![]() ©cbj audio | Ein Knochen kommt selten allein Die Geisterhelfer-Reihe 2 . Tina Blase gesprochen von Julian Greis erschienen April 2025 ab 8 Jahren ungekürzte Lesung: 210 Minuten . hier geht’s zum Hörbuch-Verlag → cbj audio . |
ein neues Abenteuer für die jungen Geisterhelfer
Band 2 der Reihe: Um wirklich alle Zusammenhänge und die Entwicklungen der Figuren gut mitzubekommen, bietet es sich an, die Reihe wirklich von Beginn an zu hören. Durch kleine Erinnerungshilfen und Rückblicke ist es besonders für erwachsene Zuhörer sicher auch möglich, der Handlung ohne Vorwissen zu folgen, aber für Kinder würde ich schon empfehlen, bei Band eins zu starten.
Leo hat sich seine Gabe nicht ausgesucht, aber da sie nun mal da ist, versucht er nun auch das Beste draus zu machen. Durch seinen ersten Fall hatte der Zehnjährige eigentlich auch gedacht, er hätte das Gruseln inzwischen ganz gut gelernt und wäre nicht mehr so schreckhaft. Als nun aber plötzlich die nächste Geisterdame vor ihm auftaucht, erwischt es ihn erneut kalt. Allerdings scheint die ältere Dame harmlos zu sein und hat eine ziemlich lebendige Aufgabe: ihren Hund zu finden, der noch irgendwo sein müsste. Antonia und Leo sagen zu, ihr zu helfen, was kann schon schief gehen, wenn man einen lebenden Hund sucht? Die eine oder andere Herausforderung wartet dann allerdings doch auf die jungen Geisterhelfer.
Auch wenn Leo nichts dagegen hätte, wenn seine Geisteraufträge eine einmalige Sache gewesen wären, ist er nun deutlich gefasster, als eine neue Bitte an ihn herangetragen wird. Das spontane Auftauchen der Geisterlady hat ihm allerdings schon erst mal wieder einen Schreck eingejagt. Für die Zwölfjährige Antonia ist Leos Gabe eher spannend als gruselig und wie auch schon im ersten Buch, ist sie auch nun wieder an seiner Seite. Die beiden sind ein gutes Team und unterstützen sich immer wieder in verschiedenen Situationen. Doch dieses Mal sind sie sich zeitweise so gar nicht einig und es schwingen auch andere Emotionen mit. Zusätzlich um Auftrag, den vermissten Hund zu finden, gibt es nämlich noch eine Anfrage, durch die manch andere Dinge nicht so laufen, wie erhofft. Ich fand es gut, dass nicht immer alles glatt geht, auch mal Uneinigkeit herrscht und die Heranwachsenden sich mit den verschiedenen Aufgaben, Schwierigkeiten und Emotionen befassen müssen. Aus meiner Sicht wird die Situation dann auch sehr schön wieder aufgelöst, auch wenn die Erklärungen, die für die Erwachsenen geliefert werden mit ein bisschen passend ausgeschmückter Wahrheit daherkommen. Die Freundschaft zwischen den beiden wird auf diese Weise zusätzlich gestärkt, da sie spüren, dass sie zueinander halten.
Der Aufbau der Geschichte ist insgesamt ähnlich wie im ersten Buch, nur dass Leo nun natürlich nicht mehr ganz neu in der Klasse ist und einige in seinem Umfeld wissen, dass er mit Geistern reden kann – auch wenn es nicht alle glauben. Auch die kleinen Neckereien und Sticheleien zwischen Leo und seinem Bruder Valentin sind wieder mit eingebaut. Jeder Geist bringt so seine eigenen Herausforderungen mit sich und die Geisterhelfer müssen erst mal herausfinden, wie sie an alles herangehen wollen. Manchmal brauchen sie dafür auch noch einen zweiten oder dritten Anlauf, bis es zur Zufriedenheit gelingt. Im zweiten Band gibt es für die Freunde dann auch noch eine unerwartete Unterstützung, auf die sie auch in Zukunft bauen können.
Auch wenn manche Sachen im Buch nicht so tiefgehend ausgebaut werden, werden schon verschiedene Themen mit eingearbeitet. Neben den Geisterabenteuern geht es auch im Freundschaft und verschiedene Familienverhältnisse, in denen die Charaktere leben. Immer wieder gibt es auch witzige Momente und natürlich auch Augenblicke, die ein bisschen Geistergrusel mit sich bringen. Ich empfand diese Szenen jedoch nicht als zu gruselig.
Der Sprecher macht wieder einen tollen Job und liest die Geschichte ausdrucksstark. Durch die eingebauten Geräusche und das sehr lebendige Darstellen von Erschrecken, Flüstern und solchen Dingen, fühlt man sich direkt mitgenommen und die Emotionen kommen einfach total gut rüber. Auch die verschiedenen Figuren kann man sehr gut voneinander unterscheiden und so auch den Dialogen gut folgen.
Fazit
Auch das zweite Abenteuer mit den jungen Geisterhelfern hat wieder Spaß gemacht und man ist gespannt, welchen Herausforderungen sie sich wohl als nächstes Stellen werden. Insgesamt eine kurzweilige Geschichte, in der dennoch manche Themen mit verarbeitet sind, auch wenn die lustig-gruseligen Geistergeschichten im Vordergrund stehen.



