[gelesen] Die versunkene Stadt von Katharina V. Haderer

Die versunkene Stadt
Götterdämmerung 1

Autor: Katharina V. Haderer
erschienen Februar 2015
ISBN: 978-3734760167
 
zwischen Spannung und Verwirrung – wechselhafte Lesestunden

Der Götterkrieg liegt lange zurück, doch immer noch
streben einige von ihnen nach Macht. Nach einem Angriff auf das Quartier der
Polizeiorganisation AVIS NIVEA, bei dem mehrere Mitarbeiter entführt werden,
liegt die Vermutung nahe, dass ein gefallener Gott dahinter steckt. Und
plötzlich liegt es in den Händen von Chefsekretärin Alex, ihre Kollegen, unter
ihnen ihre Freundin Franka, aus den Fängen der Angreifer zu retten…
Obwohl mir die Grundidee der Geschichte gut gefällt, bin ich
mit diesem Buch einfach nicht warm geworden. Man wird als Leser sofort mitten
in die Handlung geworfen, erst nach und nach lernt man die Figuren und die
Gesellschaftsstruktur besser kennen, sodass man Ereignisse etwas besser
einordnen kann. Trotz des Glossars fühlte ich mich allerdings von der Vielzahl
an fremden Begriffen und unbekannten, wenig erklärten Gegenständen ziemlich
erschlagen. Hinzu kommt, dass die Stadt und die Geschehnisse zwar beschrieben
werden, ich aber oft Schwierigkeiten hatte, mir die Handlungsorte bildlich vorzustellen.
Schlechte Voraussetzungen also, um sich komplett auf die Handlung
einzulassen…
Die Geschichte bietet viele Spannungsmomente. Ein Anschlag,
eine Entführung, Befreiungsversuche und Intrigen, jede Menge Blut und Action.
Es gab immer wieder Passagen, in denen ich vor Dramatik nur so über die Seiten
geflogen bin und dem Geschehen gut folgen konnte. Aber dann kamen auch immer
wieder Abschnitte, in denen es mir schwer fiel, mir die Ereignisse
vorzustellen, weil alles sehr schnell und ungeordnet zuging. Ebenso hatte ich
teilweise Probleme mit der Zuordnung der vielen Namen.
Trotz allem habe ich Alex und Franka als sehr spannende
Figuren erlebt. Die beiden Frauen sind mutig und kämpfen für ihre
Überzeugungen. Während ich zunächst Franka für die stärkere gehalten habe, ist
es dann Alex, die die schwierigsten Aufgaben meistern muss. Dabei gibt es noch
einige mysteriöse Geheimnisse um ihre Vergangenheit zu lösen.
Da es sich um den Auftaktband einer Reihe handelt, bleiben
am Ende noch viele Fragen offen.
Sehr komplexe Welt, die mir viele Probleme bereitet hat. Manche Passagen flogen vor Spannung nur so dahin, in anderen Abschnitten war ich völlig überfordert, da ich mir das Beschriebene kaum vorstellen konnte
oder Probleme mit den vielen fremden Begriffen hatte. Diese Unterbrechungen im
Lesefluss bremsten dann leider auch die Dramatik des Geschehens.

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