[gelesen] All the Hidden Monsters von Amie Jordan

© Carlsen

All the Hidden Monsters

# 1
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Amie Jordan
erschienen im Februar 2025
336 Seiten
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hier geht’s zum Verlag
Carlsen
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Guter Mix aus Krimi und Fantasy

Eine Mordserie an Werwölfen erschüttert die übernatürliche Community – und auch Sages Freundin Lucy wird tot aufgefunden. Sage ist wild entschlossen, sich den Ermittlungen anzuschließen und den Täter zu finden. Doch sie gerät ausgerechnet an den unnahbaren Hexenmeister Oren. Der höchst attraktive Einzelgänger macht keinen Hehl daraus, dass er am liebsten allein arbeitet, und auch Sage ist zunächst nicht sehr begeistert. Schließlich ist Oren für seine rabiaten Methoden bekannt. Doch während das ungleiche Paar ein komplexes Netz an Verbrechen aufklärt, beginnt sie, hinter seine Fassade zu schauen … Klappentext © Carlsen

Der Auftaktband der „All The Hidden Monsters“-Reihe hat mir mit seinem Mix aus Fantasywesen und Kriminalfall insgesamt gut gefallen.

Die 18-jährige Werwölfin Sage möchte unbedingt bei der übernatürlichen Polizei arbeiten. Nachdem eine Freundin von ihr ermordet wird, hält sie auch aus persönlichen Gründen hartnäckig an diesem Wunsch fest. Sie hat wortwörtlich den richtigen Riecher, der ihr letztlich den Weg in die Ermittlungen öffnet.
Doch obwohl Sage sich so dafür einsetzt, diese Position zu bekommen, hatte ich im Verlauf des Buches oft das Gefühl, dass es immer wieder andere Charaktere sind, die die Arbeit machen und wichtige Hinweise finden. Sage wirkt dabei häufig eher passiv.

Es gibt immer wieder neue kleine Spuren, einige Sackgassen und weitere Verbrechen, während zwischenmenschlich viel passiert.

Die Figurenkonstellation ist interessant, wirft aber auch ein paar Fragen auf. Wir haben die junge Sage, die in ihrem Leben bereits einige Schicksalsschläge erleiden musste. Sie ist offen, nicht zuletzt durch ihr Alter aber oft unsicher. Der 150-jährige Hexenmeister Oren ist das komplette Gegenteil, er ist verschlossen und wortkarg. Ihm haftet der Ruf an, ein gnadenloser Mörder zu sein, allerdings spricht Oren nur wenig über sich.
Hinzu kommen noch sympathische Kollegen von Oren, die sich im Verlauf zu guten Freunden entwickeln, sowie Sages Mitbewohnerin und Freundin P. Sie ist ein Geistermädchen, das leidenschaftlich gern kocht und Sage immer kompromisslos unterstützt. Auch in den Ermittlungen erweist sie sich durch ihre Geisterfähigkeiten als sehr nützlich.

Mit ihrer direkten Art findet P auch bei Oren Gehör und redet ihm regelmäßig ins Gewissen. Allerdings sind es Sage und Oren, zwischen denen sich ein zartes Band andeutet, wobei die Liebesgeschichte in diesem Band noch kaum Raum bekommt. Gleichzeitig ist schwer nachvollziehbar ist, was beide aneinander finden: Sage, jung und unbedarft, wird von Oren nicht gerade freundlich behandelt. Er lässt sie sein Mehr an Wissen, Alter und Erfahrung an verschiedenen Stellen spüren, sodass ich mich auch auf seiner Seite gefragt habe, woher die Gefühle kommen.

Dennoch konnte mich die Geschichte insgesamt gut unterhalten. Die Ermittlungen sind durch die immer neuen Vorfälle spannend, auch wenn die Auflösung sich im Verlauf bereits andeutet, und auch die persönlichen Entwicklungen fand ich interessant zu verfolgen.

Fazit

Ereignisreicher Auftaktband mit einem spannenden Kriminalfall und einer abwechslungsreichen Mischung an Charakteren, die nicht so recht zusammen zu passen scheinen und doch irgendwie einen Draht zueinander finden…

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