[gelesen] Mira Valentin – Die Legende von Enyador 1

©Alexander Kokainski
Die Legende von Enyador
Band 1
Autorin: Mira Valentin
erschienen 15. März 2017
Selfpublishing

spannend, fesselnd, magisch – mehr davon!

 

Ein Königreich, zusammengesetzt aus vier verschiedenen Völkern könnte nach einer bunten, abwechslungsreichen Kombination klingen und in gewisser Weise ist es das tatsächlich. Doch die Völker Enyadors leben nicht nur in friedlicher Absicht beieinander. Jeder möchte die Gesamtherrschaft und spielt dafür die ergatterten Eigenschaften aus – Unterdrückung, Macht, Magie, reichlich Unzufriedenheit und Chaos sind da vorprogrammiert.

Die Menschen haben keinen besonders guten Stand, sie werden vom Elbenvolk kontrolliert und für ihre Zwecke in den Krieg geschickt. So gerät auch Tristan in die Fänge der gefühlskalten Antreiber. Allerdings endet sein Weg nicht in kampfloser Aufgabe. Er ist mutig, stark und hält vielen Schikanen stand. Damit löst er eine Kette an Ereignissen aus, die die gesamte Geschichte Enyadors verändern könnte.

Der Prolog gibt einen guten Einblick über die Ereignisse, die zur aktuellen Situation Enyadors führen. Dabei verstrickt sich die Autorin aber nicht in langatmigen Erzählungen, sondern schafft die Zusammenfassung auf eine spannende, flüssige Weise. Schon nach wenigen Seiten hatte Mira Valentin mich mit ihrem fesselnden Schreibstil gefangen genommen.

Enyador hat sehr viele unterschiedliche Facetten. Nicht nur die Völker sind sehr verschieden, auch die Bereiche, in denen sie sich angesiedelt haben. Im Verlauf der Geschichte bekommt man durch die bildhaften, detaillierten Beschreibungen der Schauplätze eine gute Vorstellung von der fremden Welt, in die wir eintauchen. Die Orientierung wird durch die übersichtliche, toll gestaltete Karte unterstützt, auf der man jederzeit nachvollziehen kann, an welcher Stelle des Landes man sich befindet. Weitere Illustrationen unterstreichen die Lebendigkeit der Charaktere und machen das Geschehen greifbar.

Sehr faszinierend finde ich die individuellen Züge der Drachen, Elben, Dämonen und Menschen, die im Verlauf der Handlung sehr schön raus gearbeitet werden. Man bekommt nicht nur die Theorie der Entstehung der Völker präsentiert, die vorgibt, wie die Figuren sein sollten, sondern die Charaktere leben ihre Herkunft –zumindest Größtenteils. Zu viel wird an dieser Stelle aber natürlich nicht verraten.

Immer wieder wechselt die Perspektive im Buch, so ist es möglich, die parallel laufenden Handlungsstränge einzeln zu verfolgen und über nahezu alle Ereignisse informiert zu sein. Die Figuren kämpfen an unterschiedlichen Fronten und ahnen dabei meistens gar nicht, was den anderen gerade wiederfährt. Die einzelnen Stränge verbinden sich teilweise miteinander, laufen wieder auseinander, um sich mit weiteren zu verknüpfen. Die Zusammenhänge zwischen den Figuren und den einzelnen Handlungsabläufen sind gut nachvollziehbar und obwohl man, durch den komplexen Blick auf das Geschehen, einige Ahnungen hat, wird man immer wieder überrascht. Wendungen und unerwartete Reaktionen der Protagonisten führen zu veränderten Situationen und zwingen die Charaktere zu schnellem Handeln.

Die Mischung der Charaktere sorgt für Abwechslung und Spannung. Jede Figur hat ihre Eigenheiten, Ziele, Wünsche, Träume, Hoffnungen und Ängste. All diese Komponenten beeinflussen ihr Handeln und Denken, steuern die Richtung, in die sie sich bewegen. Obwohl die Protagonisten so unterschiedlich sind, empfand ich niemanden als unangenehm oder unsympathisch. Einige sind etwas speziell und man findet vielleicht nicht so schnell Zugang, wie zu anderen, aber jeder ist auf seine Weise besonders und das gefällt mir total gut.

Für Unruhe, Probleme und Herausforderungen sorgen da eher die anderen Figuren und die Prophezeiung, die die Protagonisten an ihre Grenzen bringen.

Die Handlung ist häufig von einer düsteren, bedrückenden, geheimnisvollen Stimmung geprägt, die wenig Platz für Entspannung und positive Gefühle lässt. Doch es gibt immer wieder Sonnenscheinmomente, die mich auch beim Lesen haben Schmunzeln lassen.

Fazit

Ein toller Auftakt der Enyador-Reihe, in dem schon einige Geheimnisse auf dem weiten Weg, der vor den Figuren liegt, gelüftet werden, aber immer noch genug offene Fragen bleiben, dass man am liebsten sofort weiter lesen möchte.

Ich danke der Autorin für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

5 Gedanken zu „[gelesen] Mira Valentin – Die Legende von Enyador 1“

  1. Liebe Dana,

    das Buch kannte ich noch nicht und dann noch 5 Sterne +. Es hört sich richtig toll an und das Cover ist ein toller Hingucker. Ich werde es direkt auf die Wunschliste setzen. Danke für die schöne Rezension ❤

    Liebe Grüße
    Nadine

    1. Hallo Nadine 🙂
      Wenn du es dir irgendwann vornimmst, dann wünsche ich dir ganz viel Spaß mit der Geschichte! Mich hat es von Beginn an mitgenommen und ich fieber schon jetzt der Fortsetzung entgegen 🙂
      LG Dana

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