[gelesen] Jenseits des Ozeans von T.J. Klune

© Heyne

Jenseits des Ozeans
# 2

.
T.J. Klune
erschienen im November 2024
496 Seiten
.
hier geht’s zum Verlag
Heyne
.

Fast noch berührender als Band 1

Achtung: 2. Band. Inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden

Band 1 hatte mir schon richtig gut gefallen, Band 2 war fast noch ein bisschen schöner, auf jeden Fall emotionaler.

Die Handlung setzt kurze Zeit nach den Ereignissen des ersten Bandes ein. Bereits am Ende von „Mr. Parnassus’ Heim für magisch Begabte“ wird die Aufnahme eines weiteren Kindes beschlossen. Bevor es dazu kommt, muss sich Arthur aber zuerst einer anstrengenden Befragung unterziehen – denn er kämpft weiter für die Rechte magisch Begabter und will gemeinsam mit Linus auf die Missstände in den Heimen aufmerksam machen, indem er mit seinem eigenen Schicksal in die Öffentlichkeit geht. Natürlich wehrt sich das Ministerium gegen die Anschuldigungen und versuchen seinerseits, Arthur in ein schlechtes Licht zu rücken. Und so muss sie die kleine Insel einer erneuten Untersuchung stellen.

Wer nun denkt, es gäbe eine Wiederholung der Handlung aus Band 1, irrt gewaltig.

Die Mischung der Charaktere, die Kinder mit ihren Besonderheiten, hatten mir schon im ersten Teil richtig gut gefallen. Mit Yeti David kommt eine weitere tolle Figur dazu.
Der Junge hat in der Vergangenheit einige negative Erfahrungen gemacht, wodurch er seinem neuen Zuhause und dessen Bewohnern mit viel Unsicherheit begegnet. Geht etwas schief, rechnet er mit Ablehnung oder Bestrafung. Doch wir kennen die Bewohner der Insel ja bereits… David hat für mich dazu beigetragen, dass ich diesen Band als noch emotionaler, noch herzerwärmender erlebt habe als den Vorgänger.
Durch seine Art, sein Wesen und sein Denken, stößt David auch bei den anderen Inselbewohnern einige Denkprozesse an – darüber, wie sei sein wollen und wie sie wahrgenommen werden wollen.
Gleichzeitig müssen sich die Charaktere erneut vielen Vorurteilen und Beschuldigungen stellen – und tun das auf ihre gewohnt Art, mal witzig, mal sarkastisch, aber immer absolut liebeswert. Das Zusammenspiel der Charaktere ist erneut sehr gelungen. Trotz aller Späße und gegenseitigem Necken stehen sie kompromisslos füreinander ein.

Mein einziger Kritikpunkt gilt dem Ende des Buches. Die Entwicklung fand ich etwas schräg und irgendwie zu viel. Dennoch eine absolut lesenswerte Geschichte, die mit tollen Botschaften und zauberhaften Figuren daherkommt.

Schreibe einen Kommentar

(Kommentare werden von uns freigeschaltet.)

Mit dem Absenden des Formulars werden deine Nachricht sowie dein Name und deine Webseite (freiwillige Angaben) gespeichert. Weitere Informationen findest du in der Datenschutzerklärung.