[gelesen] Nubila – Das Erwachen von Hannah Siebern

Nubila
Das Erwachen

Autor: Hannah Siebern
erschienen Dezember 2011;
überarbeitete Version Februar 2015

Verlag: dozenda media
erfrischend anders
Eigentlich hätte es einer der schönsten Tage ihres Lebens
sein sollen, als Kathleen von ihrem Freund Sam auf einen romantischen Ausflug
entführt wird. Stattdessen erlebt sie eine Katastrophe, die Kathleen völlig aus
ihrem Leben reißt. Nach einem Vampirbiss entwickelt sie sich zu einem
Kaltblüter und wird zu einem Leben als Dienerin verbannt. Diese müssen
eigentlich still und folgsam sein und ohne eigenen Willen den Befehlen ihrer
Herren gehorchen. Kathleen findet sich nur schwer in ihrer neuen Rolle zurecht
und gerät damit immer wieder in Schwierigkeiten…
Als ich dieses Buch zur Hand nahm, wusste ich nur, dass es
sich um eine Vampirgeschichte handelt. Ich musste schnell feststellen, dass ich
völlig falsche Erwartungen hatte und wurde im Verlauf der Geschichte wieder und
wieder positiv überrascht.
Hannah Siebern erschafft ganz eigene Vampire, die kaum den
klassischen Klischees entsprechen und nach ganz speziellen Regeln leben. Zudem
kommen mit den Dienern und den Wilden noch neue Wesen und mit ihnen verbundene
Gesetze hinzu. Durch all diese neuartigen Strukturen gibt es nicht
nur für Kathleen sondern auch für den Leser viel zu entdecken.
Kathleen ist eine vielseitige Protagonistin, die
aufgrund ihres aufmüpfigen Verhaltens immer wieder für spannende Momente sorgt.
Mit ihrem Widerwillen, sich anzupassen, gerät sie mehrfach in gefährliche oder
brenzlige Situationen, andererseits sorgt sie aber auch für emotionale Momente, da einigen Mitgliedern der Herrenfamilie Sympathien für die Dienerin, die
nicht alle Befehle nur kopflos ausführt, entwickeln.
Auch ihren „Herrn“ Jason, der entgegen dem Willen seiner
Familie nicht immer die nötige Strenge bei der Erziehung seiner Dienerin an den Tag legt,
sowie seine aufgeweckte Tochter habe ich schnell ins Herz geschlossen.
Insgesamt ergibt sich eine sehr vielfältige Mischung an
Charakteren, die eine Menge Konfliktpotential bereithält.
Die Geschichte ist sehr abwechslungsreich. Es gibt
dramatische Szenen, Momente voller Nähe und Zuneigung, aber auch actionreiche
Szenen mit hohen Tempo. Im Zentrum steht Kathleens Entwicklung von der
Verwandlung bis zur Findung ihrer Rolle in ihrem neuen Zuhause. Dabei ist es
spannend, ihren steinigen Weg zu verfolgen und man kann mitfiebern, in welches
Fettnäpfchen sie als Nächstes treten wird. Darüber hinaus gibt es immer wieder
Einblicke in die Geschichte sowie die komplexen Lebensstrukturen der Vampire, wobei hier längst
nicht alle Fragen beantwortet sind.
Obwohl die Geschichte in der dritten Person erzählt wird, erhält man auch immer
wieder Einblicke in die Gefühlswelt der Figuren. Der Erzählstil ermöglicht einen umfassenden Überblick über die Handlung und bildhafte Beschreibungen ermöglichen eine leichte Vorstellung der ungewöhnlichen Geschöpfe.

Das Ende ist sehr offen und lässt den Leser mit
verschiedensten Hoffnungen und Erwartungen zurück.

Neue, fantasiereiche Ideen, eine mitreißende Geschichte und
abwechslungsreiche Figuren machen „Das Erwachen“ zu einem gelungenen
Reihenauftakt, der neugierig auf die Fortsetzungen macht.

 

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