[gelesen] Seasons of Magic 1: Blütenrauschen von Ewa A.

Rezensionsexemplar

© Dark Diamonds
Blütenrauschen
Seasons of Magic 1
.
Autorin: Ewa A.
erschienen September 2018
280 Seiten, eBook
.
hier gehts zum Verlag
Dark Diamonds (Carlsen).

erst gefühlvoll, dann überladen

Ende des 17. Jahrhunderts wird Ira zusammen mit ihrer Schwester und zwei Freundinnen der Hexerei beschuldigt und soll verbrannt werden. Ira wünscht sich, den Flammen irgendwie zu entgehen… und findet sich plötzlich an selben Ort zu einer anderen Zeit wieder. Ira ist völlig verwirrt, ebenso wie die Familie, in deren Haus sie plötzlich auftaucht. Wie ist sie dort hin gekommen und was ist mit den anderen drei Frauen passiert?

Von 1692 nach 2018 – Ira ist nicht nur über ihrem plötzlichen Zeitsprung völlig verwundert, sie ist vor allem mit all den neuartigen Entwicklungen überfordert.
Abwechselnd mit Lyle, in dessen Haus Ira auftaucht, schildert sie die Handlung in der Ich-Perspektive. Besonders zu Beginn gibt es dabei viele witzige Szenen, wenn Ira mit dem technischen Fortschritt konfrontiert wird, der sie teilweise ängstigt, teilweise verwirrt aber auch fasziniert.
Aber Ira ist nicht die einzige, die verwundert ist. Auch Lyle sorgt für spaßige Momente, da er Ira für ein Mitglied einer veralteten Glaubensgemeinschaft oder Sekte hält, sodass es zu einigen Missverständnisse zwischen den beiden kommt. Es dauert, bis beide die Welt des anderen begreifen…

Das Buch geht relativ gemächlich los. Ira reist in der Zeit und muss sich in der neuen Welt zurechtfinden. Langsam baut sich eine Beziehung zu Lyle und dessen kleiner Nichte auf. Die Geschichte liest sich leicht und flüssig.

Doch dann erfolgt ein Umschwung. Die Handlung wird sehr ereignisreich, es gibt zahlreiche unerwartete Aufdeckungen und Zusammenhänge, es wird dabei aber auch immer übernatürlicher. Mir war es zwischenzeitlich schon fast zu fantastisch, sodass ich in der Mitte des Buches das Gefühl hatte, mich erst wieder neu in die Geschichte einfinden zu müssen.
Zwar fügt sich mit der Zeit alles halbwegs wieder zusammen, dennoch wäre ein bisschen weniger Magie für mich total in Ordnung gewesen. Zudem gingen mir einige Ereignisse zu schnell. Es passiert sehr viel in relativ kurzer Zeit, wobei sich unerwartete Schwierigkeiten relativ leicht – auf übernatürlichem Wege – lösen lassen.

Das Problem des Buches: das offene Ende. Zwar wird vom Verlag damit geworben, dass man die vier Geschichten getrennt voneinander lesen kann, letztlich ist die Handlung nach diesem ersten Band aber alles andere als abgeschlossen.
Es gibt vier Bücher über die vier Mädchen, die jeweils ein Lösungswort enthalten. Erst mit den vier Worten kann man ein gemeinsames Ende erhalten, welches dann hoffentlich auch Iras Geschichte zu einem runden Abschluss bringt.
Dennoch bin ich gespannt auf die weiteren Geschichten, die ja von anderen Autorinnen geschrieben wurden.

Fazit

Die Idee der Geschichte – vier Mädchen zaubern sich in unterschiedliche Zeiten und müssen dort des Rätsels Lösung finden – hat mir grundsätzlich gut gefallen. Auch den sanften, gefühlvollen Beginn mit der langsamen Annährung der Figuren und den vielen witzigen Momenten, wenn Ira wieder über eine technische Entwicklung stolpert, mochte ich sehr. Dann überschlagen sich die Ereignisse, es wird spannend und dramatisch, was ich aber teilweise als zu übernatürlich empfunden habe, sodass ich durch den Mittelteil der Geschichte gestolpert bin. Schade ist, dass am Ende noch vieles offen bleibt…

Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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