen] Die Geschichtensammlerin von Evie Woods

© Adrian & Wimmelbuchverlag

Ddie Geschichtensammlerin
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Evie Woods
erschienen im Mai 2025
320 Seiten
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Adrian & Wimmelbuchverlag
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Leider langweilig

Nachdem ich kürzlich den verschwundenen Buchladen gelesen habe, war ich neugierig auf weitere Bücher der Autorin.
Leider konnte mich die Geschichtensammlerin nicht genauso begeistern.

Erzählt wird die Handlung in zwei Zeitebenen:

Sarah verlässt ihren Mann und will eigentlich zu ihrer Familie nach Boston fliegen. Stattdessen steigt sie in ein Flugzeug nach Irland. Nachdem ihr ein glücklicher Zufall eine gemütliche Unterkunft beschert hat, findet sie dort ein altes Tagebuch einer jungen Frau, die einen amerikanischen Gelehrten beim Sammeln von Feengeschichten begleitet hat.
Sarah ist selbst fasziniert von Brauchtum, aber vor allem vom Schicksal der jungen Tagebuchschreiberin.

In der zweiten Zeitebene wird die etwa 100 Jahre zurückliegende Geschichte des Tagebuches ausgefüllt: Anna, als Ortskundige mit entsprechenden Sprachkenntnissen, sucht mit Harold etliche ihrer Nachbarn auf, um sich deren Erlebnisse mit Feen schildern zu lassen. Sie glaubt selbst an das gute Volk, gibt ihre Gründe dafür aber lange nicht preis.

Beide Handlungsstränge enthalten eine kleine Liebesgeschichte. Allerdings konnte ich mich in Sarahs Geschichte nicht hineinfühlen. Sie hat zunächst eine eher unfreundliche Begegnung mit Oran. Beim zweiten Treffen schwärmt sie schon direkt von ihm und die zwei beginnen zu flirten. Irgendwo muss ich da etwas verpasst haben…

Es gab allerdings noch ein paar andere Momente, die negativ in Erinnerung geblieben sind. So stoßen Sarah und ihr späterer Mann beim Kennenlernen im Dunklen zusammen und das erste, was er zu ihr sagt, ist: „Hoffentlich sehen sie gut aus?“ Äh, bitte was?

Sarah hat einen sehr ungesunden Umgang mit Trauer. Alkohol hilft ihr bei der Flucht aus der Realität. Sie spricht nicht über das, was ihr widerfahren ist und ihr Leben verändert hat. Annas Geschichte, ebenso wie das fremde Land und die Menschen dort, helfen ihr, sich wieder zu öffnen. Allerdings lässt das Ende für mich Sarahs Weg noch ziemlich offen.

Alles in allem fand ich das Buch – trotz der Geheimnisse, die es zu ergründen gibt – leider eher langatmig. Es passiert über Seiten hinweg nur wenig und mit Sarah bin ich einfach nicht warm geworden…

 

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