[gehört] Darfs ein bisschen Meer Liebe sein? von Michelle Schrenk

 

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Darfs ein bisschen Meer Liebe sein?
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Michelle Schrenk
gesprochen von Anja Kalischke-Bäuerle
erschienen Juli 2025
ungekürzte Lesung: 273 Minuten
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 leichte Liebesgeschichte am Meer

Wo kann man sich besser erholen als mit einer Auszeit am Meer? Arzthelferin Kati fallen da auf jeden Fall nicht so viele Möglichkeiten an. Für sie ist das Meer ein absoluter Wohlfühlort, allerdings war sie schon viel zu lange nicht mehr dort. Daher beschließt sie, nun endlich mal wieder hinzureisen und gleichzeitig ihre beste Freundin Nele zu besuchen, die seit einiger Zeit in Travemünde wohnt. Kati erhofft sich das Chaos der vergangenen Wochen hinter sich lassen zu können und Kraft für die Zukunft zu tanken, was auch immer diese für sie bereithalten mag.
Als sie in ihrem Ferienhäuschen ankommt, wird ihr die Illusion von Ruhe am Meer jedoch erst mal genommen. Ihr mürrischer Nachbar Keno hat direkt etwas auszusetzen und motzt Kati an. Ihr Versuch, Keno einfach aus dem Weg zu gehen, gelingt jedoch auch nicht so leicht. Immer wieder laufen die beiden sich über den Weg und irgendwann kommt der Eindruck auf, dass das Schicksal es vielleicht auch einfach so wollte… Doch kann das mit den beiden wirklich eine Zukunft haben?

Der Start in die Geschichte ist ein wenig traurig, da der Chef von Kati verstirbt. Die beiden hatten ein enges Verhältnis und haben sich häufig ausgetauscht, über Romane, die sie lesen, aber auch über Urlaubspläne und anderes. Zwischendurch spielt er immer mal eine Rolle, zum Beispiel in Form von Erinnerungen an Gespräche. Für Kati gibt es im Verlauf dann auch noch eine ziemlich Überraschung, in der ihr ehemaliger Chef die Finger mit im Spiel hatte. Eine Wendung, die ich zu Beginn nicht habe kommen sehen.
Insgesamt ist es eine eher leichte Liebesgeschichte mit einem schönen Seeting am Meer. Da ich selbst schon in Travemünde war, konnte ich mir die Schauplätze auch gut vorstellen, selbst wenn man vielleicht nicht an jedem schon persönlich gewesen ist. Allgemein spielt die Nähe zum Meer immer wieder eine Rolle, was ich in sommerlichen Liebesgeschichten gern mag. Immer mal wieder gibt es kleine Auseinandersetzungen zwischen Keno und Kati, obwohl recht früh auch deutlich wird, dass da durchaus auch eine gewisse Anziehungskraft herrschen könnte. Zumindest wenn sie ihr gegenseitiges Missverstehen und Angezicke beiseite lassen. Mit der Zeit lernen sie sich dann etwas besser kennen und es wird deutlich harmonischer, wenn sie aufeinander treffen. Komplett geradlinig verläuft es aber natürlich nicht, es gibt schon noch mal zwei-drei kleine Knicke in der Stimmung zwischen den beiden. Ein bisschen verstehen konnte ich das eine oder andere zwar, allerdings würde es manchmal eben auch helfen, über Dinge zu reden oder nachzufragen und sich nicht gleich quer zu stellen, selbst wenn man erst mal enttäuscht ist. Manchmal sind Dinge eben doch anders, als man sie sich selbst zusammenreimt. Zumindest die eine Situation war aber innerhalb der Geschichte sicher auch so angelegt, dass Kati das falsch verstehen sollte, um die dann angestrebten Entwicklungen zu forcieren.
Auch die beste Freundin Nele ist immer wieder Teil der Handlung. Es gibt einige Gespräche unter Freundinnen oder auch gemeinsame Abende in kleiner Runde, in denen eine gelöste Atmosphäre aufkommt.

Viele Elemente der Handlung sind vorhersehbar, manche Entwicklung nimmt dann noch einen kleinen Umweg. Man wird aber nicht ständig von dem Fortgang der Geschichte überrascht. Es ist eine schöne Unterhaltung für zwischendurch, mit der man sich ein bisschen ans Meer träumen und gleichzeitig eine kleine Liebesgeschichte mitverfolgen kann. Insgesamt fühlte ich mich von der Sprecherin gut mitgenommen, viele der Emotionen sind recht gut transportiert worden, was die Handlung lebendig machte.


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