[gehört] Pech & Schwäfel Band 7 bis 9 von Robin Fuchs

 

Pech und Schwäfel Band 7-9
Robin Fuchs – 228 bis 254 Hörminuten- gesprochen von Mirja Boes- Audible Studios–  2023

Vom Stil her sind die Bände sehr ähnlich zu den vorausgegangenen Teilen der Reihe. Wer die mochte, für den werden also auch die Fortsetzungen etwas sein. Die Fälle sind in den Bänden jeweils abgeschlossen, die privaten Entwicklungen der Charaktere gehen aber weiter, so dass es schon sinnvoll ist, die Reihe nicht völlig durcheinander zu hören, wenn man diese Entwicklungen mit verfolgen möchte. Hin und wieder wird auch mal Bezug genommen auf Aspekte, die in vorausgegangenen Fällen eine Rolle gespielt haben.

Ich fand die ersten sechs Bände okay, der eine hat mehr überzeugt, der nächste vielleicht etwas weniger. Es waren für mich keine Highlights, ließ sich aber gut hören. Dementsprechend waren meine Erwartungen bei den Fortsetzungen jetzt nicht übermäßig hoch. Trotzdem war ich gespannt, an welchen Orten und in welchen Situationen es nun die nächsten Opfer geben wird. Im eigentlich so beschaulichen Niederteerbach ist nämlich doch einiges los.
Die meisten der Charaktere kennt man bereits aus den anderen Büchern, aufgrund der unterschiedlichen Verbrechen kommen natürlich auch immer mal wieder Personen dazu, die dann aber meistens nur im jeweiligen Band eine Rolle spielen. Innerhalb der Handlung begleitet man verschiedene Figuren. Die meiste Zeit ist man mit Protagonistin Maike Pech unterwegs, die die polizeilichen Ermittlungen gemeinsam mit ihrem jungen Kollegen leitet. Immer wieder gibt es jedoch auch Passagen, in denen man die Rechtsmedizinerin Zoe Schwäfel bei ihrer Arbeit begleitet. Damit erhält man einen ganz guten Überblick, auch wenn es an der einen oder anderen Stelle durchaus noch etwas ausführlicher sein könnte.

Innerhalb der Reihe ist der Fokus jeweils etwas anders gesetzt. Mal bekommen die privaten Entwicklungen mehr Raum, mal rücken sie etwas mehr in den Hintergrund. Zu Beginn von Band sieben wird dann auch ein Thema „abgeschlossen“ das sich über die vorherigen Bände erstreckt hat, länger hätte das aus meiner Sicht dann auch nicht dauern müssen. Ich kann zwar verstehen, dass es für die Protagonisten wichtig und auch belastend war, weil es sie persönlich schon seit Jahren begleitet. Dennoch empfand ich es dann auch einfach als ausreichend eingeflochten, weil man zu Beginn der Reihe das Gefühl hat, man kommt da auch kein Stück weiter und es zieht sich etwas.
Auch im Bereich der privaten Entwicklungen von Maike sortieren sich nun manche Dinge, die schon länger Thema waren.
Es gibt also in mancher Hinsicht einige Weiterentwicklungen, andere Dinge bleiben einfach wie sie schon immer waren – wie zum Beispiel die äußerst wissbegierige, dezent aufgedrehte Bürgermeistern, die Maike so manche Nerven kostet.

Insgesamt ist es einfach eine nette Cosy-Crime-Reihe, mit einer ordentlichen Portion trockenem Humor, Sarkasmus, Ironie und immer wieder verbalen Schlagabtäuschen. Meine Erwartungen waren im Vorfeld nicht besonders hoch, ich wusste ja auch, was mich erwartet. Daher hat es wieder Spaß gemacht, die Bände zu hören, auch wenn ich nicht in jedem Punkt völlig überzeugt bin.

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