![]() ©Audible Studios | Der Schatz des schwarzen Korsaren Tod d’Azur und Dolce Vita 2 . Fiona Wilder gesprochen von Anne Düe, Richard Barenberg erschienen Oktober 2025 ungekürzte Lesung: 677 Minuten . . |
gute Forrsetzung
zweiter Band: Die Geschichte der Ermittlerin und des Taxifahrers geht weiter, der Fall bzw. die Fälle, die behandelt werden sind jedoch eigenständig. Für die Entwicklungen der Figuren und die Dynamik zwischen ihnen, schadet es aber natürlich nicht, den Auftakt der Reihe zu kennen.
Die Sonne der Côte d’Azur mag strahlen, doch tödliche Schatten fallen auf das azurblaue Meer zwischen Menton und Ventimiglia. Was als faszinierende kunsthistorische Entdeckung beginnt, entpuppt sich als mörderische Jagd auf einen legendären Piratenschatz – und mittendrin: Commissaria Giulia Lombardi und François Bonnet, das ungleiche Ermittlerduo, das die Riviera auf Trapp hält. Sie: eine scharfsinnige ligurische Polizistin mit analytischem Verstand. Er: ein charmanter Taxifahrer mit schriftstellerischen Ambitionen und untrüglichem Gespür für menschliche Abgründe.
Gemeinsam stolpern sie in ein tückisches Komplott, das sie von einem verwunschenen Friedhof über einen lebensgefährlichen Survival-Trip bis zu einer glamourösen Segelregatta führt. Selbst ein Hochzeitsfest wird zum Schauplatz ihrer riskanten Ermittlungen – und mit jedem Schritt kommen sie einem Geheimnis näher, für das manche zu töten bereit sind. Im zweiten Band von „Tod d’Azur und Dolce Vita“ vereinen sich messerscharfe Spannung und spritziger Humor, während Giulia und François ihre gegensätzlichen Talente bündeln müssen, um am Ende nicht nur den Schatz, sondern auch ihr eigenes Leben zu retten.© Klappentext: Audible Studios
Wie auch im ersten Hörbuch gibt es wieder zwei verschiedene Sprecher für die Perspektiven der beiden Protagonisten. Damit kann man die Abschnitte gut unterscheiden und die Eigenheiten der Charaktere können noch etwas besser herausgearbeitet werden. Dass die Stimmen der Figuren, mit denen beide Protagonisten zu tun haben, damit unterschiedlich sind, hat mich nicht gestört. Der Text ist so aufgebaut, dass man der Handlung und auch den Dialogen gut folgen kann.
Auch sonst ist der zweite Band vergleichbar mit dem Auftakt der Reihe. Man begleitete die beiden Protagonisten nahezu abwechseln, so dass man einen guten Blick auf die parallel zueinander laufenden Handlungsstränge bekommt und auch manche Verknüpfungen schon klar werden, bevor die Charaktere ihre Informationen ausgetauscht haben. Auch die Schauplätze befinden sich wieder sowohl in Italien als auch in Frankreich.
Es gibt wieder verschiedene Fälle, die innerhalb des Buches behandelt werden. Die Ermittlungen zu den einzelnen Verbrechen sind jeweils abgeschlossen, es gibt aber auch wieder eine Rahmenhandlung, die parallel mitläuft und Stück für Stück ausgebaut wird. Die Suche nach den Informationen, die alle zum ursprünglichen Anliegen gehören, empfand ich hier auch fast noch etwas ausgebauter, als im Auftakt. Auch die privaten Entwicklungen der Figuren gehen kontinuierlich weiter, in dem Bereich gibt es dieses Mal auch einiges mehr zu sortieren als im ersten Band.
Die Kriminalfälle sind jeweils etwas unterschiedlich angelegt, manche sind etwas verstrickter, andere etwas offensichtlicher. Auch die Wege, wie die Ermittlungen angegangen werden und wie sie dann zur Auflösung kommen, sind unterschiedlich. Die Hauptermittlungen werden natürlich von Kommissaria Giulia Lombardi und ihrem Team geführt, aber auch der Taxifahrer François Bonnet ist häufig wieder mit von der Partie, auf die eine oder andere Weise. In einigen Situationen arbeiten die beiden sehr gut zusammen, es gibt jedoch auch immer wieder Passagen, in denen Guilia den Taxifahrer in seine Schranken weist, da er an den Tatorten eigentlich nichts zu suchen hat. Die Dynamik zwischen den beiden verändert sich im Laufe des Hörbuches immer mal wieder ein wenig. Zeitweise ist die Situation etwas angespannt, dann funktioniert das gemeinsame Ermitteln jedoch wieder sehr gut. Teilweise gelingt es ihnen auch nicht so gut ihre privaten Anliegen und die beruflichen Herausforderungen voneinander zu trennen. Immer wieder gibt es aber auch kleine Augenblicke zum Schmunzeln.
Fazit
Es hat wieder Spaß gemacht mit dem „Ermittlerduo“ unterwegs zu sein, besonders da François ja nicht zur Polizei gehört. Seine Methoden ordnen sich nicht streng allen Regeln unter – allerdings sieht die Kommissaria auch manchmal darüber hinweg und beugt die Vorschriften zu ihren Gunsten. Die Mischung aus privaten Entwicklungen und den Verstrickungen rund um die Ermittlungen haben gut harmoniert, auch wenn das eine oder andere noch etwas detaillierter oder weniger offensichtlich hätte sein können, um an manchen Stellen die Spannung noch etwas auszubauen.




